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Vereine wollen noch enger kooperieren: Steht hier eine Fusion an?

Die SKG Sprendlingen und die SuSGO streben eine intensive Zusammenarbeit an. Ihre Angebote sollen künftig für Mitglieder beider Vereine zugänglich sein.
Reinhard Arndt (v.l.), Bettina Schmidt, Norbert Haller,  Harald Haller und Moritz Hebert schmieden Zukunftspläne für ihre Vereine. Reinhard Arndt (v.l.), Bettina Schmidt, Norbert Haller, Harald Haller und Moritz Hebert schmieden Zukunftspläne für ihre Vereine.
Dreieich. 

Die Sport- und Sängergemeinschaft Offenthal (SuSGO) und die Sport- und Kulturgemeinschaft (SKG) Sprendlingen haben zukunftsweisende Pläne. In dieser Woche verkünden die Vorstände beider Vereine, künftig noch enger miteinander zu kooperieren. Nach dem Zusammenschluss des Jugendfußballs sollen auch die anderen Abteilungen näher zusammenrücken. „Wir kennen uns gut und haben die demografische Entwicklung erkannt. Es ist an der Zeit, den nächsten gemeinsamen Schritt zu wagen“, erklärt Norbert Haller, ehemaliger Vorsitzender der SuSGO.

Das Sport- und Kulturangebot in der Stadt sei groß – 48 Vereine böten ein umfangreiches Programm. SKG und SuSGO wollen das künftig gemeinsam tun. „Im Hinblick auf die Aufgaben, die auf die Vereine zukommen, macht es Sinn, den Weg gemeinsam weiterzugehen und die Aufgaben auf eine breitere Basis zu verteilen“, so Haller.

Vorstandarbeit bündeln

Für beide Vereine hätte der Zusammenschluss Vorteile: „Organisatorisch können wir die Ausbildung und Organisation von Übungsstunden besser professionalisieren. Wir planen die Vorstandsarbeit zu bündeln, das Ehrenamt gemeinsam zu fördern und die Verwaltung zu vereinfachen“, erläutert SKG-Vorstandsmitglied Moritz Hebert.

Und was ist konkret geplant? Ein erster Schritt sieht eine Öffnung beider Vereine vor. Ob eine Fusion oder nur ein gemeinsamer Dachverband am Ende steht, können die Verantwortlichen noch nicht sagen, das sei die Entscheidung der Mitglieder.: „Es muss ganz deutlich werden, dass unsere Vorstände nichts im Alleingang entscheiden“, betont Hebert.

In Testphase einsteigen

Die SKG hat 2200 Mitglieder und die SuSGO 900. Alle Sportler, Sänger und Musiker können künftig das Angebot des jeweils anderen Vereins unproblematisch mitbenutzen. So eröffnet sich für die insgesamt mehr als 3000 Mitglieder die Möglichkeit von rund 150 Übungs- und Trainingsstunden. Beide Vereine wollen sich so besser für die Zukunft wappnen. Die Belastungen der ehrenamtlichen Vorstände werden immer größer und fordern mehr Zeit. Die Vereine sind ferner für die Mitglieder ein Dienstleister: Gesundheits- und Freizeitsport, Förderung der Leistungssportler, Integration von zugewanderten Familien und Unterstützung der Dreieicher Familien bei der Kinderbetreuung in Kooperation mit den Schulen. „Langfristig träumen wir auch von einem hauptamtlichen Geschäftsführer der Vereine“, erläutert Hebert.

Beide Vereine steigen nun in eine Testphase ein, organisieren gemeinsam einen Stand zum Stadtfest am 3. Oktober. Im März 2018 sollen die Mitglieder dann auf ihrer jeweiligen Jahreshauptversammlung diskutieren, wie eine noch engere Kooperation aussehen könnte.

(njo)
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