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Kunst: Heidi Böttcher-Pollack präsentiert eine Auswahl ihrer Arbeiten

Von Die Künstlerin Heidi Böttcher-Pollack hat sich vor allem der Radierung und Lithographie verschrieben. Die besondere Intensität ihrer Arbeiten ist derzeit in Neu-Isenburg zu sehen..
Die Künstlerin Heidi Böttcher-Polack vor ihren Kunstwerken. Foto: Leo F. Postl Die Künstlerin Heidi Böttcher-Polack vor ihren Kunstwerken.
Neu-Isenburg. 

„Kunst ist mein Leben! Ohne sie würde ich verdursten und verhungern!“ So beschreibt Heidi Böttcher-Pollack ihr Verhältnis zum künstlerischen Schaffen. Die in Leipzig geborene Künstlerin kam über viele Station nach Dietzenbach, wo sie heute lebt und sich weiterhin künstlerisch betätigt. Nun ist eine Auswahl ihrer Arbeiten in der Volksbank Filiale in der Frankfurter Straße 61-65 in Neu-Isenburg zu sehen.

Von Strukturen fasziniert

Böttcher-Pollack studierte Modegrafik in Frankfurt und arbeitete danach als Werbegrafikerin. In den 1970er Jahren ging sie für sechs Jahre nach Johannesburg in Südafrika, arbeitete dort als freie Grafikerin und Illustratorin. Sie besuchte eine Malklasse im Bill Ainslie’s Art Center. Nach einem Jahr löste sich Böttcher-Pollack nach und nach von der angewandten Kunst, sie strampelte sich von Auftragsvorgaben frei und war in jenem Kunstbereich angekommen, der zur ihrem „Wasser und Brot“ wurde.

Als sie nach Deutschland zurückkehrte, begann sie, sich mit den Techniken der Radierung und der Lithographie zu befassen. In den 1980er Jahren besuchte sie Kurse an der Sommerakademie in Salzburg. „Mit der Zeit bevorzugte ich immer mehr die Radierung, da sie haptischer ist“, erklärt Böttcher-Pollack. Die Strukturen, das Material und das Hineinarbeiten in die Tiefe faszinieren sie noch heute.

Mehrere Techniken

„Heidi Böttcher-Pollack kaschiert Schicht auf Schicht verschiedener Papiere, das heißt Szene über Szene, und verdichtet damit schon im Ansatz ihre künstlerische Intension. Die Schichten verschmelzen zu einer Einheit, die Collage wird als Thema, aber auch als Material homogen“, beschrieb Kunsthistorikerin Esther Erfert bei der Vernissage in der Volksbank-Filiale. Wenn die Künstlerin Texte oder einzelne Worte verwende, seien diese entweder selbst gedruckt oder mit der Hand geschrieben. „Nie entnimmt sie Texte einer Zeitung oder Zeitschrift“, schilderte Erfert.

Die Kunstwerke von Böttcher-Pollack entstehen aus verschiedenen Drucktechniken, wie der Radierung oder dem Ritzen der Druckvorlage mit der Kaltnadel. „Eine dritte Technik, die Heidi Böttcher-Pollack bestens beherrscht ist die Aquatinta, eine Flächenätzung, bei der Flächen mit Säure und Kolophonium bearbeitet werden. Diese Technik erlaubt flächige Tonwerte von hell bis zur tiefsten Farbigkeit“, erklärte Erfert.

Eine weitere Technik sei die der Zuckertusche, die ebenfalls von der Künstlerin gerne angewandt wird. Dabei werde viel Zucker in Tusche aufgelöst, wodurch sie dickflüssiger werde. Mit Pinsel oder Feder zeichne man dann mit der Tusche auf die Druckplatte. Nachdem die Zeichnung getrocknet sei, werde eine dünne Schicht Asphaltlack aufgetragen. Im anschließenden Wasserbad löse sich der Zucker. „Die Zeichnung wird sozusagen freigesprengt und kann danach geätzt werden“, schilderte Erfert.

Bis Januar zu sehen

Die Ausstellung in der Reihe „Vorsicht Kunst“ ist noch bis zum 20. Januar 2019 in der Volksbank-Filiale in Neu-Isenburg zu sehen.

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