E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Frankfurt am Main 24°C

Flüchtlinge finden UNterkunft: In Sprendlingen ein neues Zuhause gefunden

Von Die Familie Mirsad aus Afghanistan ist vor kurzem in Dreieich angekommen. Christine Wenzke vom Forum Sprendlingen Nord hilft den angekommenen Flüchtlingen, sich einzurichten.
Zohra und Qadari Mirsad (2. und 3. von links) bekommen vom Fahrradteam vom Forum Sprendlingen Nord, Pinar Findik (von links), Michael Kimmel und Siegfried Maiwald (ganz rechts) ein passendes Fahrrad. Zohra und Qadari Mirsad (2. und 3. von links) bekommen vom Fahrradteam vom Forum Sprendlingen Nord, Pinar Findik (von links), Michael Kimmel und Siegfried Maiwald (ganz rechts) ein passendes Fahrrad.
Dreieich. 

Für Qadari und Zohra Mirsad ist das Leben in Dreieich noch völlig fremd. Erst vor wenigen Tagen ist das Ehepaar gemeinsam mit ihrem 16 Jahre alten Sohn aus dem Auffanglanger in Gießen nach Sprendlingen gekommen. Sie gehören zu einer Gruppe von Menschen, die in Wohnungen des Alten- und Pflegeheims Ulmenhof untergekommen sind.

Über ihre Flucht aus ihrem Heimatland Afghanistan möchten sie nicht sprechen: „Das ist eine Geschichte, die viel zu lang ist“, lässt Qadari Mirsad über den Dolmetscher Rahim Savari ausrichten, den Christine Wenzke im Forum Sprendlingen Nord aus der Nachbarschaft schnell hinzu geholt hatte. Deutsch kann das Ehepaar nämlich noch nicht, aber es ist froh, hier zu sein. Vor allem für seine gehbehinderte Frau und seinen Sohn, der ebenfalls auf Krücken angewiesen ist, habe es in seinem Heimatland überhaupt keine medizinische Versorgung gegeben, sagte Qadari Mirsad.

Jetzt fühlt sich die Familie in Sicherheit, und die Menschen in Dreieich seien bislang sehr freundlich zu ihnen gewesen. Das setzte sich an diesem Nachmittag fort. Christine Wenzke suchte für den Vater ein passendes Fahrrad aus, das die Fahrradwerkstatt vom Forum für ihn auf den neusten Stand gebracht hatte. Damit wolle er seine neue Umgebung erkunden und zum Einkaufen fahren. Sogar für Zohra Mirsad hatte Wenzke eine Lösung: „Ich habe gerade etwas herum telefoniert, wir können auch ein großes Dreirad organisieren, wollen Sie das haben?“, fragte die engagierte Dreieicherin die noch etwas schüchterne Afghanin. Diese nickte nach der Übersetzung lächelnd.

Nachdem das Ehepaar mit den Rädern versorgt war, ließ Wenzke sie über Rahim Savari wissen, dass sie auch noch Gutscheine für das Klamottenforum bekommen. Gemeinsam mit ihnen verschwand Christine Wenzke in den Baucontainer, so dass sie sich ein paar kostenlose Kleidungsstücke aussuchen konnten.

Zur Startseite Mehr aus Kreise Offenbach/Groß Gerau

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutz Über unsere WerbungRSS

© 2018 Frankfurter Neue Presse

Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen