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Interimsweise oder Dauerlösung?: Mini-Kreisel fürs scharfe Eck

Von Mini-Kreisel statt T-Kreuzung an der Philippseicher Straße/Ecke Langener Straße. Die Idee eines Verkehrsexperten könnte Schule machen und sogar zur Dauerlösung werden.
Minikreisel Spitzes Eck Minikreisel Spitzes Eck
Dreieich. 

Das riesige, gelbe Schild im Vorgarten des Wohnhauses in der Philippseicher Straße mit der Aufschrift „NICHT HUPEN“ hat durchaus seine Berechtigung. Hinter den Anwohnern des „scharfen Ecks“, wie die Kreuzung Philippseicher Straße/Ecke Langener Straße bei den Götzenhainern heißt, liegt eine harte Zeit. Mit dem Beginn der Bauarbeiten im Hayner Weg hat sich die Vorfahrtsregelung an der markanten und vielbefahrenen T-Kreuzung verändert. Hatten zuvor immer die Autofahrer auf der Philippseicher Straße Vorfahrt, hieß es für sie seit etlichen Monaten: Warten. Es kam zu Missverständnissen, Hupkonzerten und zu einigen Blechschäden. Ab Montag soll das nun Geschichte sein.

Klare Regeln

Straßenarbeiter richten in diesen Tagen im Auftrag der Stadt gerade einen Mini-Kreisel ein. Damit ist die Vorfahr ganz klar und unmissverständlich geregelt: Wer im Kreisel drin ist, hat Vorfahrt, wer rein fahren will, muss warten. „Der erwartete Gewöhnungseffekt hat sich nach der Änderung der Vorfahrtsregelung leider nie richtig eingestellt“, sagte Erster Stadtrat Martin Burlon gestern auf Anfrage dieser Zeitung.

Die Stadt hatte mehrfach mit Schildern und Markierungen auf der Fahrbahn nachgebessert. Sogar ein Papppolizist warnte vor der Veränderung. Alle Bemühungen blieben ohne den gewünschten Erfolg. Besonders die Anwohner hatten unter dem Hupkonzert zu leiden, dass ungeduldige Autofahrer immer wieder anzettelten. Die Stadt hatte dann mit dem Verkehrsexperten der Hochschule Darmstadt Kontakt aufgenommen. Professor Jürgen Follman nahm das „scharfe Eck“ mit seinen Studenten unter die Lupe. Das Ergebnis: Jürgen Follmann und sein Team raten, die mit täglich 12 000 Autos belastete Straße, mit einer provisorischen Kreisellösung umzubauen.

„Da wir wegen der Bauarbeiten am Hayner Weg, die ja auch noch andauern, nicht zu der ursprünglichen Vorfahrtsregelung zurückkehren wollten, hielten wir die Idee für gut“, berichtet Martin Burlon. Für 40 000 Euro wird jetzt der Mini-Kreisel installiert. Die Verkehrsinsel auf der Langener Straße, muss dafür ein Stück zurück gebaut werden. Um einen ausreichenden Radius zu erreichen, den auch Traktoren und Lkw bewältigen können, wurde auf einen sogenannten Lego-Kreisel verzichtet. Über den recht flachen Gummi-Kreisel können die schweren Fahrzeuge künftig auch zum Teil drüber fahren, wenn der Platz zu knapp wird.

Autos fahren langsamer

„Der Kreisel ist auch eine gute Möglichkeit, um die Geschwindigkeit aus der Straße zu nehmen, ohne den Verkehrsfluss zu hindern. Gerade aus Richtung Philipseich kommend, sind einige Autos ja mit reichlich Schwung unterwegs. Alle müssen jetzt abbremsen, um sich eine Übersicht zu verschaffen“, hofft Stadtrat Martin Burlon auf umsichtig agierende Verkehrsteilnehmer. Der Erste Stadtrat schließt auch nicht aus, dass der Kreisel an der Ecke Philipseicher Straße/Langener Straße zu einer Dauerlösung werden könnte. „Wenn sich die Verkehrsführung als sinnvoll erweist, kann der Kreisel auch bleiben.“

Dann kann in Götzenhain zusätzlich über einen „schönen Kreiselausbau“ für Götzenhain diskutiert werden. Schon bald, im Laufe des Montags könnte der neue Mini-Kreisel für den Verkehr freigegeben werden. So lange ist aufgrund der Bauarbeiten noch mit Behinderungen an der Kreuzung zu rechnen.

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