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Grünfläche in Langens Mitte: Stadtgarten nimmt Formen an

Von Anfang des nächsten Monats wird der neu angelegte Langener Stadtgarten der Öffentlichkeit zugänglich sein. Die Bürger können sich auf 4200 Quadratmeter grünen Raum zum Entspannen und mitgestalten freuen.
Die alte Weide, in deren Stamm noch Käfer leben, kann im Stadtgarten in Ruhe verrotten, erklärte Heike Golnow (3. v. l.), vom Fachdienst Umwelt. Die alte Weide, in deren Stamm noch Käfer leben, kann im Stadtgarten in Ruhe verrotten, erklärte Heike Golnow (3. v. l.), vom Fachdienst Umwelt.
Langen. 

1800 Weiden-Sträucher und sieben Bäume sind gesetzt, der Rasen ist ausgesät: Westlich der Kita „Mittendrin“ an der Zimmerstraße in Höhe des Zentrums für Jung und Alt (ZenJA) nimmt der Langener Stadtgarten Gestalt an. Noch versperrt ein Bauzaun zum Schutz des heranwachsenden Grüns den Zugang zu der rund 4200 Quadratmeter großen Anlage, die dem Verweilen und Entspannen dienen soll. Doch spätestens Anfang Juni wird der Weg dorthin frei sein, wie Bürgermeister Frieder Gebhardt informierte.

Die Büsche sind gepflanzt, das Gras wächst und die Hügel des neuen Stadtgartens sind auch erkennbar. Jetzt muss das Areal zwischen Wohnbebauung, ZenJA und Kita noch gestaltet werden. Bild-Zoom
Die Büsche sind gepflanzt, das Gras wächst und die Hügel des neuen Stadtgartens sind auch erkennbar. Jetzt muss das Areal zwischen Wohnbebauung, ZenJA und Kita noch gestaltet werden.

Der Stadtgarten ist ein Garten für alle, bei dem die Öffentlichkeit in die Gestaltung und möglicherweise Pflege einbezogen wird. Das ist nach Gebhardts Worten aber erst der zweite Schritt. Das Areal auf dem früheren Sport- und Sängergemeinschafts-Sportplatz wurde jetzt erst einmal modelliert. 2000 Quadratmeter Rasen sind entstanden, der noch ein bisschen spärlich aussieht, aber bestimmt mit dem nächsten Regen und Sonne wieder wächst und mit rund 1000 Kubikmeter Erde aus dem Aushub für die Gestaltung des Parkplatzes, wurden zu den markanten Hügeln verbaut.

Ohne rechte Winkel

Bis zu drei Metern hoch ragen sie in das Gelände. Sie geben dem Garten ein markantes Gesicht und unterstreichen die gesamte Formgebung, die nach dem Konzept eines Landschaftsarchitekturbüros ohne rechte Winkel auskommt. Deutlich erkennbar ist ein organischer Zuschnitt. So stellt eine geschwungene Linie die Verbindung zwischen Stadtgarten und Kita her. Gerade angelegte, helle Kieswege unterteilen die Anlage in zwei Abschnitte. Neun Lampen spenden bei Dunkelheit Licht. An den höchsten Stellen wurden niedrige Weidenbüsche gepflanzt, die zum Spielen und Verstecken einladen sollen.

Das Grundgerüst fußt auf einem Beschluss der Stadtverordnetenversammlung und wurde unter der Regie der Kommunalen Betriebe verwirklicht. Es lässt noch genügend Freiräume für die Mitwirkung der Öffentlichkeit. „Bäume, Sträucher und Blumen können hinzukommen genauso wie Bänke, Spielecken und anderes mehr“, sagte Gebhardt. „Wir freuen uns über Ideen, um den Stadtgarten zu verfeinern“, kündigt der Bürgermeister auch eine Öffentlichkeitsbeteiligung nach der Sommerpause an.

Trauerweide horizontal

Ein Plätzchen findet im Stadtgarten auch der Stamm der Trauerweide, die im vorigen Jahr am ZenJA wegen Altersschwäche gefällt werden musste. Er wurde – in der Horizontalen – als Gestaltungselement in der südöstlichen Ecke bei der Kita platziert. Die Naturschutzbehörden haben den Erhalt bis zum Vermodern gefordert, weil im Totholz geschützte Käferarten leben.

Der Zeitpunkt für die Gestaltung des Gartens war durch die Bauarbeiten für den neuen Parkplatz an der Zimmerstraße und die Fahrradstraße an der Kita vorgegeben. Beides hätte anschließend durch den Einsatz schwerer Baumaschinen gelitten. Außerdem würden Synergieefekte genutzt und damit Geld gespart.

Apropos Geld, rund 480 000 Euro hat die Stadt in die Gestaltung des Minikreisels, des Parkplatzes und die Fahrradstraße investiert. In den Kosten ist auch die Herstellung des Stadtgartens eingerechnet. „Wir bleiben etwas unter den berechneten Kosten, dann kann auch noch etwas in die Gestaltung des Stadtgartens fließen“, hofft Heike Golnow, vom Fachdienst Umwelt, die von Themengärten und viel Bürgerbeteiligung träumt.

Alle seien dazu eingeladen sich zu beteiligen, die Schule, die Kindergärten, das Mütterzentrum, der Obst- und Gartenbauverein und die Nachbarn – jeder der Spaß am gemeinsamen Stadtgarten hat. Erreichbar ist der Stadtgarten übrigens nicht nur über die Zimmerstraße, sondern auch von der Wolfsgartenstraße aus über einen Fußweg an der großen Wohnanlage. Die Stadt bittet in der Anfangszeit darum, die Rasenflächen zu meiden, damit das Gras die Chance hat, gut anzuwachsen.

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