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Flüchtlingshilfe: Flüchtlingsarbeit bekommt professionelle Verstärkung

Annica Haryono ist die neue Teamkollegin für Flüchtlingsarbeit im Kreis Groß-Gerau. Sie erhält eine halbe Stelle für zwei Jahre.
Annica Hayono (Mitte) unterrichtet junge Flüchtlinge, nachdem sie zuvor deren Stärken und Schwächen ergründete. Annica Hayono (Mitte) unterrichtet junge Flüchtlinge, nachdem sie zuvor deren Stärken und Schwächen ergründete.
Kreis Groß-Gerau. 

Seit 1. November verstärkt Diplompädagogin Annica Haryono die Flüchtlingsarbeit im Kreis Groß-Gerau. Um Ehrenamtliche in der Arbeit mit Flüchtlingen zu gewinnen und zu unterstützen, wurde sie mit einer halben Stelle für zwei Jahre aus dem Topf der evangelischen Dekanate Groß-Gerau und Rüsselsheim, dem regionalen Diakonischen Werk Groß-Gerau/Rüsselsheim sowie des Flüchtlingsfonds der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) beim regionalen Diakonischen Werk eingestellt. Mit einem weiteren halben Dienstauftrag betreut sie etwa 30 Asylsuchende in der Nauheimer Flüchtlingsunterkunft.

Stärken und Schwächen

Die gebürtige Berlinerin studierte an der Universität Mainz und hat bereits an unterschiedlichen Stellen in der Jugendhilfe gearbeitet. Ihr Wunsch, Pädagogin zu werden, wuchs während ihres Freiwilligen Sozialen Jahres in einer Tagesgruppe für verhaltensauffällige Kinder und Jugendliche in Berlin.

„Ich finde es spannend, mit Menschen zu arbeiten, ihre Stärken und Schwächen kennenzulernen und sie auf ihrem Lebensweg zu unterstützen“, so die 35-Jährige. Mit Einfühlungvermögen und Organisationstalent war sie auch bereits in der offenen Kinderarbeit in Frankfurt-Rödelheim tätig. Als Seminarleiterin beim Deutschen Roten Kreuz unterstützte sie junge Erwachsene während ihres Freiwilligen Sozialen Jahres.

Zuletzt war Annica Haryono in der Psychiatrie und in der Geriatrie in Hofheim im Taunus und in Bad Soden tätig. Hier hat sie viele Erfahrungen in der Kooperationsarbeit und im Aufbau von Strukturen gesammelt, um Patienten nach ihrem Klinikaufenthalt gut versorgt nach Hause oder in betreute Einrichtungen zu entlassen.

Sprechstunde

Ihr Büro hat Haryono im Büro des Diakonischen Werks in der Frankfurter Straße 26 in Groß-Gerau, in dem sie auch eine wöchentliche Sprechstunde für Flüchtlinge und Ehrenamtliche anbietet. Von ihrer Kollegin Melanie Vogel wird sie derzeit eingearbeitet. Gemeinsam mit Marco Bresciani vom Caritasverband sowie Kristina Büsing vom Kreis Groß-Gerau wird sie künftig Ehrenamtliche unterstützen, die sich in der Flüchtlingsarbeit im Kreis engagieren. Eine gemeinsam vom Kreis Groß-Gerau, dem evangelischen Dekanat, dem Diakonischen Werk, dem Caritasverband und der Kreisvolkshochschule organisierte Fortbildungsreihe für ehrenamtliche Flüchtlingsbetreuer hat bereits begonnen.

Seit Oktober werden Ehrenamtliche in interkultureller Kompetenz, Fluchtursachen, Asylrecht, Flucht, Erfahrungen mit Gewalt und Traumatisierungen sowie psychosozialer Unterstützung geschult. „Ich freue mich auf diese Arbeit und werde mit den Ehrenamtlichen zusammen schauen, wo Belastungen liegen und wie sie entlastet werden können“, sagt Haryono

Annica Haryono ist per Mail unter a.haryono@diakonie-kreisgg.de zu erreichen.

(fnp)
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