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"Klare Schranken für den Flughafen Frankfurt"

Das Bündnis der Bürgerinitiativen stellte ihr Aktionsprogramm vor. Darin werden die Parteien aufgefordert, ihre Verpflichtung gegenüber ihren Wählern ernst zu nehmen und deren Interessen zu vertreten. Die Politik habe im Hinblick auf den Flughafen versagt.
Michael Wilk (von links) Dietrich Elsner und Berthold Fuld trugen die Forderungen der Bürgerinitiativen vor.	Foto: Postl Michael Wilk (von links) Dietrich Elsner und Berthold Fuld trugen die Forderungen der Bürgerinitiativen vor. Foto: Postl
Kelsterbach. 

Das Bündnis der Bürgerinitiativen (BI) gegen den Flughafenausbau und für ein Nachtflugverbot, das sind rund 70 im Rhein-Main-Gebiet, kündigten eine "härtere Gangart" an. Der Zeitpunkt ist nicht zufällig, sondern gezielt gewählt. Die BI wollen den bevorstehenden Landtagswahlkampf in Hessen nutzen, um so nicht nur mehr in die Öffentlichkeit zu gehen, sondern um politisch Druck zu machen.

Fragenkatalog verschickt

Im Fritz-Treutel-Haus stellten die Sprecher der BI, Berthold Fuld, Michael Wilk und Dietrich Elsner das geplante Aktionsprogramm vor. "Wir fordern die Parteien auf, ihre Verpflichtung gegenüber ihren Wählern ernst zu nehmen und deren Interessen zu vertreten", so die Forderung von Berthold Fuld. In den vergangenen Jahren habe die Politik auf dieser Ebene im Hinblick auf den Flughafen versagt, so der Bündnis-Sprecher.

Das Bündnis hatte allen Landtagsparteien einen Fragenkatalog zum Flughafen zukommen lassen und um Stellungnahme gebeten. "Die Parteien haben ausnahmslos geantwortet", hob Fuld das einzig Positive hervor, denn aus den Aussagen gehe deutlich hervor, "dass die hessische Politik die Menschen mit dieser raumunverträglichen und fehlgeplanten Nordwestlandebahn im Stich lässt". "Aber für Fehler kann man sich entschuldigen und vor allem, man kann sie nach der Einsicht wieder beheben", betonte Berthold Fuld.

Das Bündnis der Bürgerinitiativen kündigte deshalb an, den Wahlkampf im kommenden Jahr zu nutzen, um die Politik in die Pflicht zu nehmen. "Wir wollen Antwort auf die Fragen haben, wie es möglich war, dass diese menschenverachtenden Zustände in der Region eintreten konnten", so Fuld. Für Michael Wilk werden sich vor allem die gesundheitlichen Schäden erst langfristig auswirken, dann sei es aber für eine "Heilung" längst zu spät. "Wir haben die Abgeordneten mit ihrer Wahl einst legitimiert, doch wir können ihnen unser Vertrauen auch wieder entziehen", hob Berthold Fuld auf die nächsten Landtagswahlen ab.

Auf der nächsten Seite: Deckelung der Flüge

Die drei Vertreter der Bürgerinitiativen reklamieren weiterhin, dass die Parteien nicht geantwortet hätten, wann endlich aktive – und vor allem spürbare – Lärmminderungen umgesetzt würden. "Es braucht klare Schranken für den Flughafen Frankfurt, nur dann kann das gesamte Rhein-Main-Gebiet wieder zu einer lebenswerten Region werden", so Fuld. Die Bürgerinitiativen fordern ungehend eine Deckelung der Flugbewegungen auf 380 000 pro Jahr – und dann wäre keine Landebahn Nordwest mehr notwendig.

Für den anstehenden Landtagswahlkampf setzt auch Dietrich Elsner auf die Solidarität der Bürgerinitiativen in ganz Hessen. "Solidarität ist in Deutschland angekommen, wie man am Beispiel München und dem dortigen Bürgerentscheid gesehen hat", betonte Elsner. Die Bürgerinitiativen zeigten sich der Politik gegenüber immer noch gesprächsbereit, jedoch würden sie die Aussagen kritischer hinterfragen. "Nochmal wird es nicht gelingen, die Menschen so dreist hinters Licht zu führen", betonte Berthold Fuld.lp

Informationen im Internet gibt es unter www.flughafen-bi.de

(Leo Postl)
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