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Überreste beseitigt niemand: Gefällte Bäume am Kelstergrund: Von wegen "Schöne Aussicht"

Von Unmittelbar vor Beginn der Schutzzeit am 1. März wurden an der Treppe von der „Schönen Aussicht“ in den Kelstergrund Bäume gefällt. Die Überreste beseitigt hat bisher aber niemand.
Kein schöner Anblick – und dies seit zwei Wochen: Die gefällten Bäume neben der Treppe von der „Schönen Aussicht“ in den Kelstergrund liegen immer noch herum. Foto: Leo F. Postl Kein schöner Anblick – und dies seit zwei Wochen: Die gefällten Bäume neben der Treppe von der „Schönen Aussicht“ in den Kelstergrund liegen immer noch herum.
Kelsterbach. 

Es scheint, als wäre der 28. Februar wieder einmal „ganz überraschend“ gekommen – zumindest in Kelsterbach. Dieses Datum gilt nämlich als wichtiger Stichtag, was den Naturschutz betrifft. Es ist der letzte Tag vor dem Frühjahr, an dem Bäume gefällt oder Hecken gerodet werden dürfen – ab dem 1. März gilt die Schutzzeit. Danach sind nur noch Arbeiten zur Verkehrssicherungspflicht erlaubt.

Zu später Stunde heulten am Mittwoch, 28. Februar, am Höllenberg in Kelsterbach noch Motorsägen. Entlang der Treppe von der „Schönen Aussicht“ in den Kelstergrund und an der Höllenstraße wurden Bäume gefällt oder auf die Höhe der Straßenlaternen gekürzt. Alles zwar noch im erlaubten Zeitrahmen, aber sprichwörtlich auf den letzten Drücker.

Was viele Kelsterbacher stört: Alles liegt noch kreuz und quer entlang der Treppe herum. Auch Margot Herth hatte das späte Treiben des Baumfäll-Kommandos beobachtet und sich gewundert. „Dass da noch so spät im öffentlichen Raum mit der lauten Motorsäge zu Werke gegangen wird, ist mehr als ungewöhnlich“, so Herth. Auch andere Anwohner hatten Fenster geöffnet, um nach der Ursache des Lärms zu sehen.

„Ich weiß zwar nicht, wie es unter Hempels Sofa aussieht, aber wenn etwas unordentlich in der Landschaft liegt, gebraucht man diesen Vergleich“, meint Margot Herth. Jedes Mal, wenn sie mit ihrem Mann Karl-Heinz an der Rodung vorbeikommt, sticht ihr die Unordnung ins Auge. „Das ist jetzt fast zwei Wochen her, da hätte man doch längst mal aufräumen können“, moniert die Kelsterbacherin.

Auch anderen Bürgern, die über die Treppe in den Kelstergrund gehen oder von dort kommen, ist das herumliegende Geäst und Gestrüpp ein Dorn im Auge. „Ich weiß nicht, weshalb die Bäume überhaupt gefällt wurden, die haben doch niemanden gestört, und dass man die Baumkrone in Höhe des Straßenlampenkopfes abschneidet, ist auch unlogisch, denn in zwei Jahren hat der Baum ja wieder neue Äste ausgetrieben“, meint ein Anwohner.

Aber vielleicht findet sich ja jemand, der einen Anstoß gibt, damit die Sache bald in Ordnung gebracht wird. Wenn die gefällten Bäume und Äste noch länger so liegenbleiben, richten Amseln und andere gefiederte Gesellen dort ihren Nistplatz ein. Wird dann erst aufgeräumt, werden die Vögel ihrer Nester und Eier wieder beraubt.

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