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Martina Schefzyk: Pfarrerin spricht sich für artgerechte Tierhaltung aus

Die Predigt von Pfarrerin Martina Schefzyk drehte sich um Menschen und ihre Tiere. Die waren beim Tiergottesdienst sehr willkommen.
Pfarrerin Martina Schefzyk (6. von links) mit Hündin Monchi hatte am Sonntag zum ersten Götzenhainer Tiergottesdienst ins Kulturzelt am Maislabyrinth eingeladen. 	Foto: Jost Pfarrerin Martina Schefzyk (6. von links) mit Hündin Monchi hatte am Sonntag zum ersten Götzenhainer Tiergottesdienst ins Kulturzelt am Maislabyrinth eingeladen. Foto: Jost
Dreieich. 

Otto hat mit einem wohligen Seufzen Platz genommen, auch Monchi legte sich im Zelt im Maislabyrinth brav unter Herrchens Stuhl. Die kleine, schwarze Rani schnüffelte noch ein wenig aufgeregt – nahm dann aber auch zufrieden Platz. Sechs vierbeinige Gottesdienstbesucher waren gemeinsam mit Herrchen oder Frauchen zum ersten Götzenhainer Tiergottesdienst gekommen. Pfarrerin Martina Schefzyk hatte die Tierbesitzer eingeladen, mit ihren vierbeinigen Freunden zu kommen.

„Die Idee zu diesem Gottesdienst ist in diesem Jahr beim Dorfbrunnenfest entstanden“, verriet die Götzenhainer Pfarrerin. Am Sonntagmorgen, vor dem Zeltgottesdienst, seien alle noch beschäftigt über den Festplatz gewuselt, und ihr Hund sei entspannt einfach mit gelaufen. Kurz bevor dann der Gottesdienst beginnen sollte, hat Martina Schefzyk nach ihrer Hündin Monchi gerufen. Doch die weigerte sich und war schon unter die Bühne verschwunden. „Auch ein Tier ist Gottes Geschöpf. Warum sollten sie nicht beim gemeinsamen Gebet dabei bleiben – und so ist der erste Plan für einen solchen Tiergottesdienst entstanden“, berichtet die Pfarrerin ihrer Gemeinde.

Die Predigt drehte sich rund um die Beziehung Mensch und Tier. Die Menschen hielte seit vielen Jahrhunderten Tiere. Erst als Arbeitskraft und zur Fleischgewinnung und in den vergangenen Jahrzehnten immer mehr aus Freude an den Vierbeinern. „Tiere sind die besten Seelsorger. Egal, wann ich nach Hause komme, meine Monchi kommt mir immer entgegen und begrüßt mich. Tiere merken, wenn wir traurig sind, und gerade Hunde wollen auch immer mit dabei sein.“, berichtete Schefzyk.

Viele Tiere seien inzwischen auch im Einsatz in der Therapie, und Tiere verfügten auch über große soziale Kompetenz, wie beispielsweise die Kaiserpinguine, die in ihrer kalten Heimat große Kreise bilden, wo die Jungtiere in der Mitte stehen, während sich die Männchen langsam drehen, damit immer wieder ein anderer im kalten Wind steht.

„Ich halte es für ein Verbrechen an der Natur, den Walen die Flossen abzuschneiden, wegen der medizinischen Wirkung, oder Elefanten, wegen ihrer Stoßzähne zu töten. Es geht niemals darum, einem Hund ein Diamantenhalsband anzulegen, sondern es geht um ein artgerechtes Leben. Und es lohnt sich, denn die Tiere geben uns unseren Einsatz hundertfach zurück“, appellierte Martina Schefzyk an die Verantwortung der Tierhalter und für den Schutz der Arten. Zum Abschluss tobten die Hunde dann noch glücklich gemeinsam über die Wiese.

(njo)
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