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Tanz in den Mai: Hunderte Feierwütige stürmten die Tanzflächen

Aller Orten wurde in der Walpurgisnacht in den Mai getanzt. So auch in Langen, Neu-Isenburg und Mörfelden-Walldorf.
Gut gelaunte Partystimmung in der neuen Stadthalle Langen: Die Tanzfläche im Foyer war beim Hexenball ständig voll.	Foto: njo Bilder > Gut gelaunte Partystimmung in der neuen Stadthalle Langen: Die Tanzfläche im Foyer war beim Hexenball ständig voll. Foto: njo
Neu-Isenburg. 

Laute, fetzige Musik dröhnte aus den Lautsprechern in der Hugenottenhalle in Neu-Isenburg . Auf der Bühne gaben die „Gypsys“ alles, um den Besuchern beim Tanz in den Mai so richtig einzuheizen. Die „HuHa“ war prall gefüllt, immer mehr Besucher kamen und begehrten Einlass in den Feiertempel. „Die haben uns heute Abend die Bude eingerannt“, sagte Organisatorin Gordana Petkovic.

Bilderstrecke Tanz in den Mai im Frankfurter Süden
Gut gelaunte Partystimmung in der Neuen Stadthalle Langen: die Tanzfläche im Foyer war auf dem großen Hexenball ständig voll.

<br><br>Fotos: Nicole Jost (13), Braungart (14), Herschmann (7)Barbara, Doris und Heike freuten sich auf den Tanzabend beim Langener Hexenball.

Die meisten Gäste kauften ihre Tickets übrigens nicht im Vorverkauf, sondern erst direkt beim Eintritt in die Hugenottenhalle. „Ich würde mich freuen, wenn mehr Karten über den Vorverkauf weggingen“, sagte Petkovic. Sie habe zwar gewusst, dass zahlreiche Leute kommen würden, dass es nun aber so viele werden, hatte sie nicht gedacht. „Wir mussten immer wieder Stühle dazu stellen, damit sich die Gäste auch mal setzen können. Aber im laufenden Betrieb geht das kaum“, erklärte sie.

Der Feier tat das aber keinen Abbruch. Im Gegenteil: Die Tanzfläche war voller fröhlicher Leute, die zur Musik der „Gypsys“ sowie ihren Gaststars Agatino Sciurti, bekannt aus „The Voice of Germany“, und Jemaine Alford, bekannt aus dem Format „Deutschland sucht den Superstar“, herumwirbelten und laut mitsangen. Nachdem die Band sich heiser gesungen und einen Muskelkater erspielt hatte, kam DJ Manni an die Plattenteller und legte bis in die Morgenstunden seine Musik auf.

Auch Martina Kuch und ihr Mann Michael waren begeistert von der Stimmung in der Hugenottenhalle. Gemeinsam tanzten sie gekonnt zu den Latino-Klängen der Band. „Wir kommen seit einigen Jahren immer hier her zum Tanz in den Mai“, erzählte das Paar aus Dreieich. „In der Hugenottenhalle ist heute der richtige Drive“, freute sich auch Sänger und Bassist der „Gypsys“, Cord Kunze. Ob „Rolling in the Deep“ von Adele oder Klassiker wie „Ne Na Na Na“ von „Vaya con Dios“ – die Band traf genau den Geschmack der Feiernden, die bis zum Morgengrauen tanzten.

 

Zum Hexenball gekommen

 

Zu Helene Fischers „Atemlos“ war die Tanzfläche im Foyer der Neuen Stadthalle Langen brechend voll, und die Menge sang ausgelassen mit. Rund 500 Partygäste tanzten am Mittwochabend fröhlich feiernd in den Mai. Seit zehn Jahren gibt es die Partys in der Stadthalle, und sie erfreuen sich immer großer Beliebtheit. DJ Geri sorgte auf seinem Podest am Rand der Tanzfläche zu jedem Moment für den richtigen Sound. Von Robbie William den „Weather Girls“, Schlagerhits oder Hitparaden-Stürmer wie Pharell Williams mit seinem „Happy“ – das Partyvolk tanzte. „Ich nehme die Musikwünsche an, und jeder darf darauf hoffen, dass ich den Wunschtitel auch spiele“, versprach der DJ.

Heike, Doris und Barbara waren gerne zum „Hexenball“ in die Stadthalle gekommen. „Ich mag die Partys hier, die Musik ist gut, die Getränke lecker und die Leute nett. Es macht einfach Spaß“, lobte Barbara. Petra Deho kam mit ihren Freundinnen erst zu späterer Stunde. Ihre erste Veranstaltung des Abends hatte nicht ganz den Wünschen entsprochen und so sind sie nach Langen „umgezogen“. „Das ist ein super Konzept, wir können hier sitzen und was trinken, aber auch ganz toll tanzen“, freute sie sich.

Viele Gäste lobten die Organisation und die gute Musik. Das hörte Veranstalter Christian Staubach von der Stadthalle Langen sehr gerne. „Es ist für uns natürlich schön, wenn wir sehen, dass unsere Gäste die Party genießen“, war er auch nicht unzufrieden, dass er und sein Team eben nicht in den Mai tanzen konnten. „Das war ja schon immer so, dass die Leute nur auf Partys gehen können, wenn jemand sie auch organisiert, und ehrlich gesagt haben wir auch Spaß daran“, betonte Staubach. Das Publikum sei an einem solchen Abend vor dem Feiertag tendenziell etwas älter, aber gut durchmischt. „Wir sind nicht zu alt und nicht zu jung für diese Party, sondern genau richtig“, sagte einer der Partyhasen mit strahlenden Augen.

Zum Feiern wird es in Langen auch künftig genügend Gelegenheit geben. Christian Staubach und sein Team haben die nächste Veranstaltung wieder in Arbeit: Am Freitag, 16. Mai, steigt im Foyer der Neuen Stadthalle die große Scxhlagerparty mit DJ Neelix.

 

Hilfe für Amèlie

 

Elegante Kleidung, edle Speisen und eine große Tanzfläche – das waren die Zutaten, die der Lions-Club Mörfelden-Walldorf aufgefahren hatte. Garniert wurde das noch mit einer guten Partyband, und fertig war der Tanz in den Mai in der Walldorfer Stadthalle. „Am Anfang waren es noch rund 150 Gäste, heute sind es 250“, sagte der Präsident des Lions-Club, Burkhard Ziegler. Damit war der Tanz in den Mai ausverkauft. Obwohl für die Tanzfläche viel Platz freigehalten worden war, füllte sie sich schon kurz nach Beginn der Veranstaltung und sollte auch den ganzen Abend nicht mehr verwaist sein.

Nur zwei Mal ließen sich die tanzbegeisterten Paare verdrängen – als das Turnierpaar Sandra Hess und Damian Spyrka sowie die Lateinformation des Tanzsportclubs (TSC) Rot-Weiss Rüsselsheim ihr Können zeigten. Schon kurz nach den atemberaubenden Auftritten legte die „Top Sound Band“ wieder los. Die Sause hatte nicht nur Tanz und Vergnügen zum Zweck. „Wir kommen mittlerweile auf 20 000 Euro, die wir im Jahr für caritative Zwecke ausgeben können“, sagte der Präsident.

Der Erlös dieses Abends soll an die Familie der fünfjährigen Amèlie Louisa aus Mörfelden-Walldorf gehen. Das Mädchen leidet unter einer sehr schweren Form der Krankheit Neurofibromatose. Diese verursacht ein autonomes Wachstum von Binde- und Nervengewebe. Eine Heilung gibt es nicht. Lediglich die Entfernung oder Bestrahlung der Geschwüre ist möglich. Dazu muss die Kleine sehr oft ins Krankenhaus. Der Gesundheitszustand der kleinen Amélie hat sich mittlerweile verschlechtert, und sie hat keine lange Lebenserwartung. Um ihr, aber auch ihren Angehörigen, das Leben etwas einfacher zu machen, will der Lions Club mit seiner Spende den Umbau des Familienautos finanzieren. Für 6000 bis 8000 Euro könnte der Wagen angepasst werden, so der Präsident. Nicht zuletzt die Tombola dürfte an diesem Abend dazu beigetragen haben, dass der Betrag zusammen kam.

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