E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Frankfurt am Main 15°C

Markt: Opelstraße: Aldi will Standort verlagern

In der nächsten Stadtverordnetenversammlung am Dienstag, 30. Oktober, steht ein wichtiger Bebauungsplan auf der Tagesordnung. So plant der Aldi für seinen Markt in der Opelstraße im Süden Mörfeldens eine Verlagerung in die Langener Straße in den Nordosten des Stadtteils.
Der Aldi in der Opelstraße im Süden Mörfeldens soll in den Nordosten des Stadtteils in die Langener Straße umziehen. Der Aldi in der Opelstraße im Süden Mörfeldens soll in den Nordosten des Stadtteils in die Langener Straße umziehen.
Mörfelden-Walldorf. 

Bezahlbarer Wohnraum, Kinderbetreuung und ein Nahversorger mit Lebensmitteln und täglichen Gebrauchsgegenständen: Diese Themen werden alle in der kommenden Stadtverordnetenversammlung am Dienstag, 30. Oktober, geballt innerhalb einer Vorlage behandelt. Die Drucksache trägt den Betreff: „Vorhabenbezogener Bebauungsplan Nr. 52 – Langener Straße – Vorhaben- und Erschließungsplan (VEP) – Wohnen und Handel – Einleitungsbeschluss“.

Hierbei handelt es sich um ein für Mörfelden sehr wichtiges Projekt. Es geht nämlich um die geplante Verlagerung des Aldi-Marktes von der Opelstraße im Gewerbegebiet Mörfelden-Süd an die Langener Straße in den Nordosten des Stadtteils. In der Vorlage heißt es dazu: „Durch die Aufstellung des vorhabenbezogenen Bebauungsplanes ,Nr. 52 – Langener Straße – Vorhaben- und Erschließungsplan (VEP) – Wohnen und Handel’ sollen die planungsrechtlichen Voraussetzungen für das Vorhaben, nämlich die Neuerrichtung eines Wohn- und Geschäftshauses mit einem Nahversorgungsmarkt auf dem Grundstück Langener Straße 100 geschaffen werden.“

Stadt begrüßt Vorhaben

Die exakte Nutzung des bisherigen Standorts des Discounters in der Opelstraße nach dem Aldi-Umzug steht noch nicht fest. In der Magistratsvorlage heißt es dazu: „Der bisherige Lebensmittel-Standort an der Opelstraße wird geschlossen und einer anderen gewerblichen Nutzung zugeführt.“ Am neuen Standort steht dem Unternehmen eine größere Fläche an einer zentral gelegenen Straße zur Verfügung. Zudem könne dort eine Ausbildungswerkstatt entstehen.

Laut Bürgermeister Heinz-Peter Becker (SPD) ist derzeit eine erfreuliche Tendenz zu beobachten: Während Lebensmittelmärkte in den vergangenen Jahren immer stärker die Innenstädte und Ortskerne verlassen hätten und in die Gewerbegebiete gezogen seien, könne inzwischen mindestens teilweise eine gegenläufige Entwicklung beobachtet werden. Das sei für die Nahversorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln oder täglichen Gebrauchsgegenständen zu befürworten. Daher bekundete der Bürgermeister seine Unterstützung für das Projekt: „Wir begrüßen als Stadt dieses Vorhaben. Denn die Nahversorgung im Wohngebiet in der Nähe des Wasserturms könnte damit deutlich verbessert werden“, führt der Rathauschef aus.

Multifunktionale Nutzung

Die Thematik ist jedoch noch deutlich komplexer, denn es geht nicht nur um die Verlagerung eines Lebensmitteldiscounters. So benötigt Mörfelden-Walldorf als Stadt im Ballungsraum Rhein-Main dringend mehr bezahlbaren Wohnraum. Im Stadtteil Mörfelden werden zudem unbedingt weitere Betreuungsplätze für Kinder benötigt. Darum heißt es auch in der Vorlage: „Weiterhin sind dringend benötigter Wohnraum und optional eine Kindertagesstätte vorgesehen.“

Das neu zu errichtende Gebäude in der Langener Straße 100 könnte somit multifunktional genutzt werden. Denkbar wäre ein Lebensmitteldiscounter im Erdgeschoss, eine Kindertagesstätte im ersten sowie Wohnungen im zweiten und dritten Obergeschoss. Aus Sicht der Stadt könnten gleich mehrere drängende Probleme mit einem Gebäude angegangen werden: Verbesserte Nahversorgung, neue Kita-Plätze und die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum.

Doch ist laut Vorlage noch unklar, ob diese ambitionierten Pläne tatsächlich verwirklicht werden können: „Der Entwurf des Landesentwicklungsplans, der voraussichtlich im Oktober 2018 rechtskräftig wird, beinhaltet das neue Ziel Nummer 5.3.4-7, bei der Festsetzung von neuen Baugebieten, die dem Wohnen dienen oder vergleichbarer Sensibilität (zum Beispiel Kindertagesstätten), einen Abstand von 400 Metern zu einer Höchstspannungstrasse einzuhalten. In dem Abstand liegt das Vorhaben und große Teile des nordöstlichen Stadtteils Mörfeldens.“ Das Vorhaben von Aldi für die Verlagerung des Lebensmitteldiscounters von der Opelstraße in die Langener Straße ist hiervon zwar nicht beeinträchtigt, aber die Kita-Pläne und die anvisierte Schaffung von Wohnraum.

Zur Startseite Mehr aus Kreise Offenbach/Groß Gerau

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutz Über unsere WerbungRSS

© 2018 Frankfurter Neue Presse

Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen