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Gröhe schätzt Arbeit des PEI: Forschungserfolg im Kampf gegen das Zika-Virus

Von Das Paul-Ehrlich-Institut in Langen hatte gestern hohen Besuch aus Berlin. Bundesgesundheitsminister Gröhe informierte sich über die Leistungsfähigkeit des Instituts.
Johannes Blümel (links) zeigte Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe eine Zellkulturflasche. In den Zellen werden die Zika-Viren vermehrt. Johannes Blümel (links) zeigte Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe eine Zellkulturflasche. In den Zellen werden die Zika-Viren vermehrt.
Langen. 

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) war gestern zu Gast im Bundesinstitut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel, dem Paul-Ehrlich-Institut (PEI) in Langen. Dabei verschaffte sich Gröhe einen umfassenden Eindruck von den vielfältigen Aufgaben und der Leistungsfähigkeit des Instituts. Professor Klaus Cichutek, Präsident des PEI, sagte: „Der Besuch des Ministers fällt in eine Zeit vielfältiger Herausforderungen für das PEI, doch mit unserer Kompetenz, Engagement und technologisch hochwertiger Infrastruktur sind wir diesen Aufgaben gewachsen.“

Er konnte Gröhe auch einen hochaktuellen Forschungserfolg des Instituts präsentieren, das international Anerkennung findet. Im Labor erfuhr Hermann Gröhe alles über im PEI entwickeltes Referenzmaterial für Nachweistests für das Zika-Virus. Das Virus ist für einen gesunden Menschen nicht schlimmer als eine Erkältung. Bei schwangeren Frauen kann es allerdings die hoch gefährliche Mikrozephalie bei den Babys auslösen.

Um Hilfe gebeten

Die ersten Tests, um das Virus nachzuweisen, seien recht schnell auf dem Markt gewesen. „Da haben die Unternehmen schnell reagiert. Aber wie genau diese Tests waren, das wurde zunächst nicht geprüft. Aber natürlich muss man die Standarts setzen, um sicher zu gehen, dass der Test sehr empfindlich und die Ergebnisse genau sind, um den Virus möglichst früh erkennen zu können“, erläutert PEI-Pressesprecherin Susanne Stöcker.

PEI-Mitarbeiterin Sally Baylis habe deshalb eine Forschungsgruppe gebildet. Im Februar habe die Weltgesundheitsorganisation (WHO) den Zika-Notstand ausgerufen und das Bundesinstitut in Langen um Hilfe gebeten. Mit einem unter Hochsicherheitsbedingungen nach Langen gelieferten, lebendigen Zika-Virus wurde im Februar das Virus angezüchtet. 50 Millionen Viruspartikel werden gefriergetrocknet und pulverisiert. Zwischen Mai und Juli hat das PEI in ihrem internationalen Netzwerke eine Studie zu dem Referenzmaterial betrieben und die Daten ausgewertet.

Im Oktober hat die WHO den Test für die Zika-Tests angenommen und jetzt kann der Eichtest für die Nachweistests für das Virus in die ganze Welt verschickt werden. Eberhard Hildt, Leiter der Abteilung Virologie, und Johannes Blümel erläuterten dem Minister diesen besonderen Forschungserfolg. Außerdem hatten die Mitarbeiter Gelegenheit zu einem Gedankenaustausch mit dem Minister.

Unverzichtbar

Der Bundesgesundheitsminister sagte: „In der Verantwortung des Paul-Ehrlich-Instituts liegen viele wichtige Arzneimittel wie Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel. Impfungen gehören zu den wichtigsten und wirksamsten Maßnahmen, gefährlichen Krankheiten vorzubeugen. Die Experten des Paul-Ehrlich-Instituts sorgen dafür, dass Sicherheit, Qualität und Wirksamkeit solcher Arzneimittel immer wieder überprüft und wenn nötig verbessert werden. Ich freue mich sehr, dass ich mir heute selbst ein Bild von der unverzichtbaren Arbeit des Instituts machen konnte“.

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