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Flohmarkt im JuKuZ Mörfelden: Von Hawaii-Gitarre bis Xylophon: Ein Eldorado für Musiker

Von Besser bestückt als so manches Musikgeschäft und deutlich besser besucht, der Musikerflohmarkt im JuKuZ war ein Erfolg. Nils Berghorn und sein Team werden die Aktion wiederholen.
Andrea Meyenberg (links) aus Darmstadt bot auf im JuKuZ viele Blechblasinstrumente aus seinem Fundus an. Foto: Carmen Erlenbach Andrea Meyenberg (links) aus Darmstadt bot auf im JuKuZ viele Blechblasinstrumente aus seinem Fundus an.
Mörfelden-Walldorf. 

Das fünfköpfige Organisationsteam kam aus dem Staunen nicht heraus. „Einen derart großen Zuspruch hatten wir nicht erwartet“, kommentierte Sprecher Nils Berghorn die starke Resonanz beim ersten Musikerflohmarkt im Jugend- und Kulturzentrum (JuKuZ). Bereits 20 Minuten vor dem eigentlichen Beginn sei es dort rund gegangen. Auch danach ging es zu wie im Taubenschlag. Besucher gaben sich die Klinke in die Hand, und fast schon war das JuKuz wegen des starken Andrangs als Ausrichtungsort für die Premiere zu klein.

„Schnapsidee“

Berghorn erinnerte, wie alles anfing. 2016 habe die Event AG des JuKuz einen Ausflug in ein Selbstversorgerhaus jenseits allen Handy-Empfangs unternommen. Dort saß das Team abends beisammen, als bei geistreichen Getränken die „Schnapsidee“ für einen Musikerflohmarkt geboren wurde. Die fünf Mitglieder schliefen eine Nacht darüber und beschlossen die Sache jedoch am nächsten Morgen beim Frühstück. „Wenn wir uns so etwas in den Kopf gesetzt haben, ziehen wir es auch schnell durch“, so Berghorn. Zumal für die Ausrichtung mit dem JuKuZ das eigene Gebäude zur Verfügung stehe und deshalb keine Miete gezahlt werden müsse. Anlässlich der Premiere verzichteten die Veranstalter auf eine Standgebühr. „Wir wollten erst einmal sehen, wie es läuft“, so Berghorn. Wegen des ungeahnt großen Zuspruchs stand jedoch schon in den ersten Minuten fest, dass der Musikerflohmarkt wiederholt werde und sich etablieren solle.

Viel verkauft

Zu den zehn Teilnehmern zählten Musiker, die im JuKuZ durch Veranstaltungen bekannt waren, aber auch Privatpersonen wie der Musiker Bernhard Fritz. In seinem Fundus haben sich im Laufe der Jahre viele Instrumente angesammelt, die er nun anbot, weil er in absehbarer Zeit nicht mit ihnen umziehen möchte. Zu seinen Angeboten zählten unter anderem eine Hawaii-Gitarre aus den 1950er Jahren, aber auch ein Schlagzeug, ein Xylophon, ein Kontrabass, Saiten für E-Gitarren sowie Basslautsprecher.

Andreas Meyenburg aus Darmstadt hatte überwiegend Blechblasinstrumente dabei. „Ich löse keinen Posaunenchor auf“, lachte er. Aber er spiele in zweien und unterhalte auch ein eigenes Ensemble. Einige Musiker hatten ihm Instrumente zum Verkauf mitgegeben – darunter Klarinetten, ein Euphonium, verschiedene Hörner, ein Tenorsaxophon, aber auch Posaunen, Trompeten, ein Flügelhorn und ein Kornett. Alleine dieser Stand zählte mehr als 20 Instrumente und war besser bestückt als manches Musikgeschäft. Freilich probierten Besucher die Instrumente auch aus.

Den ungeahnt großen Zuspruch erklärte Berghorn damit, dass es im Umkreis keinen derartigen Flohmarkt gibt. Deshalb solle er nun in jährlichem Rhythmus angeboten werden. In ein bis zwei Wochen treffe sich das Organisationsteam zu einer Nachlese und kläre dabei ab, was bei der nächsten Veranstaltung verändert werde. Tonträger wie Schallplatten und CDs bleiben wohl auch dann vom Angebot ausgeschlossen, „weil sie ganz einfach den Rahmen sprengen würden“, so Mitorganisator Klaus Steinki. Auch das JuKuZ war mit einem eigenen Stand vertreten und bot dort Teile der Musik-Ausstattung des alten Jugendzentrums an, die mit der neuen Anlage im neuen JuKuZ nicht mehr kompatibel sind. „Wir verkaufen unter anderem ein Mischpult, Verstärker und Effektgeräte im Namen der Stadt, denn dabei handelt es sich um städtisches Inventar“, so Berghorn.

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