E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Frankfurt am Main 19°C

Fest der Vielfalt: So bunt ist die Doppelstadt

Wie bunt und vielfältig die Doppelstadt ist, das war am Samstag auf dem „Fest der Vielfalt“ in Mörfelden zu bestaunen. Rund um die Langgasse, die für den Verkehr gesperrt war, herrschte reges Treiben.
Falk Fleischer machte auf dem Fest der Vielfalt die neue LSTB*IQ Kontakt- und Beratungsstelle „MöWa-Queerbeet“ im Rathaus Mörfelden bekannt. Bilder > Falk Fleischer machte auf dem Fest der Vielfalt die neue LSTB*IQ Kontakt- und Beratungsstelle „MöWa-Queerbeet“ im Rathaus Mörfelden bekannt.
Mörfelden-Walldorf. 

Ein abwechslungsreiches und buntes Bühnenprogramm mit Musik, Tanz und Akrobatik, kulinarische Köstlichkeiten aus verschiedenen Ländern, Infostände von Religionsgruppen, Firmen und diversen Sport- und Kulturvereinen aus der Doppelstadt und ganz viel gute Laune: Das alles hatte das „Fest der Vielfalt“ des städtischen Integrationsbüros am Samstag im Stadtkern Mörfeldens rund um die Langgasse, die für den Verkehr gesperrt war, zu bieten. Anette Keim, Leiterin des Integrationsbüros, kommentierte: „Auf dem Fest zeigt sich auf die schönste Art und Weise, wie bunt und vielfältig Mörfelden-Walldorf ist.“ Bei herrlichem Spätsommerwetter säumten Hunderte Menschen die Innenstadt.

Die stimmungsvolle Veranstaltung wurde um 15 Uhr von Bürgermeister Heinz-Peter Becker (SPD) zusammen mit einer Delegation aus Torre Pellice, der italienischen Partnerstadt von Mörfelden-Walldorf, offiziell eröffnet. Die italienischen Gäste, zu denen auch Bürgermeister Marco Cogno zählte, hatten ihren deutschen Freunden ein schönes Geschenk mitgebracht: Ein Bild für die neue LSTB*IQ Kontakt- und Beratungsstelle „MöWa-Queerbeet“.

Helfer gesucht

Die neue Stelle hatte erst am Donnerstag im Rathaus aufgemacht. Sie war auf dem Fest der Vielfalt mit einem eigenen Stand vertreten. „Wir wollen auf unser neues Beratungsangebot aufmerksam machen. Wir lassen niemanden mit seinen Problemen allein“, so Falk Fleischer von der Beratungsstelle. Zum ersten Mal beim Fest der Vielfalt mit einem Stand dabei war auch der gemeinnützige Verein „Essen für alle“, der Menschen mit Lebensmitteln versorgt, die zwar bedürftig sind, aber keine Berechtigung besitzen, die „Tafel“ aufsuchen zu können. „Weitere ehrenamtliche Helfer können wir immer gut gebrauchen“ so Hannelore Simon, die sich selbst ehrenamtlich für „Essen für alle“ engagiert.

Den musikalischen Auftakt des Bühnenprogramms übernahm mit flotten Rhythmen die Trommelgruppe „Volles Leben“ der Generationenhilfe. Nach dieser stimmungsvollen Eröffnung hielt die überaus fröhliche und friedliche Atmosphäre des Festes bis zum Schluss an. Die Generationenhilfe trug neben dem Auftritt ihrer Trommelgruppe und einem Trommelworkshop auch mit einem eigenen Stand zum Fest bei: „Musik verbindet alle Generationen und Kulturen“, so Sabine Beimes von der Generationenhilfe.

Musikalische Reise

Mit den Chören „PopCHORn“ und „Little Voices“ von der Sport- und Kulturvereinigung (SKV) Mörfelden unter der Leitung von Dr. Brigitte Küchler und dem Shantychor „Zweite Hessische Gebirgsmarine“ hatte die Veranstaltung bald die nächsten musikalischen Höhepunkte zu bieten. Die Chöre führten das begeisterte Publikum musikalisch auf Reisen in verschiedene Länder. Ihr tänzerisches Können zeigten sowohl die Tanzgruppen der Turngesellschaft Walldorf als auch die Griechische Tanzgruppe in farbenfrohen Kostümen. Für akrobatische Einlagen sorgte die Freestyle-Gruppe Radsport der SKV Mörfelden.

In den Umbaupausen auf der Bühne unterhielt der Clown Pepe als Jongleur und Kinderanimateur das Publikum. Moderator Hans-Heinrich Viebrock befragte die „Omas gegen Rechts“, die sich gegen Rassismus und Ausländerfeindlichkeit engagieren. Und rund um die Bühne waren zahlreiche Stände aufgebaut, die eine breite Palette an sportlichen, kulturellen oder kulinarischen Angeboten aufwiesen. So hatte beispielsweise der Imkerverein Mörfelden-Walldorf Honigwaffeln anzubieten oder das Deutsche Rote Kreuz (DRK) Mörfelden eine Hüpfburg für Kinder. Daneben waren auch das Kinder- und Jugendforum sowie das Jugend- und Kulturzentrum Mörfelden (JuKuZ) mit Ständen vertreten: „Wir sind eine multikulturelle Einrichtung, wir passen wunderbar auf das Fest der Vielfalt“, so Thorsten Kossow vom JuKuZ. Auch der Hospizverein war mit einem Stand zu einem traurigen, aber wichtigen Thema präsent: „Sterben betrifft alle Menschen aus jeder Kultur, wir sind auch für alle da“, so Koordinatorin Cornelia Sengling. Bürgermeister Becker zog ein positives Fazit: „Ich bin stolz darauf, wie Menschen aus unserer Stadt sich hier präsentiert haben und auf wunderbare Weise deutlich gemacht haben, dass wir wirklich die Stadt der Vielfalt sind.“

Zur Startseite Mehr aus Kreise Offenbach/Groß Gerau

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutz Über unsere WerbungRSS

© 2018 Frankfurter Neue Presse

Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen