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Hoher Besuch am Bahnhofsplatz

Von Auf seiner Wahlkampftour kam SPD-Landesvorsitzender Thorsten Schäfer-Gümbel auch nach Walldorf. Mit Bürgern und Bauarbeitern sprach er über Politik, Mindestlohn und Wahlen.
Schäfer-Gümbel beim Heben eines 75 Kilo schweren Steins. Bilder > Schäfer-Gümbel beim Heben eines 75 Kilo schweren Steins.
Mörfelden-Walldorf. 

Der Wahlkampf lässt grüßen. Gestern besuchte Fraktionsvorsitzender und Landesvorsitzender der hessischen SPD, Thorsten Schäfer-Gümbel, die Bauarbeiter, die derzeit am Bahnhofsvorplatz in Walldorf werkeln. Er war anlässlich seiner gestern gestarteten Wahlkampftour auf Initiative der Landes-SPD unter dem Motto „Respekt vor harter Arbeit“ unterwegs. Unterstützt wurde er unter anderem von dem Bundestagsabgeordneten Gerold Reichenbach und Landrat Thomas Will.

Fast eine halbe Stunde ließ Schäfer-Gümbel seine Besucher vor dem Bahnhof warten, bis ein großer Bus vorfuhr und der Genosse an der Seite von Begleitern wie Bärbel Feltrini, Gewerkschaftssekretärin und Bundesvorstandsmitglied der IG Bau, ausstieg. Sollte die Wahl am 22. September für die SPD gut verlaufen, so soll sie laut Schäfer-Gümbel Ministerin für Arbeit und Soziales werden.

Zu den Besuchern zählten Mitglieder aus den Reihen der kommunalen Genossen, Mitarbeiter des Bauamts sowie die Direktkandidaten Gerald Kummer und Corrado Di Benedetto. Die ausführende Baufirma Jean Bratengeier Bau GmbH mit Sitz in Dreieich ist in seinem Wahlkreis angesiedelt.

Zentraler Punkt

Obwohl die Arbeiter unter Termindruck stehen, unterbrachen einige ihr Tagesgeschäft wegen des hohen Besuches. Geschäftsführer Gerhard Bratengeier erklärte Schäfer-Gümbel, dass der Bahnhofsvorplatz ein zentraler Punkt sei, der - auch in Abstimmung mit den Anwohnern - aufgewertet werde. Das mache sehr viel Arbeit. Die mögliche Frage, warum es dort nicht vorangehe, sei rasch beantwortet. „Hier wird viel verbuddelt. Die späteren Oberflächenarbeiten gehen schnell.“ Auch Entscheidungen zur Verkehrssicherheit während der Bauarbeiten seien nicht einfach zu treffen, trotzdem funktionierten sie. Ständig müsse auf die ordnungsgemäße Platzierung von Barken geachtet werden. Bratengeier zeigte sich froh, dass es sich bei der Baustelle am Bahnhof um eine „mit guter Ordnung“ handele und die Kooperationen mit dem Ordnungsamt, Versorgungsträgern und Anliegern optimal funktioniere.

„Zu 80 Prozent arbeiten wir für die öffentliche Hand“, so Bratengeier. Ein Vorteil sei, dass es kein Ausfallrisiko gebe. Ein Nachteil seien unterschiedliche Ansichten über Vergütungen. „Wir haben Änderungen einfach umzusetzen“ und „wir müssen uns selbst um neue Vergütungen kümmern“. Bei manchen Auftraggebern der öffentlichen Hand funktioniere das sehr gut, andere wiederum ließen eine gute Zusammenarbeit vermissen.

Kleine Diskussionen

Schäfer-Gümbel kam auch mit einigen Arbeitern ins direkte Gespräch. Er erfuhrt, woher sie kommen - und dass ihnen bange vor der Rente sei. Kleine Diskussionen drehten sich um Themen wie Hartz IV und Minijobs. Schäfer-Gümbel räumte ein, dass Fehler gemacht wurden und das Vertrauen von Wählern auf der Strecke geblieben sei.

Abschließend holte Schäfer-Gümbel nach, was er bei seiner Ankunft vor lauter Händeschütteln versäumt hatte. Er informierte über Sinn und Zweck dieser Tour der Landes-SPD. Es sei schade, dass in dem Nachrichten meistens nur über Politik berichtet werde und niemals der kleine Mann im Mittelpunkt stehe, der tagsüber hart arbeite und abends lediglich mit wenig Geld in der Tasche nach Hause komme.

Darum begann Schäfer-Gümbels Tag unter dem Motto „Respekt vor harter Arbeit“ am frühen Morgen in einer Bäckerei, führte zum Reinigungpersonal am Frankfurter Flughafen und schließlich zu den Bauarbeitern in Walldorf. Er versprach, sich für die Einführung eines Tariftreuegesetzes und eines Mindestlohns von 8,50 Euro pro Stunde einzusetzen. Viele Menschen arbeiteten immer noch für weniger als fünf Euro stündlich. Die Baubranche sei dafür ein Paradebeispiel.

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