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„Dinner for One&ldquo: Prost, Miss Sophie!

Von Die Mitglieder der Arbeiterwohlfahrt starteten mir viel Gelächter ins neue Jahr. Das hatten sie der Bühne „MöWa“ zu verdanken, die das Theaterstück „Dinner for One“ zum Besten gab.
Anstatt Portwein trinkt der völlig betrunkene Butler James (Alexander Daus) das Wasser aus der Blumenvase und kommentiert es mit „I’ll kill that cat!“, während ihm Miss Sophie (Doris Schneider-Coutandin) mit ungläubiger Miene zuprostet. Anstatt Portwein trinkt der völlig betrunkene Butler James (Alexander Daus) das Wasser aus der Blumenvase und kommentiert es mit „I’ll kill that cat!“, während ihm Miss Sophie (Doris Schneider-Coutandin) mit ungläubiger Miene zuprostet.
Mörfelden-Walldorf. 

Für seinen diesjährigen Neujahrsempfang hatte sich der Seniorenclub der Arbeiterwohlfahrt (Awo) etwas Besonderes einfallen lassen. Zwei Vertreter der lokalen Theatergruppe „Bühne MöWa“ schlüpften in die Rollen von Miss Sophie und ihrem Butler James aus dem berühmten Sketch von 1963, „Dinner for One“.

Der als Kunstschaffende bekannte Otto Schaffner ergänzte das Duo als Conférencier, der den rund 40 Gästen, unter ihnen auch Bürgermeister Heinz-Peter Becker (SPD), die Handlung erläuterte: Miss Sophie will ihren 90. Geburtstag mit vier Freunden feiern, die allerdings schon gestorben sind, so dass ihr treuer Butler deren Part übernimmt – insbesondere dann, wenn mit Alkohol im Becher auf das Wohl angestoßen wird.

Doris Schneider-Coutandin, Mitbegründerin der „Bühne MöWa“, verkörperte die alte Dame, deren Rolle es ist, am Tisch zu sitzen, während ihr Diener James die Speisen und Getränke serviert. Ihr Satz „The same Procedure as every Year, James!“ ist in die Fernsehgeschichte eingegangen.

Ein ungleiches Paar

„Bereits 2010 hatte es eine Anfrage zur Aufführung des Stücks im Jagdschloss Mönchbruch gegeben, noch vor Gründung der Bühne MöWa“, erzählt Schneider-Coutandin. Seitdem spielen sie und Alexander Daus das ungleiche Paar. „Dafür müssen wir kaum noch proben“, sagt sie und fügt hinzu, dass sie gerne der Einladung des Neujahrsempfang-Gastgebers Georg Germann gefolgt sei, „Dinner for One“ im Altenhilfezentrum aufzuführen.

„Für mich ist mit der Rolle des Butlers James ein Kindheitstraum in Erfüllung gegangen“, sagt Alexander Daus, der den englischen Komiker Freddie Frinton aus der Originalfassung des Sketches detailgetreu imitierte. Die derart gut unterhaltenen Besucher dankten es mit Szenenapplaus. Jedes wiederholte Stolpern über den Schädel eines unechten Tigerfells samt Tigerkopf brachte das Publikum immer wieder zum Lachen. Dass die Aufführung in englischer Sprache war, hatte ihren besonderen Reiz und kam offensichtlich gut an. Die servierten Hähnchenteile und das Obst waren echt, und einiges davon flog auch mal in hohem Bogen über die Bühne.

2016 war ein schönes Jahr

„Ich finde es sehr schön, dass hier heute ein Theaterstück aufgeführt wird und dass trotz des schlechten Wetters mit Schneefall viele gekommen sind“, sagte Gertraud Müller, die sieben Jahre für die Awo ehrenamtlich tätig war. Leiter des Awo-Senioren-Clubs, Georg Germann, hatte zuvor die „Geburtstagskinder“, wie er sagte, auf besondere Art gewürdigt. Bei Gisela Feutner, Christa und Fred Scheiber sowie Monika Hartel bedankte er sich zudem für deren tatkräftige Unterstützung. Ein Geburtstagsständchen von den Anwesenden gab es obendrein.

Germann resümierte das abgelaufene Jahr, sprach von einem arbeitsreichen, aber insgesamt schönen 2016, in dem Ausflüge wie der zur Saalburg oder ins Heimatmuseum von Leeheim/Riedstadt zu den Höhepunkten gezählt hätten. Bürgermeister Becker, der betonte, eigentlich nur als Gast gekommen zu sein, fand schließlich ebenfalls einige Worte für eine Ansprache: „In den vergangenen eineinhalb Jahren hat sich einiges hier im Altenhilfezentrum Mörfelden verändert.“ Der neue Betreiber und die Stadt hätten viel Geld investiert. Nach 25 Jahren seien Sanierungsarbeiten notwendig geworden, nachdem es in den vergangenen Jahren etwas schleifen gelassen worden sei, sagte Becker. „Wir wollen, dass das Haus offen bleibt und viele Begegnungen weiterhin möglich sind.“

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