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Sie machen sich für ihre Rechte stark

Von Fast 100 junge Teilnehmerinnen waren gestern zum Mädchentag in die Mensa der Integrierten Ganztagsschule gekommen. Zum Abschluss ging es in einem Umzug auf den Rathausplatz.
Der Infostand von Christina Tobin (Lufthansa) war von vielen interessierten Mädchen umringt. Bilder > Foto: Leo F. Postl Der Infostand von Christina Tobin (Lufthansa) war von vielen interessierten Mädchen umringt.
Kelsterbach. 

„Ich bin gerne ein Mädchen weil …“, so steht die Textvorgabe auf einem Blatt, auf dessen großer freien Fläche die Mädchen ihre persönliche Meinung dazu schreiben sollen. „Mädchen haben schöne lange Haare“, ist da zu lesen oder „Weil Mädchen ruhiger sind, kriegen sie weniger Ärger“. Aber es gibt auch Antworten, die lauten „Weil Mädchen hilfsbereiter sind als Jungs“ oder „Weil ich als Mädchen Rechte habe und für andere Mädchen kämpfen will“.

Fast 100 Mädchen waren gestern zum „Mädchentag 2018“ in die Mensa der Integrierten Ganztagsschule (IGS) gekommen. Den 11. Oktober hatten die Vereinten Nationen erstmals 2003 zum Tag der Mädchen ausgerufen, um auf deren immer noch vorherrschende Benachteiligung hinzuweisen. In Kelsterbach waren neben der Jugendförderung noch die IGS und eine Initiative unter dem Dach der Flüchtlingshilfe mit dabei. Die Mensa der IGS war dabei zentraler Platz, auf dem sich zahlreiche Mitwirkende mit ihren Ständen präsentierten, über Chancen im Beruf informierten sowie Kreativ- und Freizeitangebote machten.

Berufswunsch Pilotin

„Ich freue mich, dass die Resonanz trotz der Ferienzeit so groß ist, und vor allem, dass sich so viele Institutionen und Firmen mit eingebracht haben“, meinte Stadtverordnetenvorsteherin Helga Oehne, die als „Senior-Girl“ die Schirmherrschaft übernommen hatte. Es gab eine Chill-Lounge, einen Tanz-Workshop, eine Fotoaktion und Informationen über bisher von Männern dominierte Berufszweige.

„Ich möchte Pilotin werden und kann mir jetzt schon diesen Beruf vorstellen“, meinte die zehnjährige Leni. Und Zeynep steuerte bei: „Mein Papa war auch bei Lufthansa, das war immer interessant, was er erzählt hat.“ „Die Mädchen haben mir viele schöne Sachen erzählt, da bin ich richtig froh, für ein so tolles Unternehmen hier sein zu können“, sagte Christina Tobin, die für den Beruf der Pilotin bei Lufthansa warb.

Verstärkung für die Wehr

Auch die Kelsterbacher Feuerwehr braucht starke Mädchen, die einmal in die Einsatzabteilung kommen sollen. So war Nicole Wörpel, zuständig für den vorbeugenden Brandschutz, ebenfalls mit einem Infostand in der Mensa vertreten. Dort zeigte sie einen Teil der Ausrüstung und machte interessante Experimente.

Zum Abschluss des Mädchentages zogen alle, begleitet von Trommlerinnen, zur Stadtmitte und dann auf den Rathausplatz. „Wir Kelsterbacher Mädchen sind starke Mädchen“, schallte es über den Platz. Danach zeigten alle einen zuvor mit Lucy Escoban einstudierten Tanz.

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