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Puszta-Klänge zum neuen Jahr

Die "Juliska aus Budapest" und die "Zigeuner-Liebe" brachten Schwung ins Fritz-Treutel-Haus. Das Neujahrskonzert war ein voller Erfolg.
Zum grandiosen Finale des Neujahrskonzerts sangen Tenor Ernst Lintner (links), die Sopranistin Lilla Galambos und Moderator Rainer Zagovec als Trio eine Arie. Fotos: Leo Postl Zum grandiosen Finale des Neujahrskonzerts sangen Tenor Ernst Lintner (links), die Sopranistin Lilla Galambos und Moderator Rainer Zagovec als Trio eine Arie. Fotos: Leo Postl
Kelsterbach. 

Was ist, wenn das begeisterte Publikum mit schier unendlichem Beifall eine Zugabe fordert? Und dann noch eine und schließlich noch eine dritte? Und wenn das Publikum danach immer noch wie wild applaudiert? Dann bleibt dem Dirigent nur die Möglichkeit, auf die Bühne zu kommen und zu erklären, dass es dem Orchester in Kelsterbach ganz toll gefallen habe und sich schon auf das Gastspiel im nächsten Jahr freue, aber "für heute Abend ist Schluss". Damit fand am Samstagabend ein mitreißendes Neujahrskonzert mit dem Johann-Strauß-Orchester Frankfurt sein Ende.

Das Johann-Strauß-Orchester Frankfurt, das bereits mit seinem Dirigenten Günter Gräf viele Jahre in der Perle am Untermain große Erfolge feierte, setzte dies nun mit dem neuen Dirigenten Stefan Ottersbach fort. Mit dabei der humorvolle Plauderer Rainer Zagovec, der mit allerlei kurzweiligen Informationen rund um die Musik aufwartete.

Das Neujahrskonzert stand unter dem Motto "Puszta-Zauber", und dem wurde das Orchester mehr als gerecht. Mit der Ouvertüre zu "Gräfin Mariza" ging es gleich recht schwungvoll los. Dann gesellte sich noch Ernst Lintner dazu und sang sich mit "Grüß mir mein Wien" in fast alle Herzen der Gäste. Der Tenor aus Wien wurde eigens für dieses Konzert verpflichtet.

Ein flotter Geist

Als Solistin wirkte außerdem die Ungarin Lilla Galambos mit, die sich nicht nur optisch, sondern mit der "Juliska aus Budapest" auch stimmlich als Leckerbissen erwies. Beim Walzer "Zigeuner-Liebe" wiegten sich bereits erste begeisterte Konzertgäste in den Stuhlreihen. Mit dem Duett aus Wiener Blut "Das eine kann ich nicht verzeihen" ging es in die Pause.

Hier wurden bereits erste Kritiken abgegeben. "Ich finde, das ist ein tolles Konzert", war Werner Georg recht begeistert. "Mir gefallen die Italienischen Opern und Operetten einfach besser, außerdem finde ich den Tenor noch nicht sonderlich gut – aber vielleicht steigert er sich ja noch", hoffte Hertha Schäfer auf den zweiten Teil.

Diesen eröffnete das Johann-Strauß-Orchester mit der Ouvertüre zur Operette "Der Zigeunerbaron". "Als flotter Geist" des Barinkay aus dem "Zigeunerbaron" sang dann Ernst Lintner, danach ließ sich der Tenor von Finken, Störchen und anderen Vögeln mit Lilla Galambos in einer Waldlichtung zum Traualtar führen. Mit "Wer uns getraut" begeisterten beide Gesangssolisten das Publikum im Saal. Nach dem flotten Dorfkinderwalzer aus "Der Zigeunerprimas" zeigte Lilla Galambos die ganze Bandbreite ihres Könnens. Als Sylvia aus "Die Csardasfürstin" bestach sie nicht nur als temperamentvolles Pusztamädchen im flotten Kostüm, sondern begeisterte auch mit ihrem Gesang und der schauspielerischen Umsetzung dieser Rolle. Tosender Applaus war ihr Lohn. Den verdienten Beifall gab es dann auch für Ernst Lintner als er "Freunde, das Leben ist lebenswert" in den Saal schmetterte.

Tänzchen auf der Bühne

Mit dem "Ungarischen Tanz Nr. 5" sollte das Programm eigentlich enden – wenn da nicht die Zugabeforderungen des Publikums gewesen wären. Ein ums andere Mal erfüllten Orchester und Solisten die Wünsche der begeisterten Kelsterbacher, sogar Rainer Zagovec bewährte sich erneut als Solist im Trio mit Lilla Galambos und Ernst Lintner.

Als der Vorhang endgültig gefallen war, nahm Organisator Heinz Eckert seine Frau Andrea in den Arm und legte spontan ein Tänzchen auf der Bühne hin – aus Freude über ein gelungenes Neujahrskonzert.

Erster Stadtrat Kurt Linnert (SPD), in Kelsterbach auch für das Kulturressort verantwortlich, hatte zu Beginn die Gäste im ausverkauften Fritz-Treutel-Haus begrüßt einen Abend versprochen, der auch nach dem Jubiläumsjahr zum Jubeln Anlass geben werde.lp

(Leo Postl)
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