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Gesunde Ernährung: Nachhaltigkeitsprojekt „Kinder für die Zukunft“ soll sich in allen städtischen Kitas etablieren

Von Ein kitaeigener Gemüsegarten, korrekte Mülltrennung oder ein verantwortungsvoller Umgang mit Ressourcen: Das sind nur einige Aspekte des Projekts „Kinder für die Zukunft – Nachhaltigkeit in Dreieich“, das in allen städtischen Kitas umgesetzt werden soll.
Die Kinder der Kita Gravenbruchstraße gehen in Sachen Nachhaltigkeit mit gutem Beispiel voran: In einem Hochbeet pflanzen sie heimisches Gemüse an und verwerten es auch. Die Kinder der Kita Gravenbruchstraße gehen in Sachen Nachhaltigkeit mit gutem Beispiel voran: In einem Hochbeet pflanzen sie heimisches Gemüse an und verwerten es auch.
Dreieich. 

Sophia, Lilith und Arthur haben „Mopsi“ im Arm und blicken stolz auf den sprießenden Mangold, das Basilikum und die Kohlrabi-Pflanzen in dem Hochbeet der Kita Gravenbruchstraße. Das pelzige Plüschtier der Kinder ist das Maskottchen einer besonderen Aktion, die in diesen Tagen in elf Dreieicher Kitas startet. Unter dem Motto „Kinder für die Zukunft – Nachhaltigkeit in Dreieich“ steht Mopsi als Mops-Fledermaus, eine in Hessen sehr bedrohte Art, künftig als Zeichen für mehr Umweltbewusstsein und nachhaltiges Handeln in den städtischen Einrichtungen. Das in Pastellfarben angestrichene und mit den Kindern gemeinsam mit viel heimischem Gemüse bepflanzte Beet soll nur der Auftakt für viele Projekte sein, die jetzt für mehr Umweltbewusstsein bei den Kleinsten angestoßen werden.

Erwachsene animieren

„Getreu dem Sprichwort: ,Was Hänschen nicht lern, lernt Hans nimmermehr’ wollen wir dabei helfen, dass nachhaltiges, ressourcenschonendes und somit umweltgerechtes Verhalten schon bei den Jüngsten zu einer Selbstverständlichkeit wird“, erklärte Bürgermeister Dieter Zimmer, der zum Projektstart die Kinder in der Gravenbruchstraße besuchte. Die Initiatoren sind sich einig, dass die Kleinen sehr schnell einen verantwortungsbewussten Umgang mit Ressourcen lernen und auch Erwachsene dazu animieren können, mitzumachen.

Randi Broich, Leiterin der Kita Zeisigweg in Dreieichenhain, hatte das Projekt zusammen mit Klimaschutzmanagerin Anika Jung angestoßen. Gemeinsam mit Angela Schiffmann (Leitung Kita Schulstraße), Jaqueline Bley (Leitung Kita am Wilhelmshof) und der Fachberatung der Kindertagesstätten, Barbara Mauerer bildeten sie eine Vorbereitungsgruppe.

Im Zeisigweg sind Klimaschutz und Nachhaltigkeit schon lange Alltag im Kindergartenleben, die Einrichtung hat sogar bundesweit mit ihrem Engagement für Aufsehen gesorgt. „Wir erleben die Geschichten hautnah, dass uns ein Vater erzählt, dass seine Töchter nicht nach Egelsbach in den Supermarkt fahren wollten. Sie haben ihm gesagt, dass es viel umweltschonender ist, mit dem Fahrrad in Dreieichenhain einzukaufen“, nennt Broich ein Beispiel aus der nachhaltigen Erziehung in ihrem Kindergarten.

Feuer und Flamme

Jetzt wollen die anderen Kitas nachziehen: „Die Resonanz und die Teilnahme an den internen Schulungen der Erzieher war immens. Unsere Mitarbeiterinnen mussten nicht überzeugt werden, sie haben großes Interesse an dem Thema und waren Feuer und Flamme für das Projekt“, sagt Annemarie Stein, Ressortleiterin Kinderbetreuung. Das beweise die hohe Quote der Beteiligung: 11 von 18 Kitas sind bei „Kinder für die Zukunft – Nachhaltigkeit für Dreieich“ mit im Boot. Es wären noch mehr Einrichtungen gewesen, wenn das nicht die Kapazität gesprengt hätte – es ist also absehbar, dass sich schon bald alle Dreieicher Kitas mit dem Konzept befassen.

Der kitaeigene Garten mit Gemüse, bei dem die Kinder beim Pflanzen, Ernten und Verarbeiten der biologisch angebauten Lebensmittel helfen, sei nur ein erster Schritt. Energie sparen und Mülltrennung, Mobilität und Verbrauchsmaterialien sind die weiteren Themen. Ein gesundes und gemeinsames Frühstück, zuckerfrei und mit viel frischem Obst und Gemüse, sei in den meisten Einrichtungen auch schon längst an der Tagesordnung.

In einem ersten Schritt ist eine große Checkliste entstanden, mit der die Kindergärten selbst prüfen können, wie weit sie in Sachen Umweltschutz schon sind. 20 Fachkräfte werden seit März fortlaufend qualifiziert. Es gibt regelmäßige Netzwerktreffen und Workshops, um sich gegenseitig auszutauschen und zu informieren. Bis Juni 2019 haben die Einrichtungen nun Zeit, unterschiedliche Projekte zum Klimaschutz und zur Nachhaltigkeit umzusetzen. Im September 2019 werden dann die Kitas, die 80 Prozent der geforderten Kriterien erfüllen, mit dem begehrten Gütesiegel zertifiziert.

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