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Kommunalpolitik: Karsten Groß will Bürgermeister von Mörfelden-Walldorf werden

Der amtierende Bürgermeister Heinz-Peter Becker (SPD) hat für die kommende Bürgermeisterwahl im März 2019 einen ersten Gegenkandidaten. Karsten Groß soll für die CDU antreten.
Karsten Groß möchte der erste CDU-Bürgermeister in der Doppelstadt werden. Karsten Groß möchte der erste CDU-Bürgermeister in der Doppelstadt werden.
Mörfelden-Walldorf. 

Nachdem die SPD bereits im April 2017 Amtsinhaber Heinz-Peter Becker für eine mögliche dritte Amtszeit als Bürgermeister nominiert hatte, designierten der Mörfelden-Walldorfer Parteivorstand und die örtliche Fraktion der CDU nun Karsten Groß zum Bürgermeisterkandidaten der Union. Laut CDU erfolgten hierbei beide Voten jeweils einstimmig. Groß ist damit noch nicht offizieller Kandidat, das wird erst im September auf einer Mitgliederversammlung entschieden. Doch ist davon auszugehen, dass die CDU-Mitglieder wohl Fraktion und Parteivorstand folgen werden und Karsten Groß, der amtierender Fraktionschef und stellvertretender Stadtverbandsvorsitzender ist, nominieren werden.

Antreten und gewinnen

Groß gab seine Kandidatur bei einer Pressekonferenz bekannt, die vom CDU-Stadtverbandsvorsitzenden René Rink eröffnet wurde. Rink hob insbesondere die politische Erfahrung von Groß hervor, der seit langem der Stadtverordnetenversammlung von Mörfelden-Walldorf angehört. Groß betonte: „Die Bürger haben es verdient, eine Alternative zum amtierenden Bürgermeister wählen zu können.“ Gleichzeitig machte er deutlich, dass er auf Sieg setzt: „Ich kandidiere, um zu gewinnen.“

Das ist eine schwierige Aufgabe, da die Doppelstadt seit ihrer Gründung bislang ausschließlich Sozialdemokraten als Bürgermeister hatte. Doch Groß sagt mit Zuversicht: „Wir haben die Chance, zum ersten Mal einen Bürgermeister in Mörfelden-Walldorf aus den Reihen der CDU zu stellen.“ Amtsinhaber Becker sei politisch angeschlagen, nicht nur, aber aktuell im Besonderen wegen dem Thema zentraler Feuerwehrstandort. Diesbezüglich kritisierte Groß: „Der Bürgermeister hat mit dem geplanten zentralen Gerätehaus die falsche Entscheidung getroffen.“ Darüber hinaus habe er zu wenig und zu spät mit der Feuerwehr kommuniziert.

Nichtwähler aktivieren

Groß selbst wolle als Rathauschef die Bürger bei seinen Entscheidungen mitnehmen und viel kommunizieren. Laut eigener Aussage hat sich der 48-Jährige, der als Marketingmanager arbeitet und Vater eines Sohnes ist, seine Kandidatur reiflich überlegt: „Wir haben die Chance, weg von der Opposition zu kommen und endlich zu gestalten.“ Zudem weiß er nicht nur Fraktion und Parteivorstand der CDU Mörfelden-Walldorf hinter sich. Auch der CDU-Kreisvorsitzende und Bundestagsabgeordnete Stefan Sauer sowie die Landtagskandidatin Ines Claus stünden voll hinter seiner Kandidatur.

Groß ist der Ersatzkandidat von Claus für die Landtagswahl am 28. Oktober im Wahlkreis 48. Bei der Bürgermeisterwahl will er neben CDU-Wählern vor allem um jene der Freien Wähler, der Grünen und der FDP werben. Zudem will er bisherige Nichtwähler aktivieren. Der verheiratete Groß lebt in Walldorf, wo er auch verwurzelt ist. Er sieht es daher für den Wahlkampf als wichtige Aufgabe an, sich auch in Mörfelden bekannter zu machen.

Inhaltlich will Groß im Wahlkampf vor allem auf vier Schwerpunkte setzen: Wirtschaft und Finanzen, Kinderbetreuung, die Förderung des Ehrenamts und der Vereinsarbeit sowie eine Verwaltungsreform. Die finanzielle Lage der Doppelstadt habe sich zwar gebessert. Nach Ansicht von Groß liege das aber vor allem an der CDU-geführten Landesregierung, die mit dem Schutzschirm und der Hessenkasse Instrumente eingerichtet habe, die Mörfelden-Walldorf zugutekämen. „Beim Schutzschirm haben wir als örtliche CDU den entscheidenden Druck gemacht, dass Mörfelden-Walldorf beigetreten ist“, so Groß. Bei der Wirtschaftsförderung und der Ansiedlung von Gewerbe mache Mörfelden-Walldorf laut seiner Einschätzung seit langem zu wenig aus seinen Möglichkeiten. Das wolle er als Bürgermeister ändern. Zudem müsse endlich die Steuerbelastung für Bürger und Unternehmen spürbar gesenkt werden.

Die Vereine, die in der Vergangenheit unter Kürzungen gelitten hätten, müssten wieder besser gefördert werden. Zur Unterstützung des Ehrenamts gehört für Groß auch die Beibehaltung von zwei Feuerwehrgerätehäusern in der Stadt. Mit Blick auf die Kinderbetreuung lobte er die kürzlich eingeführte Beitragsfreiheit in den hessischen Kindergärten für sechs Stunden pro Tag.

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