Lade Login-Box.
E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Titelbild Mainova Marathon Laufsport - alles rund um den Mainova IRONMAN Frankfurt 2017 Frankfurt am Main 25°C

Schüler proben die Bundestagswahl

Bei der Juniorwahl soll es geschafft werden, dass sich Jugendliche mit den Parteien und der Bundestagswahl auseinandersetzen. So durften die Schüler an der Ricarda-Huch-Schule ihre Stimmzettel in die Wahlurnen werfen.
Victoria Diederich gab bei der Juniorwahl der Ricarda-Huch-Schule ihre Stimme ab. 	Foto: Nicole Jost Victoria Diederich gab bei der Juniorwahl der Ricarda-Huch-Schule ihre Stimme ab. Foto: Nicole Jost
Dreieich. 

Der Klassenraum im zweiten Obergeschoss der Ricarda-Huch-Schule wurde in ein Wahllokal verwandelt: An fünf Tischen standen Wahlschalter und eine streng versiegelte Wahlurne wartete auf die Stimmen der Schüler. Alle Oberstufenschüler und die achten, neunten und zehnten Klasse des Gymnasiums haben in dieser Woche auf einem original Wahlzettel ihre Stimme für die Bundestagswahl abgegeben. Die Politiklehrer hatten die Wahl mit den Schülern gut vorbereitet: „Wir haben im Unterricht die Parteien und ihre Wahlprogramme sehr genau analysiert - zumindest wir im Leistungskurs“, erzählte Victoria Diederich, die auch zu den Wahlhelfern gehörte. Aber auch in den unteren Klassen und Grundkursen wurden die Bundestagswahlen thematisiert.

Wie es sich für eine richtige Wahl gehört, mussten sich alle Schüler ausweisen und wurden dann erst mit den Stimmzetteln in die Kabinen gelassen. Alles lief sehr diszipliniert und ruhig ab. „Ich glaube, gerade die älteren Schüler haben sich auch schon ihre Gedanken gemacht, wo sie ihr Kreuz hinsetzen“, hat Josephine Süß, eine der jüngeren Wahlhelferinnen, beobachtet. „Lediglich bei den Achtklässlern herrschte ein bisschen Durcheinander, und sie haben die Wahl nicht so ernsthaft behandelt.“

Sie habe sich nach den Inhalten der Parteiprogramme für die Abgabe ihrer Stimme entschieden, betonte Victoria Diederich. Die Abiturientin gab aber zu, dass sie auch von ihrem Elternhaus geprägt sei und die Sympathie des Repräsentanten der Parteien habe bei ihrer Meinungsbildung ebenfalls eine Rolle gespielt. Es sei im Unterricht ausgiebig und auch sehr kontrovers über die einzelnen Parteien und Programme diskutiert worden. Themen wie Mindestlöhne, soziale Gerechtigkeit, Frauenquote, aber auch Sicherheit für die Wirtschaft seien die Themen gewesen, die viele Schüler bewegt hätten, sagte Laura Wagner.

Powi-Lehrer und Organisator der Juniorwahl in dem Dreieicher Gymnasium, Jens Hoffmann, beobachtete die Wahlgänge zufrieden. „Ziel dieser Juniorwahl ist es, Jugendliche für die Wahlen und Politik zu interessieren“, erklärte der Pädagoge. „Ich würde mir wünschen, dass damit die Bereitschaft, wählen zu gehen, wächst.“ Das Projekt Juniorwahl hätte auch die Intention, der Wahlmüdigkeit der Erstwähler zu begegnen. Die Schüler haben die Stimmen ausgezählt - allerdings müssen sie noch bis Sonntag, 18 Uhr, unter Verschluss gehalten werden. Das ist eine Bedingung der Juniorwahl 2013, um die offizielle Wahl nicht zu beeinflussen. „Wir werden die Ergebnisse aber dann veröffentlichen und es ist spannend zu sehen, ob sich unser Ergebnis von der richtigen Wahl unterscheidet.“

(Nicole Jost)
Zur Startseite Mehr aus Kreise Offenbach/Groß Gerau

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutzRSS

© 2017 Frankfurter Neue Presse