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Kampf dem Fluglärm

An sechs Flughafenstandorten in Deutschland wird morgen, Samstag, demonstriert. Weitere Proteste sind geplant. Die Bürger sind aufgerufen, sich daran zu beteiligen. Dirk Treber Dirk Treber

Mörfelden-Walldorf. 

Dirk Treber, Vorsitzender der Interessengemeinschaft zur Bekämpfung des Fluglärms (IGF), Mörfelden-Walldorf, weist darauf hin, dass innerhalb der kommenden Woche mehrere Aktionen und Veranstaltungen zum Ausbau des Frankfurter Flughafens und zum Fluglärm geplant sind. In diesem Zusammenhang fordert er die Bevölkerung im Kreis Groß-Gerau und in Mörfelden-Walldorf auf, sich zahlreich daran zu beteiligen.

Am morgigen Samstag sind an den sechs großen Flughafenstandorten in Deutschland – Frankfurt, München, Düsseldorf, Köln/Bonn, Leipzig/Halle und Berlin – Demonstration und Aktionen unter der Losung "Fluglärm macht krank!". Parallel dazu wird auch am Flughafen Nantes in Frankreich demonstriert werden.

Bei der Demonstration am Frankfurter Flughafen wird Michael Wilk vom Arbeitskreis Umweltschutz Wiesbaden als Hauptredner an der Schwanzflosse vor der Lufthansa-Basis sprechen.

Die Solidaritätserklärung aus Berlin wird Wolfgang Brenneis von der Bürgerinitiative (BI) Berlin-Stahnsdorf überbringen. Die Rede für das Bündnis der Bürgerinitiativen (BBI) wird von Bernd Hausmann von der Stadtentwicklung Frankfurt vor dem Terminal 1 gehalten. Da wird Charles Gräber mit seiner Band "Power to the People" aus Bischofsheim spielen. Beginn ist 14 Uhr zwischen Flugsteig B und C. Von Mörfelden und Walldorf können Gruppen von fünf Personen mit einer Gruppen-Karte für zwei Euro hin und zurückfahren. Abfahrt des Busses 751/752 am Bahnhof Mörfelden ist um 13.16 Uhr ab Bushaltestelle und um 13.16 Uhr ab Bahnhof Walldorf, Bushaltestelle.

Demo wird geplant

Am Montag, 26. März, ist um 18 Uhr die 17. Montagsdemonstration im Terminal 1. Sie wird dieses Mal von den evangelischen Kirchengemeinden aus Mainz-Marienborn und anderen gestaltet. Abfahrtszeiten mit dem Bus ab Mörfelden um 17.16 Uhr und ab Walldorf zehn Minuten später.

Für Dienstag, 27. März hat Dirk Treber für die IGF alle BI-Gruppen und Umweltverbände aus dem Südosten, dem Süden und dem Südwesten der Startbahn 18 West zu einem Vorbereitungstreffen für die Montagsdemonstration am 16. April eingeladen.

Recht und Gesetz

Bei dieser Montagsdemonstration sollen die bisher im Zusammenhang mit dem Flughafenausbau Frankfurt nicht genannten Punkte dargestellt werden: Terminal 3, Airportcity Frankfurt, Flugplatz Egelsbach, neue und alte Fluglärmbetroffenheit im Landkreis Offenbach, Darmstadt und Groß-Gerau. Das Vorbereitungstreffen beginnt um 20 Uhr im Bürgerhaus Mörfelden, Westendstraße 60. Interssierte Bürger sind willkommen.

Am Mittwoch, 28. März, beginnt um 20 Uhr im Stadtverordnetensitzungssaal im Rathaus Walldorf eine gemeinsame Veranstaltung des Amtes für Umwelt, Nachhaltigkeit und Energie mit der IGF und der Bürgerinitiative Mörfelden-Walldorf gegen einen Flughafenausbau und für ein Nachtflugverbot.

Die Veranstaltung "Recht und Gesetz" bildet den Auftakt einer Veranstaltungsreihe unter dem Motto: "Wir und der Flughafen – Infos und Ideen". Bei der ersten Veranstaltung wird Rechtsanwalt Bernhard Schmitz, der die Stadt Mörfelden gegen den Flughafenausbau vertritt, die rechtliche Situation zur Klage am Bundesverwaltungsgericht in Leipzig darlegen.

Danach wird Dirk Treber über die geplante EU-Verordnung zur Betriebsbeschränkung bei Fluglärm berichten. Dieser im Dezember 2011 veröffentlichte Entwurf einer neuen Verordnung sieht vor, dass von der EU-Kommission in die regionalen und nationalen Festlegungen zum Fluglärmschutz eingegriffen kann: Sie kann sie für ein halbes Jahr aussetzen und nach einer Prüfung zu den Fluglärm-Schutzkriterien aufheben oder auch bestätigen. fnp

(fnp)
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