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Beim Kulturverein „Die Schnaaken“ wird von Jung und Alt agefeiert: Hier schmeckt der Äppler besonders gut

Von Die Konzerte „Rock im Schnaakeloch“ waren in Kelsterbach einst legendär. Aber auch nach deren Aus weiß der Kulturverein „Die Schnaaken“ immer noch, wie kräftig gefeiert wird. Das zeigte sich nun beim Äpplerfest am Hinkelstein.
Pascal (von links), Dominik, Melissa, Florian, Finn, Josh, Jörg und Antonia hatten beim Äpplerfest der „Schnaaken“ viel Spaß. Foto: Leo F. Postl Pascal (von links), Dominik, Melissa, Florian, Finn, Josh, Jörg und Antonia hatten beim Äpplerfest der „Schnaaken“ viel Spaß.
Kelsterbach. 

Einmal im Jahr eine „Schnaake“ sein, das gibt es wohl nur in Kelsterbach. Schnaken, also jene ungeliebten Plagegeister fliegen am liebsten bei schwülem Wetter, wenn die Luft von Feuchtigkeit und Wärme geschwängert ist. Aber Mitglieder und auch Freunde des Kelsterbacher Kulturvereins „Die Schnaaken“, sind bei jedem Wetter unterwegs – und erst recht, wenn das Äpplerfest ansteht. Dann kommen sie nicht nur aus Untermainstadt zum Gelände des ehemaligen Forsthauses Hinkelstein geschwärmt, sondern aus der ganzen Region. Von Samstagnachmittag bis spät in die Nacht war das Gelände des Turn- und Sportvereins Kelsterbach umschwirrt von Generationen von „Schnaaken“.

„Jetzt wird es langsam hektisch, aber das ist gut so“, meinte Heiko Langelotz, der Vorsitzende des Kulturvereins. Seine Helferschar hatte alle Hände voll zu tun, um die Wünsche nach gekühltem Äppler, oft mit „klarem Schuss“ dazu, alle zeitgerecht zu erfüllen. „Das Schöne bei uns ist: Die Leute bleiben locker, auch wenn es mal nicht so perfekt läuft“, erklärte Langelotz. Er fand sogar Zeit, seiner Frau Martina einen besonderen Wunsch zu erfüllen: Sich mit ihr unter dem Herzchen-Apfelbaum fotografieren zu lassen. „Sie muss so viel mitmachen, da kann ich ihr auch mal einen Wunsch erfüllen“, betonte die „Ober-Schnaake“ und drückte seine Martina ganz fest.

Luftige Kunstwerke

Die „Schnaaken“ hatten sich vorgenommen, ein richtiges Familienfest zu veranstalten, und dies gelang auch bestens. Im rückwärtigen Teil des Geländes stand eine große Hüpfburg für die kleinen Besucher, dazu Tische und Bänke unter schattenspendenden Schirmen. Die Luftballon-Künstlerin Petra schuf blitzschnell fantasievolle Geschöpfe. „Ich will auch so ein schönes Pferd“, wünschte sich die kleine Ida – und nach ein paar quietschenden Drehungen war das Pferd fertig. Celina freute sich über die große Libelle, die als besonderer Kopfschmuck diente – und am liebsten hätte sie wie eine Schnake in den Abendhimmel abgehoben.

Partys und Konzerte

Der Kelsterbacher Kulturverein „Die Schnaaken“ wurde 1995 gegründet und zählt derzeit rund 130 Mitglieder. Nach dem Aus der beliebten Veranstaltungen „Rock im Schnaakeloch“ organisiert der Verein

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Die Fotoaktion des Vereins wurde ebenfalls gut angenommen. Martina Leonhard sowie Lisa und Doris Höhler hatten eine paar Herzchen-Luftballons in einen Apfelbaum gehängt, davor konnten sie verliebte Paare, aber auch befreunde Grüppchen und ganze Familien fotografieren lassen. Die Fotos wurden sofort ausgedruckt und waren begehrte Erinnerungstücke an den Besuch des Äpplerfests. Manche Motive wurden sogar per Handy in alle Welt geschickt.

„Ich weiß gar nicht, wo meine gerade Kinder sind, aber ich fühle, dass sie hier bestens aufgehoben sind“, meinte Cindy Krug. Kaum hatte sie es ausgesprochen, kam auch schon Töchterchen Ida, um ihr „verletztes“ Luftballon-Pferd wieder heilen zu lassen – ein paar Knoten des Kunstwerks hatten sich aufgelöst.

Zum Tanzen und Singen

Als die Dämmerung begann, setzte das „Schnaaken“-Leben so richtig ein. Immer mehr Gäste kamen angeschwirrt, suchten und fanden sich per Handy-Ortung. „Wir kommen aus Mörfelden, Raunheim, Rüsselsheim und natürlich aus Kelsterbach“, erklärte ein Grüppchen, das sich den besten Platz vor der Band gesichert hatte. Mit der Formation „Tanzanstalt Dr. Ernst“ aus Speyer trat beim Äpplerfest erstmals eine Pop-Gruppe auf. „Wir wollten es mal mit einer Band zum Tanzen und Mitsingen probieren. Ich glaube, das kommt ganz gut an“, meinte Heiko Langelotz mit Blick auf die zahlreichen Hände, die sich bei mitreißenden Songs in den Abendhimmel reckten.

Leo (links), Helena und Jan dürfen sich aus der bunten Überraschungskiste ein Geschenk aussuchen. Bild-Zoom Foto: Leo F. Postl
Leo (links), Helena und Jan dürfen sich aus der bunten Überraschungskiste ein Geschenk aussuchen.

Bei kühlem Äppler im Gerippte, Kelsterbacher Bratwurst und Handkäs, freilich mit Musik, war richtig was los im „Schnaaken“-Schwarm rund um den Hinkelstein. „So langsam verliere ich den Überblick, aber ich kann mich ja auf meine Leute verlasen“, meinte Heiko Langelotz und dankte schon mal allen Helfern, die zu diesem tollen Fest beigetragen haben. Ein bisschen schwärmte er von den einstigen großen Veranstaltungen wie „Rock im Schnaakeloch“, bei denen gar Nena aufgetreten war. „So etwas würden wir gerne wieder mal machen, aber wo darf man das heute noch in Kelsterbach“, fragte Langelotz und äußerte damit einen besonderen Wunsch, über dessen Umsetzung sich wohl nicht nur die „Schnaaken“ freuen würden.

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