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Ideen für die Gestaltung des Kleinods inmitten der Stadt: Start des Projekts Bürgerpark

Von Der Bürgerpark soll schöner werden. Zu diesem Vorhaben kamen 60 Sprendlinger im Bürgerhaus zusammen.
Das war eine schöne Überraschung: Zum Abschluss des gemeinsamen Arbeitstags ging es mit Musik mit allen Beteiligten durch den Bürgerpark. Das war eine schöne Überraschung: Zum Abschluss des gemeinsamen Arbeitstags ging es mit Musik mit allen Beteiligten durch den Bürgerpark.
Dreieich. 

Aus den Grünflächen im Sprendlinger Bürgerpark ragten rote und grüne Pfosten, keine Frage, dort wurde konzentriert gearbeitet. Die grün eingefärbten Holzpflöcke zeigten die schönen Orte in dem 30 000 Quadratmeter großen Areal, die roten Pflöcke markierten die „Unorte“ im Park.

Garten- und Landschaftsarchitekt Dirk Schellhorn (Mitte) zeigte  beim abschließenden Rundgang durch den Park die schönen Seiten der Anlage. Bild-Zoom
Garten- und Landschaftsarchitekt Dirk Schellhorn (Mitte) zeigte beim abschließenden Rundgang durch den Park die schönen Seiten der Anlage.

Der Tag war perfekt gewählt, denn der Bürgerpark zeigte sich im strahlenden Sonnenschein von seiner schönsten Seite: weitläufige Grünflächen, wunderschöne Blickachsen über den Weiher, und alles grünt und blüht. Aber nach den Regentagen wurden auch die Schwachstellen der städtischen Grünanlage sichtbar. Die ausgetretenen Pfade waren vermatscht, an allen Sitzgruppen türmte sich der Müll, und so manch ein Hundehaufen musste umgangen werden.

DLB-Chefin Petra Klink (rechts) sprach auf der Straße mit den Dreieicher Bürgern darüber, was sie am Sprendlinger Bürgerpark mögen und was nicht. Bild-Zoom
DLB-Chefin Petra Klink (rechts) sprach auf der Straße mit den Dreieicher Bürgern darüber, was sie am Sprendlinger Bürgerpark mögen und was nicht.

Doch jetzt soll der Park schöner werden. Die Stadt Dreieich holt dazu die Menschen der Stadt ins Boot, um die Zukunft der grünen Lunge von Sprendlingen zu planen. Rund 60 Dreieicher, Nachbarn, Vereinsvertreter, Mitglieder der Bürgerpark Initiative, Schüler der Erich-Kästner-, und der Ricarda-Huch-Schule, haben ihren Samstag im Bürgerhaus verbracht. Fast sechs Stunden lang und professionell angeleitet von Garten- und Landschaftsarchitekt Dirk Schellhorn, seinem Team und Mitarbeitern von Stadt und Dienstleistungsbetrieb (DLB) arbeiteten die Werkstattmitglieder an einem Konzept.

Picknick-Fläche

Die Markierungen mit Hilfe der Pflöcke waren nur der Einstieg. Daraus entwickelten die Teilnehmer gemeinsam, welche Anforderungen sie an den Park stellen. In den Präsentationen der Kleingruppen ging es um Ausruhen und Erholen, aber auch um gemeinsames Spielen und Toben oder die Nutzung des Parks als Ort der Begegnung und der Kommunikation. Dabei wurden auch die Probleme angesprochen. Immer wieder werden der schlechte Zustand der Fußwege, die Verunreinigung mit Hundekot, der Müll und besonders der Zustand des Parks am Taxistand kritisiert. Sogar von Drogenhandel am Rosenhügel ist die Rede.

Manja
Und das sagen Leute aus der Planungswerkstatt über die ...

Martina Becker-Kallausch (54), Leiterin der Erich-Kästner-Kita: „Der Bürgerpark ist unser zweiter Spielplatz, da unser Gelände ja doch recht begrenzt ist.

clearing

Die zweite Hälfte des Tages galt den Plänen. Kreativ errichteten die Mitglieder der Planungswerkstatt eine ganze Würfelwand für den „Bürgerpark 2.0“. Die Schüler wünschten sich eine „Kioskarea“ und ein zweites Fußballtor auf der Grünfläche, die Kinder eine Hängematte, Balancierstangen, eine Seilbahn oder einen Wasserspielplatz. Den Erwachsenen war eine Verbreiterung und Erneuerung der Wege und ein verstärktes Augenmerk auf die Sauberkeit wichtig. Eine öffentliche Toilettenanlage würde Abhilfe für die „Pippi-Ecke“ sorgen, und ein viel geäußerter Wunsch war ein Sitzplatz mit direktem Blick aufs Wasser und eine Picknick-Fläche auf der Wiese. Schön wäre es auch, den Bürgerpark wieder vermehrt als Open-Air-Fläche zu nutzen, etwa als Sommerkino. Auch ein W LAN-Hotspot wurde gewünscht.

Budget und Planung

Nicht nur die Werkstatt im Bürgerhaus war aktiv, auch die Mitarbeiter von DLB und Stadt engagierten sich an vier Gesprächsinseln am Bürgerpark und beim Wochenmarkt auf dem Eggenberger Parkplatz. „Die Leute bleiben nicht von sich aus stehen, aber wenn wir sie ansprechen, hat doch fast jeder etwas zum Bürgerpark zu sagen“, so Petra Klink, Geschäftsführerin des DLB. Letztlich sei die Resonanz auf den Park gut, eigentlich alle wollten das grüne Kleinod behalten, schätzen es als Naherholungsort und mögen die schöne Aussicht auf den Weiher. Letztlich waren die Kritikpunkte die gleichen wie die der Werkstattmitarbeiter: Müll, Hundedreck und Vandalismus.

Die „Wand für den Bürgerpark 2.0“. Alle Teilnehmer haben gemeinsam Würfel für die besten Zukunftsideen gestaltet, hier Patrick Bessel (rechts). Bild-Zoom
Die „Wand für den Bürgerpark 2.0“. Alle Teilnehmer haben gemeinsam Würfel für die besten Zukunftsideen gestaltet, hier Patrick Bessel (rechts).

Nach der Arbeit zogen alle von einer Flöte und schönen Melodien begleitet durch den Park. Dirk Schellhorn fasste die Lieblingsorte und Unorte zusammen und stellte die Ideen und Möglichkeiten für den Park unter freiem Himmel vor. „Das alles verschwindet jetzt nicht in der Schublade“, sagte er. Noch in diesem Jahr soll ein Impulsprojekt verwirklicht werden, spätestens in zwei bis drei Jahren soll die Umgestaltung des Parks starten. „Sie werden alle von uns hören, wir arbeiten weiter. Die Stadt und der DLB an dem Budget, wir an den Plänen. Zu der Präsentation werden Sie wieder eingeladen“, kündigte Schellhorn an. Er wie auch Petra Klink und Stadtverordnetenvorsteherin Bettina Schmitt (CDU) bedankten sich für das große Engagement der Dreieicher.

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