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SPD-Kandidaten für Islamunterricht

Von Die Langener Genossen hatten Gelegenheit, die beiden Männer kennenzulernen, die 2013 für den Landtag kandidieren möchten. Rainer Bicknase sagte, dass jeder das Recht habe, seine Religion zu leben. Auch Corrado di Benedetto sieht ein verbrieftes Recht auf Religionsfreiheit.
Potentielle SPD-Landtagskandidaten: Corrado di Benedetto (links) und Rainer Bicknase.	Foto: Jost Potentielle SPD-Landtagskandidaten: Corrado di Benedetto (links) und Rainer Bicknase. Foto: Jost
Langen. 

Der SPD-Ortsverein hatte seine Mitglieder in die Tagungsräume der Neuen Stadthalle zur Versammlung eingeladen. Der Vorstand wollte der Basis die Gelegenheit geben, die beiden potentiellen Kandidaten für den Bezirk 44 Kreis Offenbach für die Landtagswahlen kennenzulernen. Mit Rainer Bicknase kommt einer der beiden Kandidaten aus den eigenen Reihen. Und der Mühlheimer Corrado di Bendetto ist im Kreis dank seiner Arbeit als Vorsitzender des Kreisausländerbeirats bekannt.

Klar für Ganztagsschule

Die beiden Herren, über deren Nominierung die Delegierten bei der Wahlkreiskonferenz am 6. November entscheiden, stellten sich den Fragen der Mitglieder. Beide positionierten sich klar für die Ganztagsschule. "Die Gesamtschule und die Ganztagsschule ist der Weg, den wir künftig gehen müssen. Denn das ist das Modell, mit denen die Länder, die weit vor uns in der Pisa-Studie stehen, Erfolg haben", sagte Bicknase. Auch Corrado di Benedetto machte sich für die "echte Ganztagsschule" stark, ging aber einen Schritt weiter: "Wir müssen jedem Kind die Förderung zuteil kommen lassen, die es braucht. Schulen müssen zu Familienzentren entwickelt werden – mit besserer personeller Ausstattung. Wir haben so viele junge Menschen, die ohne Abschluss die Schule verlassen, das darf in einem der reichsten Länder der Welt nicht sein."

Auf die Frage nach dem Islamunterricht in Schulen erklärte Rainer Bicknase, dass jeder, der seine Religion leben wolle, das Recht dazu habe. "Wenn in der Schule eine Gruppe von Muslimen Islamunterricht möchte, haben sie ein Recht darauf. Das gleiche gilt für mich auch für den Moscheebau." Auch di Benedetto sieht ein verbrieftes Recht auf Religionsfreiheit in Deutschland.

Auf der nächsten Seite: Zwei Kandidaten

Die dritte potenzielle SPD-Landtagskandidatin, Serpil Sarikaya, hatte ihre Kandidatur vor der Mitgliederversammlung zurückgezogen. Wegen der ursprünglich zwei Langener Kandidaten (Sarikaya und Bicknase) hatte sich der Vorstand bei der Einladung gegen eine Wahlempfehlung an die Delegierten ausgesprochen.

Jetzt, da es nur noch einen Langener Kandidaten gibt, wollen die SPD-Mitglieder doch eine Empfehlung aussprechen. Bei der nächsten Mitgliederversammlung am 4. Oktober zum Thema "Kreis- und kommunale Finanzen" wird dann also der Wunschkandidat für die Landtagswahl der Langener SPD gewählt und als Empfehlung an die Delegierten weiter gegeben.

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