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Identität des Tierheims erhalten

Von Die Tierhilfe Aktiv und der Tierschutzverein Langen/Egelsbach versuchen weiterhin, als Gemeinschaft das Tierheim zu übernehmen. Mit Spenden könnten die Gebäude dann schnell saniert werden.
Dreieich. 

Die Forderung nach einer europaweiten Ausschreibung nach dem Vergaberecht der Europäischen Union hat die Bemühungen, für das Dreieichenhainer Tierheim einen neuen Betreiber zu finden, ins Stocken gebracht. Die beiden Vereine Tierschutzverein Langen/Egelsbach und Tierhilfe Aktiv nutzen die Gelegenheit, ihr Angebot der Fusion beider Vereine und der Übernahme des Tierheims noch einmal ins Gespräch zu bringen. „Es ist in den vergangenen Wochen der Eindruck entstanden, dass der Vorstand des Tierheims eine Privatisierung favorisiert“, erklärte Rainer Göbel für die Vereine.

Nicht ernst genommen

Außerdem seien in der Vergangenheit nur drei Bewerber offiziell anerkannt worden: die beiden privaten, aber kommerziellen, Züchter und die Tierherberge Egelsbach. „Wir wollten uns eigentlich öffentlich zurückhalten. Da wir aber das Gefühl haben, dass wir als Bewerber nicht ernst genommen werden, gehen wir jetzt doch diesen Schritt“, so Evelin Bohlscheid, Vorsitzende der Tierhilfe Aktiv. Manfred Weil, Vorsitzender des Tierheimvereins, habe das Engagement der Gruppe bislang immer nur als „Interessensbekundung“ gewertet.

Mit den drei offiziellen Bewerbungen um die Übernahme könne eine europaweite Ausschreibung nicht umgangen werden. „Ein langwieriges und kostenintensives Ausschreibungsverfahren erübrigt sich jedoch, wenn der Betrieb von dem bisherigen Träger, dem Tierheim Dreieich, fortgesetzt wird“, regt Rainer Göbel an. Somit wäre auch kein weiterer Aufschub der dringend notwendigen Sanierungen zum Wohl der Tiere erforderlich.

Die Trägerschaft des Tierheimbetriebs würde sich nicht ändern, und die Identität würde bestehen bleiben. „Wir würden das Tierheim für Mitglieder öffnen und hätten alleine durch die beiden Tierschutzvereine schon mehr als 300 Mitglieder. Es würde die Akquise der Spenden vereinfachen, und es stehen viele Menschen bereit, sich für das Tierheim zu engagieren“, erklärte auch Silvia Scondo-Bringschulte, die sich schon in der IG Tierheim für die Einrichtung stark gemacht hatte.

Ein gutes Zuhause bieten

Die fusionierten Vereine würden der Stiftung die Gebäude für 60 000 Euro abkaufen. „Der laufende Betrieb ist aus den Zuschüssen der Städte kostendeckend“, weiß Rainer Göbel, der inzwischen Einsicht in die Geschäftspapiere des Tierheims bekommen hat.

Mit Hilfe von Spendern könne die Sanierung der Gebäude sofort in die Tat umgesetzt werden. Es sei das Ziel beider Vereine, den Tieren, die in dem Tierheim eine vorübergehende Bleibe gefunden haben, ein gutes Zuhause zu bieten.

Die Vereine und ihre Unterstützer haben eine Petition gestartet, mit der sie die Bürger um Unterstützung bitten, dass das Tierheim Dreieich eine tierschutzgeprägte Einrichtung bleibt und kein Gewerbebetrieb für Tierzucht wird. Die Unterschriften werden dem Landrat Oliver Quilling (CDU) und den Bürgermeistern der dem Tierheim angeschlossenen Kommunen überreicht.

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