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Flüchtlingshilfe Neu-Isenburg: Hilfe in allen Lebenslagen

Sie bieten Sprachtandems an und leisten finanzielle Hilfe: Die Menschen, die sich bei der Flüchtlingshilfe engagieren. Damit wurden sie nun mit dem Integrationspreis ausgezeichnet.
Immer mehr Flüchtlinge kommen nach Deutschland. Für Menschen wie sie ist die Flüchtlingshilfe Neu-Isenburg eine wichtige Anlaufstelle. Foto: Boris Roessler/Archiv Immer mehr Flüchtlinge kommen nach Deutschland. Für Menschen wie sie ist die Flüchtlingshilfe Neu-Isenburg eine wichtige Anlaufstelle. Foto: Boris Roessler/Archiv
Neu-Isenburg. 

Sie kümmern sich um Flüchtlinge, helfen ihnen, die deutsche Sprache zu verstehen und packen auch finanziell mit an: Für diesen Einsatz bekommt die Organisation Flüchtlingshilfe Neu-Isenburg den Integrationspreis der Stadt verliehen. Dieser wurde zum zweiten Mal ausgeschrieben. Die Jury hat sich einstimmig für die Organisation Flüchtlingshilfe Neu-Isenburg entschieden. Der Preis wird am 24. Juli verliehen.

 

Vermehrte Not

 

Sieben Kandidaten hatten sich um den Preis beworben, der das vorbildliche Engagement von Personen oder Gruppen würdigt, die sich für ein friedliches Zusammenleben und die Integration in Neu-Isenburg einsetzen.

Michael Kaul, der die Organisation vor rund einem Jahr wieder ins Leben rief – sie war ursprünglich 1984 gegründet worden – freut sich über die Entscheidung der Jury. 30 Jahre nach der Gründung haben sich angesichts der vermehrten Flüchtlingsnot viele Engagierte zusammengeschlossen und die Flüchtlingshilfe neu belebt. Die Gruppe ist der evangelisch-reformierten Marktplatzgemeinde angeschlossen, nicht als Verein organisiert und auch religions- sowie politikunabhängig. Sie bieten Sprachtandems an und helfen, wo Hilfe gebraucht wird.

„Mit dem Preis und auch mit den Spenden, die derzeit reinkommen, können wir nun auch Projekte angehen, die längerfristig finanziert werden müssen“, so Kaul. Die Gruppe plant kleinere Touren mit den Flüchtlingen, auch könnten andere Hilfestellungen wie beispielsweise bei der Bezahlung eines Anwalts gegeben werden. Jüngst konnten er und seine Mitstreiter einer achtköpfigen Flüchtlingsfamilie eine Geschirrspülmaschine bezahlen.

 

Viele Zuwanderer

 

Der Jury, die über den Preisträger entschied, gehören Ingrid Bickmann, Gene Hagelstein, Michéle Küchemann, Helga Gräber, Heinrich Lang, der Vorsitzende des Ausländerbeirates Sarantis Biscas und Bürgermeister Herbert Hunkel an. Der Preis soll sowohl das herausragende Engagement der bei der Flüchtlingshilfe ehrenamtlich tätigen Personen honorieren, als auch die Willkommenskultur in der Stadt unterstreichen.

In Neu-Isenburg leben 7500 Menschen mit einem ausländischen Pass und viele Zuwanderer mit deutscher Staatsangehörigkeit. Für die Integrationsarbeit sei der Beitrag privater und ehrenamtlicher Initiativen unabdingbar, weil die Integration im Alltag ablaufe, so die Jury. Auf Vorschlag des Ausländerbeirats wurde der Preis 2010 ins Leben gerufen. Er ist mit 1500 Euro dotiert. Der Preis wird alle vier Jahre verliehen.

(kir)
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