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Wehr übt unter erschwerten Bedingungen

Wehrführer Kai Kaffanke zog eine positive Bilanz des Einsatzes der Feuerwehr Dreieichenhain. Am nächsten Wochenende trainieren mehrere Dreieicher Feuerwehren zusammen.
Die Dreieichenhainer Einsatzkräfte transportieren eines der vermissten Kinder, Jugendfeuerwehrmann Abel, aus dem brennenden Haus.	Foto: Jost Die Dreieichenhainer Einsatzkräfte transportieren eines der vermissten Kinder, Jugendfeuerwehrmann Abel, aus dem brennenden Haus. Foto: Jost
Dreieich. 

Völlig ohne Sicht krabbelten Dominik Matheis und Thomas Köppke mit schweren Atemschutzmasken am Boden des Kindergartens Zeisigweg entlang. Die angenommene Notsituation klang dramatisch: Im Heizungskeller der Kita war ein Feuer entstanden und in dem brennenden Gebäude wurden noch drei Kinder vermisst.

Geschick und Routine

Die Einsatzabteilung der Freiwilligen Feuerwehr Dreieichenhain zeigte bei der Übung am Samstag Geschick und Routine. Sie bewies, dass in Notsituationen auf sie Verlass ist. Die beiden Feuerwehrleute gingen als erste ins Haus. Damit die Situation auch so realistisch wie möglich war, wurden ihre Sichtblenden auf den Schutzhelmen mit Folie verklebt, so dass sie nicht sahen, wohin sie gingen. „Wenn wir in einer echten Notsituation in ein völlig verrauchtes Haus gehen, ist darin auch nur die Hand direkt vor den Augen zu sehen“, erklärte Daniel Steinbrecher, Pressewart der Feuerwehr, „deswegen müssen wir diesen Ernstfall auch trainieren.“ Sebastian Aulbach und Thorsten Groß wurden als zweites Team in den Raum geschickt. Immer direkt verbunden krabbelten die jungen Männer durch das Gebäude. Der zweite Suchtrupp fand die vermissten Kinder dann: Niklas, Abel und Benjamin lagen dicht aneinander gekauert unter einem Tisch. Souverän und sicher brachten die Feuerwehrleute die Jungs aus dem Gebäude.

Aktionsreicher Tag

Wehrführer Kai Kaffanke war mit dem Einsatz sehr zufrieden: „Es ist alles gut gelaufen und die einzelnen Feuerwehrleute haben genau so agiert, wie es trainiert war.“ Die Übung umfasste einen ganzen Einsatztag. Daniel Steinbrecher berichtete von dem aktionsreichen Tag: „Wir haben uns schon um 8 Uhr getroffen und uns dann erst noch mal theoretisch mit einigen Fragen beschäftigt. Danach waren wir am Weiher der Winkelsmühle und haben das Saugen aus offenen Gewässern geübt. Wir haben ein 30 mal 15 Meter großes Hydroschild erstellt, das man braucht, wenn wir angrenzende Gebäude vor Feuer schützen wollen, und wir haben eine Ölsperre gelegt.“ Die realistischen Übungen seien besonders wichtig, um im Ernstfall Routine zu haben und einen kühlen Kopf zu bewahren.

Am nächsten Wochenende steht schon die nächste größere Übung an. Dann trainieren mehrere Dreieicher Feuerwehren zusammen. Wo genau, das wird nicht verraten - es soll schließlich eine Überraschung für die Einsatzkräfte bleiben.

(Nicole Jost)
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