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Egenberger Parkplatz: Kunstwerk liegt wie eine zweite Haut auf dem Haus

Von Eine Illusion auf verschiedenen Ebenen: Das neue Kunstwerk am Egenberger Parkplatz verschönert die Umgebung.
Ilse Dreher, Gloria Brand und Waltraud Munz (v. l.) haben an einer Hausfassade am Eggernberger Parkplatz ein Kunstprojekt realisiert. Ilse Dreher, Gloria Brand und Waltraud Munz (v. l.) haben an einer Hausfassade am Eggernberger Parkplatz ein Kunstprojekt realisiert.
Dreieich. 

Der Eggenberger Parkplatz in Sprendlingens Stadtmitte strahlt nicht unbedingt vor Charme. Die Parkfläche an der Hauptstraße hat aber mit dem Schlemmershoppen und dem Samstagmarkt an Bedeutung gewonnen. Jetzt ziert ein Kunstwerk drei Dreieicher Künstlerinnen eine Fassadenseite: Anlässlich des 25. Geburtstag der Dreieicher Kunsttage hat Ilse Dreher eine besondere Idee verwirklicht. Unter dem Titel „Alles ist real und nichts ist realistisch. . ." brachte die Mitinitiatorin der Musiktage ein Wandbild von 30 Quadratmetern auf einer Hauswand mit Fassadenfolie auf.

Das Kunstwerk zeigt einen bunten Würfel, der ursprünglich von der Dreieicher Künstlerin Gloria Brand stammt und nimmt auch eine gespiegelte Pfütze auf, die Künstlerkollegin Waltraud Munz-Heiliger geschaffen hat. „Von mir stammt die Idee und die Umsetzung, und ich habe den blauen Himmel und die Leiter, die an dem Würfel vorbei in den Himmel führt, entworfen“, erläuterte Ilse Dreher. Die Leiter steigt aus dem Wasser empor, und die Realitätsebene ist wegen der unterschiedlichen Größenverhältnisse verschoben – eine Illusion auf mehreren Ebenen.

Um die Fassadenfolie an die Hauswand zu bringen, hatte die Kunstinitiative Montag einen Hubwagen gemietet. Die Folien wurden in mehreren Einzelteilen mit 600 Grad heißer Luft Stück für Stück an die Wand aufgeföhnt und dann angedrückt. „Das Bild liegt wie eine zweite Haut auf dem Haus“, erläuterte Dreher. Die Künstlerin und ihre beiden Kolleginnen arbeiten schon viele Jahre gemeinsam bei den Kunsttagen mit, aber noch keine von ihnen hat eines ihrer Werke dauerhaft in der Stadt ausgestellt. „Deswegen passt das zu unserem Jubiläum auch ganz gut, und wir treten gemeinsam im öffentlichen Raum auf“, sagte Ilse Dreher lächelnd.

Für immer wird „Alles ist real und nichts ist realistisch. . ." nicht an der Hausfassade bleiben. „Die Folie hat eine gewährleistete Lebensdauer von drei Jahren“, so die Künstlerin. Am Donnerstag, 14. Mai, 11 Uhr, wird die „Kunst am Bau“ offiziell gezeigt. Am gleichen Tag startet auch der „Französische Markt“ auf dem Egernberger Parkplatz, der bis Samstag mit kulinarischen Köstlichkeiten lockt.

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