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Digitale Medien: So sind Senioren sicher im Internet unterwegs

Bequem von zu Hause aus online bestellen: Senioren nutzen Einkaufsmöglichkeiten aus dem Netz. Wie sie sich noch sicherer im World Wide Web bewegen können, das zeigt ein Vortrag der Verbraucherzentrale Hessen.
Damit Senioren sicher im World Wide Web surfen, informiert die Verbraucherzentrale über Kostenfallen und Datenklau. Archivfoto: Jost Damit Senioren sicher im World Wide Web surfen, informiert die Verbraucherzentrale über Kostenfallen und Datenklau. Archivfoto: Jost
Mörfelden-Walldorf. 

In der digitalen Welt spielt die räumliche Entfernung keine Rolle mehr – für Menschen, die nicht mehr so mobil sind, ist das ein echter Vorteil: den Einkauf bequem nach Hause bestellen oder den Kontakt zu den Enkel halten, unabhängig davon, wo diese wohnen. Kein Wunder also, dass immer mehr Senioren digitale Anwendungen wie soziale Netzwerke oder Einkaufsmöglichkeiten im Netz für sich entdecken und nutzen.

„Dabei sind Senioren – wie alle anderen – den typischen Risiken im Internet ausgesetzt“, sagt Sabine Roth, Leitende Beraterin der Verbraucherzentrale Hessen, Beratungsstelle Rüsselsheim.

Tipps und Tricks

„Doch vor Kostenfallen, Datenklau und anderen Rechtsverstößen können sich Senioren, ebenfalls wie alle anderen, gut schützen“, so Roth weiter. Einige Vorsichtsmaßnahmen sind relativ einfach umzusetzen, aber nahezu unumgänglich.

So rät die Verbraucherzentrale Hessen zur Starthilfe. In speziellen Computer- und Internet-Kursen erfahren Senioren viel über Technik, Tipps und Tricks. Auch Familienmitglieder – insbesondere die Enkel – können eine ebenso wertvolle Hilfe sein.

Auch auf die Sicherheit sollten Senioren Wert legen. Vor Viren und Online-Betrügern kann man sich schützen. Ein gutes Anti-Viren-Programm und eine Firewall sollten schon vor der ersten Anwendung auf dem Rechner installiert sein. „Wichtig ist, dass sich diese Programme automatisch aktualisieren“, rät die Verbraucherzentrale.

Bei Mails von Unbekannten sollte jeder vorsichtig sein. Denn wer sich ein gesundes Misstrauen bewahrt, kommt sicherer durchs weltweite Netz. E-Mails von unbekannten Absendern am besten niemals öffnen und sofort löschen. Meist verbergen sich in diesen Mails Schadprogramme, die den PC außer Funktion setzen können. Werde im Netz mit außergewöhnlich niedrigen Preisen geworben, kann man nicht auf Rechnung kaufen und/oder fehlt es an einem Impressum, sollte man dort nicht einkaufen. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Ware nicht kommt oder fehlerhaft ist und man sein Geld nicht wieder sieht, ist groß.

Sichere Passwörter

Weiter rät die Verbraucherzentrale dazu, sichere Passwörter wählen: „Ein sicheres Passwort besteht aus mindestens acht Zeichen und einer zufälligen Reihenfolge großer und kleiner Buchstaben, Zahlen und Sonderzeichen.“

Die Verbraucherzentrale Hessen bietet auf Einladung der Fachstelle Altenhilfe der Stadt Mörfelden-Walldorf zu diesem Thema einen Vortrag „Senior-Surfer – Sicher im Internet und per Smartphone unterwegs“ an. Er gibt Einblick in die Gefahren und Risiken im Internet, bei Smartphones und Apps. Besprochen werden beispielsweise Kostenfallen und Betrügereien, Prävention und Abwehr sowie Fragen zum Datenschutz.

Der Vortrag ist am Dienstag, 24. Juli, von 17.30 bis 19 Uhr in der Stadthalle Walldorf in der Waldstraße 100. Die Teilnahme ist kostenfrei.

(red)

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