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Trockenheit: Wenn Wald und Wiesen brennen

Von Sommerliche Temperaturen bis über 30 Grad und lange regenfreie Zeiten bescheren uns gerade eine tolle Ferienzeit– sie führen aber auch zu einer zunehmenden Brandgefahr in Wäldern, an Wiesen und Feldern.
Kreisbrandinspektor zeigt: So werden 2000 Meter Schlauch abgerollt. Bilder > Kreisbrandinspektor zeigt: So werden 2000 Meter Schlauch abgerollt.
Kreis Groß-Gerau. 

Überall sind derzeit trockene, braune Pflanzen zu sehen. Da kann schon ein unbedachtes Wegwerfen einer Zigarette zu einem Flächenbrand führen. „Ende Juni hatten wir einen kleinen Waldbrand in Büttelborn, in der gleichen Woche noch einen Wiesenbrand in Kelsterbach und erst vor kurzem einen Wiesenbrand im Bereich Trebur-Astheim und Königstädten“, weiß Kreisbrandinspektor Friedrich Schmidt.

Unbedachtes Handeln

Nicht nur Zigaretten lösen solche Brände aus – auch achtlos weggeworfene Flaschen können durch die Sonneneinstrahlung schnell zum Brennglas werden.

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„Bei solchen Dingen können die Bürger auch immer selbst die Augen offen halten, herumliegende Glasflaschen wegwerfen oder Unkundige ansprechen. Das frühzeitige Erkennen einer Gefahrensituation ist das A und O“, sagt Schmidt. Grillfreunde treffen sich außerdem gerade im Sommer an Wiesen und Wäldern – brutzeln dort oft außerhalb der ausgewiesenen Grillstellen oder löschen das Feuer beim Verlassen nicht richtig.

Ein heiß gelaufenes Auto,
das auf trockenen Gräsern steht, kann ebenfalls einen Brand auslösen. Deshalb gilt: Nur auf ausgewiesenen Parkplätzen parken.

Wer einen Brand sieht, sollte direkt die 112 anrufen – auch wenn nicht sicher gesagt werden kann, um was genau es sich handelt. „Lieber einmal zu viel anrufen, als einmal zu wenig“, rät Schmidt. Alle Anrufe aus dem Kreis kommen bei der Rettungsdienst-Leitstelle Groß-Gerau an.

Genau beschreiben

Dann gilt es, den Mitarbeitern möglichst genau die Örtlichkeit und die Größe des Brandes wiederzugeben – je genauer, desto besser. Das ausgebildete Fachpersonal kennt sich im gesamten Kreis genaustens aus und kann durch gezielte Fragen schnell den Standpunkt lokalisieren.

„Seit gut einem Jahr können wir uns außerdem den Standpunkt über WhatsApp schicken lassen“, berichtet Michael Keppelar, Leitstellenleiter. Denn auch hier zählt jede Sekunde für die Einsatzkräfte. Gerade bei Wind breitet sich ein Feuer so schnell aus, dass es in kürzester Zeit mehrere tausend Quadratmeter Feld, Wiese oder Wald vernichten kann.

Für solche Einsätze ist der Kreis Groß-Gerau vorbereitet. Insgesamt 17 Tanklöschfahrzeuge, die mit jeweils 5000 Liter Wasser befüllt sind, stehen zur Verfügung. Außerdem 12 000 Meter Schlauch, die ausgelegt werden können, um auch an jede Stelle im Wald zu gelangen.

Wie es in Zukunft weiter geht mit der erhöhten Brandgefahr? Das wird das Wetter entscheiden. „Nur ein kurzer Regen wird die Gefahr nicht groß minimieren, da braucht es schon mehr“, erklärt Schmidt.

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