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Gute Sache: Irini (11) trennt sich für krebskranke Kinder von ihren langen Zöpfen

Von Eine junge Tänzerin des TSC Ysenburg hatte die Idee, mit einer ganz besonderen Spende krebskranke Kindern zu unterstützen – der ganze Verein, die Stadt und viele Bürger packen mit an und machen die Aktion mit ebenso viel Herz wie Haaren zum Erfolg. Und eine über 80-Jährige öffnete nach einem halben Jahrhundert sogar ihre Schublade, um mit ihrem ganz persönlichen Schatz zu helfen.
Der Zopf ist ab, Irini erleichtert – und Friseurmeisterin Christine Olfert sichtlich zufrieden mit ihrem Werk. Der Zopf ist ab, Irini erleichtert – und Friseurmeisterin Christine Olfert sichtlich zufrieden mit ihrem Werk.
Neu-Isenburg. 

Es sind nur zwei Scherenschnitte aus der geübten Hand von Friseurmeisterin Christine Olfert – dann ist die elfjährige Irini Konstantinidou ihre süßen, hüftlangen Zöpfe los. Doch es ist am gestrigen Sonntagmittag auch ein in jeder Hinsicht bewegender Moment, der Menschen, vielleicht auch über den Tag hinaus, motiviert, dem Beispiel der jungen Tänzerin der „Dancing Sweethearts“ des TSC Ysenburg nachzueifern.

Info: Spenden willkommen

Durch zusätzliche Spendengelder möchte die junge Irini und ihr TSC Ysenburg den Verein „Hilfe für krebskranke Kinder Frankfurt e.V.“ unterstützen, der dort eine Sporttherapie für krebskranke

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Denn mit ihrer von vielen Freunden, Familie, Vereinsmitgliedern und großem Medieninteresse begleiteten Haarspende geht für Irini ein Traum in Erfüllung. Seit dem Sommer hatte sie ihre pechschwarzen Haare wachsen lassen, um sich von Vereinsmitglied und Friseurmeisterin Christine Olfert in deren Salon „Hairlich by Christine“ über 40 Zentimeter ihrer Haarpracht abschneiden zu lassen. Etwa 35 andere Mädchen und Frauen taten es ihr gestern nach, eine Spenderin kam sogar spontan aus Gießen vorbei.

Großer Auftritt: Mehrere Filmteams und Reporter verfolgen die Spendenaktion. Bild-Zoom
Großer Auftritt: Mehrere Filmteams und Reporter verfolgen die Spendenaktion.

Die Haare, erklärte Christine Olfert, werden gesammelt, geflochten und in einzelnen Tüten verpackt an eine Organisation in Österreich geschickt. „Dort werden die Zöpfe noch einmal gewaschen, gepflegt und schließlich zu maßgefertigten Echthaarperücken geknüpft, die für Kinder bestimmt sind, die durch eine Chemotherapie ihre Haare verloren haben“, erklärt die Expertin. Je nach Haardicke würden für eine Perücke zwischen zwei bis fünf Zöpfe benötigt. Viele packten mit an und opferten ihren Sonntag, um die Aktion zu unterstützen: Sponsoren stellten Essen und Getränke während der Aktion zur Verfügung, Stadtverordnetenvorsteherin Christine Wagner brachte einen Scheck von der Stadtverordnetenversammlung mit. Irinis Freundinnen und Vereinsmitglieder, eine Friseurin des Salons „Hairlich“, die elfjährige Erika Fortmeier, die einen Tag vor Schulbeginn mit ihrer Mama aus Mainz gekommen war, die 67-jährige Neu-Isenburgerin Barbara Semmler – sie alle ließen Haare für die gute Sache.

Fünf Minuten vorher: Irini zeigt sich noch einmal mit ihren schwarzen Zöpfen. Bild-Zoom
Fünf Minuten vorher: Irini zeigt sich noch einmal mit ihren schwarzen Zöpfen.

„Eine Freundin von mir ist an Krebs gestorben – ich wollte einfach helfen“, erklärte Semmler, warum sie dem Aufruf gefolgt war. Den Zopf hatte sie schon am 60. Geburtstag abgeschnitten, „weil ich die Kurzhaarfrisur einfach praktischer fand“.

Eine über 80-jährige Bürgerin der Hugenottenstadt hatte schon vor Tagen den Haarsalon besucht. „Sie brachte uns ihre 75 Zentimeter langen, wunderschönen Zöpfe vorbei, die sie sich vor 50 Jahren abgeschnitten hatte,“ erzählte Christine Olfert begeistert.

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