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Jules Verne mit Lokalkolorit

Kirsten Schork und Kerstin Lenz hatten an der Handlung von „In 80 Tagen um die Welt“ einige Veränderungen vorgenommen und Bezüge zur Doppelstadt hergestellt. Heraus kamen zwei gelungene Vorstellungen der Bühne MöWa.
Am Stammtisch seines Clubs im „Goldenen Apfel“ wettet Fogg (links) mit seinen Freunden, dass er in 80 Tagen um die Welt reist. 	Fotos: khn Bilder > Am Stammtisch seines Clubs im „Goldenen Apfel“ wettet Fogg (links) mit seinen Freunden, dass er in 80 Tagen um die Welt reist. Fotos: khn
Mörfelden-Walldorf. 

Das späte 19. Jahrhundert war geprägt von einer großen Begeisterung für die damaligen technischen Möglichkeiten. Der bekannteste Schriftsteller, der mit seinen Fiktionen seither ganze Generationen begeisterte, war Jules Verne. „In 80 Tagen um die Welt“ ist dabei eines seiner bekanntesten Werke. Was wäre aber, wenn die Helden der Geschichte in Mörfelden ihre Reise gestartet hätten oder aus Walldorf kämen?

Bei den diesjährigen Kult(o)urtagen passierte nämlich genau das. Phileas Fogg wettete mit seinen Stammtischkollegen vom „Goldenen Apfel“, dass er in 80 Tagen rund um die Welt reisen werde. „In 80 Tagen um die Welt – rund’erum!“ hieß das Stück, das die Bühne MöWa am Samstag und Sonntag jeweils um 14.30 Uhr zeigte.

 

Einmaliges Erlebnis

 

Kirsten Schork und Kerstin Lenz hatten an der Geschichte von Jules Verne dafür ein paar Kleinigkeiten geändert. Nicht nur, dass die Reise in Mörfelden startete. Foggs Diener, Jaques Passepartout, kam zu allem Überfluss auch noch aus Walldorf. Fast 50 Schauspieler sorgten dafür, dass die Reise nicht nur für Fogg und Passepartout zu einem einmaligen Erlebnis wurde, sondern auch das Publikum seinen Spaß hatte.

Kenntnisse der hessischen Mundart waren dabei nicht unbedingt Voraussetzung, halfen aber durchaus, die Feinheiten des Stückes herauszuhören. Denn auch bei der Namensgebung hatten Lenz und Kirsten ihre Kreativität walten lassen. Ob die Indianer vom Stamm der „Roten Socken“ oder der Richter „Ob da Beweis sis“ – wer genau hinhörte, hatte noch mehr Spaß.

 

Aktuelle Ereignisse

 

Auch ein paar mehr oder weniger Prominente der Doppelstadt bekamen ihr Fett weg. Aktuelle Ereignisse wie die NSA-Affäre waren ebenso Teil der Geschichte. Nicht geändert hatten die beiden Autorinnen das Ende der Handlung. Wobei irgendwie schon, denn das Ziel war ja wieder Mörfelden. Aber auch dieses Mal endete die aufregende Reise rund um die Welt gut.

Neben den fast 50 Schauspielern hatten sich noch rund 20 Menschen hinter den Kulissen darum gekümmert, dass alles funktionierte. Von der Regie über die Bühnendekoration bis hin zur Licht- und Tontechnik gab es viel zu tun.

Während der Veranstaltung sorgten kühle Getränke und Gegrilltes dafür, dass die Gäste sich wohl fühlten. So waren beide Vorstellungen gut besucht. Womit sich die Mühe der durchweg ehrenamtlichen Mitglieder der Bühne MöWa ein weiteres mal gelohnt hatte.

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