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Tierschutzverein Kelsterbach: Tierschützer suchen die Öffentlichkeit

Als der Tierschutzverein in Kelsterbach vor 50 Jahren gegründet wurde, drehte sich alles rund um das Thema Haustiere. Heute sind die Aktivitäten weitaus breiter gefasst.
Graupapagei Robby schmeckt der Keks, den er von Mandy Brakis und Tochter Nefeli bekommt. Bürgermeister Manfred Ockel und Vorsitzende Judith Wagner schauen beim Füttern zu und amüsieren sich. Foto: Rüdiger Koslowski Graupapagei Robby schmeckt der Keks, den er von Mandy Brakis und Tochter Nefeli bekommt. Bürgermeister Manfred Ockel und Vorsitzende Judith Wagner schauen beim Füttern zu und amüsieren sich.
Kelsterbach. 

Der Graupapagei Robby bekommt nicht nur ein Kekschen zum Naschen. Patin Mandy Brakis spritzt ihm auch ein entzündungshemmendes Medikament in den Schnabel. Der Vogel leidet an hochgradiger Arthrose. Die Besucher der Feier zum 50-jährigen Bestehen des Tierschutzvereins Kelsterbach erlebten also auch die medizinische Betreuung von Tieren. Auch Bürgermeister Manfred Ockel (SPD) war ein aufmerksamer und interessierter Beobachter der Behandlung.

Die Geburtstagsgäste konnten neben Robby noch den anderen Graupapagei Nicky sowie 14 Wellensittiche und 4 Zwergkaninchen anschauen. Diese Tiere werden derzeit im Gebäude des Tierschutzvereins betreut, berichtete die Vorsitzende Judith Wagner. Außerdem hat der Verein momentan noch 6 Hunde, 14 Katzen, 20 Zwergkaninchen und 8 Meerschweinchen an private Pfleger vermittelt. Dabei handelt es sich um Tiere, die von ihren Besitzern abgegeben wurden.

Die Mitglieder des Tierschutzvereins hatten den Hof ihres Domizils in der Mörfelder Straße sehr gemütlich hergerichtet. Die Besucher wurden mit einem Flohmarkt empfangen und konnten sich auch gleich mit Flammkuchen stärken. Passend zum Thema Tierschutz konnten sie sich aber den Hunger auch mit vegetarischem Gulasch und fleischlosen Hamburgern stillen. Fleischesser mussten aber nicht darben, Würstchen und Steaks wurde ebenfalls serviert.

Die Stadt hat dem Verein das Gebäude in der Mörfelder Straße vor drei Jahren überlassen, informierte Manfred Ockel. Die Einrichtung sollte damit die Möglichkeit erhalten, den Tier- und Naturschutz stärker in der Öffentlichkeit zu präsentieren. „Das ist dem Verein hervorragend gelungen“, betonte das Stadtoberhaupt.

Nicht nur die größeren Tiere haben hier ein Zuhause gefunden. Insektenhotels, Nistkästen und Fledermauskästen sind mietfreie Herbergen, die auf dem Vereinsgelände zu finden sind. „Wir machen ganz viel für die Umwelt und die Natur“, beschreibt Judith Wagner die Arbeit des Tierschutzvereins.

Im nächsten Jahr soll ein Bienenstock angesiedelt werden. Die Wiese auf dem Vereinsgrundstück sei bereits vorbereitet, berichtete Judith Wagner. In dem Garten solle Tier- und Umweltschutz umgesetzt werden.

Vor einem halben Jahrhundert wurden in vielen Kommunen Tierschutzvereine gegründet, blickte die Vorsitzende auf die Anfangszeit zurück. Das war auch in Kelsterbach die Motivation, einen solchen Verein aus der Taufe zu heben. Aus 7 Gründungsmitgliedern sind bis heute 320 Mitglieder geworden.

Waren vor 50 Jahren die Haustiere das beherrschende Thema, berät der Tierschutzverein heute zu allen möglichen Aspekten, darunter beispielsweise Kosmetik ohne Tierversuche sowie Tierschutz und Waldtiere.

Madeleine Martin, die Landestierschutzbeauftragte, zeigte sich ganz begeistert vom Engagement des Vereins. Besonders angetan ist sie von dem Konzept, den Tierschutz über die Bewirtung anderer Vereine bei verschiedenen Feiern in die Öffentlichkeit zu bringen.

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