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Historische Wegmarken führen durch die Stadt

Wilhelm Ott befreite einen alten Meilenstein aus dem Museum und ließ ihn an seinen Platz zurückkehren. Nun wurde er dort enthüllt.
Heribert Gött (l.) und Wilhelm Ott enthüllten den Straßenstein „13,0“, der 1880 vermutlich fast an dieser Stelle gestanden hat. Heribert Gött (l.) und Wilhelm Ott enthüllten den Straßenstein „13,0“, der 1880 vermutlich fast an dieser Stelle gestanden hat.
Langen. 

Unter dem Applaus der Interessierten enthüllten Heribert Gött und Wilhelm Ott den schwarzen Basaltstein in der Darmstädter Straße mit einem breiten Lächeln auf den Lippen. Schon zu Römerzeiten verlief die Verbindung zwischen Darmstadt und Frankfurt durch Langen. Der Chaussee kam eine große Bedeutung zu.

„Bei einem ,Grenzstein Rundgang’ berichteten Wilhelm Ott, Grenzsteinobmann des Kreises Offenbach, und Heribert Gött, ehrenamtlicher Stadtarchivar von Langen, über die Geschichte der Straße und erzählten die besonderen Geschichten rund um die „Meilensteine“ am Straßenrand, von denen sie eben jenen mit der Inschrift „13,0“ enthüllten. „Wir setzen den Stein heute wieder an seine ursprüngliche Stelle – zumindest fast, denn eigentlich stand er wahrscheinlich genau fünf Meter weiter rechts in der nächsten Grundstückseinfahrt“, berichtete Wilhelm Ott. Vermutlich wurden diese sogenannten Meilensteine 1880 an den Verlauf der Straße gesetzt. 1872 gab es die Umstellung auf das metrische System, und die Steine an den wichtigen Straßen wurden mit der Zeit dem neuen System angepasst. Die „13,0“ steht für die Kilometeranzahl: Es sind genau 13 Kilometer bis zum Luisenplatz am „Langen Ludwig“. Nur die glatten Kilometerangaben sind aus Basalt und schwarz; die Dezimalzahlen wurden mit rotem Sandstein gekennzeichnet.

Wilhelm Ott ist eigentlich ganz zufällig über den Stein „gestolpert“: „Ich war auf der Suche nach einem ganz anderen Stein und habe im Museum im Alten Rathaus danach gesucht“, berichtete Ott. Gefunden hat er seinen Stein nicht, dafür aber den Langener Meilenstein. „Ich habe ihn gesehen und wusste direkt, was für einen Stein ich vor mir habe“, so Ott. Wo der Basaltstein genau hingehört, musste er dann aber auch erst recherchieren. Auf dem Fußmarsch von der Feuerwache in Langen bis in die Darmstädter Straße kam die Gruppe auch am Sandstein „12,8“ vorbei, der reichlich tief am Rande eines Hauses auf dem Bürgersteig der Darmstädter Straße sitzt. „Wahrscheinlich ist auch der Fuß von dem Basaltstein noch im Boden der Grundstückseinfahrt verborgen“, vermutete Ott.

Damit der Balsaltstein „13,0“ jetzt an seinem neuen Standort ausreichend Halt hat, bekam er von den kommunalen Betrieben einen Betonfuß verpasst.

Wer sich für den Stein interessiert, kann sich auf der umfassenden Internetseite von Wilhelm Ott informieren. Unter www.steine-in-der-dreieich.de gibt es ein Unterkapitel über die Straßensteine in der Region.

(njo)
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