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Schüler machen Marketing: Junge Werber mit pfiffigen Ideen

Von Schüler hatten 35 Plakate eingesandt, die für den Standort Kreis Offenbach werben. Landrat Oliver Quilling war überrascht von der Bandbreite und Qualität der eingereichten Arbeiten.
Ramona Fischer hat mit ihrem kreativen Elefanten die Besucher des Kreishauses begeistert. Sie gewann bei dem Plakatwettbewerb den Publikumspreis. Ramona Fischer hat mit ihrem kreativen Elefanten die Besucher des Kreishauses begeistert. Sie gewann bei dem Plakatwettbewerb den Publikumspreis.
Kreis Offenbach. 

„Am Ziel – Am Markt – Jeden Tag. Schneller, stärker, smarter – Kreis Offenbach.“ Der Entwurf des Plakats für den Standort Kreis Offenbach von Simon Sachs ist markant. Mit dem modernen Aufriss der Lichtumrandung, dem scharfen Mittelpunkt der Industriefotografien und den unscharfen Rändern ist dem Schüler der Offenbacher August-Bebel-Schule ein Entwurf gelungen, der die Fachleute im Kreis begeistert hat.

Der Kreis Offenbach wollte ein neues Imageplakat für den Wirtschaftsstandort. Anstatt den Auftrag an eine renommierte Agentur zu vergeben, bekamen die Schüler des berufsbildenden Gymnasiums in Offenbach den Auftrag für den „Standort Plus“ mit dem Slogan „Schneller, stärker, smarter“ zu entwerfen. Eine gute Idee, wie Landrat Oliver Quilling bei der Preisverleihung des Plakatwettbewerbs gestern Vormittag betont: „Ich bin positiv überrascht von der Qualität und der Bandbreite der eingereichten Arbeiten“, sagte Quilling und lobte die Schüler: „Sie haben unseren Slogan perfekt bildlich in Szene gesetzt.“

Unternehmen locken

35 Arbeiten wurden eingesandt. Die Plakate waren einige Wochen im Foyer des Landratsamts in Dietzenbach ausgestellt. Dabei durften die Besucher einen Publikumspreis vergeben. Die eigentliche Jury stellten PR-Fachleute aus den Unternehmen im Kreis: Elena Pérez Ayuso – Vorsitzende des Expertenrates Kommunikation und Mitglied der Vollversammlung der IHK Offenbach, Sabina Mack – Öffentlichkeitsarbeit und PR delta pronatura, Manon May – Agentur für Grafikdesign, Rolf Winckler – Abteilungsleiter des Beruflichen Gymnasiums der August-Bebel-Schule Offenbach und Dr. Angela Beike – Leiterin des RegioMuseums.

„Uns geht es darum, den Kreis Offenbach im Standortmarketing zu positionieren. Dabei gilt es, die bestehenden Unternehmen hier im Kreis zu sichern, aber auch, neue Unternehmen zu werben. Dabei müssen wir uns sichtbar machen. Die Schüler zeigen eindrucksvoll, wie man ein solches Marketingkonzept umsetzen kann. Wir haben pfiffige Ideen und viel Kreativität gesehen.“

Starke Motivation

Für Schulleiter Raimund Kirschner war das Projekt mit dem Kreis ein Gewinn. Es sei für die Schüler schon etwas Besonderes, für den „echten Markt“ zu entwerfen. „Die Teilnahme an Wettbewerben ist die Krönung von Projektarbeit. Die Bewertung von Außenstehenden schafft eine besonders hohe Motivation“, sagte der Schulleiter. Projektleiter Rolf Winckler ergänzte, dass das Gymnasium immer versuche, „Schubladenarbeit“ zu vermeiden. Er lobte die Schüler, die sehr viel Energie in das Projekt investiert hätten – auch außerhalb des Unterrichts.

Für die kreativen, jungen Köpfe hat sich das Engagement ebenfalls gelohnt – zumindest für einige von ihnen. Die besten zehn Plakate wurden prämiert. Simon Sachs bekommt für das Siegerplakat 300 Euro, der Entwurf von Alexander Preis – ein wunderbares Wortspiel mit „Offenbach“ – landete auf Platz zwei, der Schüler bekommt 200 Euro. Der dritte Platz und 100 Euro wurden für eine Fotoarbeit an Lena Erhardt und Jonas Krautwurst vergeben. Jeweils einen Einkaufsgutschein für 50 Euro bekamen die Viert- bis Zehntplatzierten Kimberly Hestermann, Jona Harmening, Theo Deichmann, Annina Brandt, Lina Zschiedrich, Kai Asmussen und Luisa Schneider. Der Publikumspreis – ein Einkaufsgutschein über 50 Euro – ging an Ramona Fischer für einen lustigen und natürlich starken, smarten und schnellen Elefanten.

Für Elena Perez Ayuso ist das Siegerplakat mit kleinen Änderungen direkt nutzbar. „Im Hintergrund sind Ortsschilder zu sehen – die müssen natürlich mit dem Landkreis Offenbach ausgetauscht werden.“ Für die Schüler sind der Wettbewerb und auch die Preisverleihung eine große Sache: „Wir haben viel Arbeit investiert. Aber wir sind schon sehr stolz, dass sie jetzt prämiert wurde und hier der Öffentlichkeit zugänglich ist“, sagte Lena Erhardt.

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