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Arbeitslosigkeit von Menschen mit Behinderung: 198 Arbeitsplätze für Schwerbehinderte nicht besetzt

Eine gute und eine schlechte Nachricht im Hinblick auf die Beschäftigung von Schwerbehinderten im Landkreis: Manche Firmen tun mehr als sie müssen, andere kommen ihrer Pflicht nicht nach.
Ein Rollstuhlfahrer an seinem Arbeitsplatz in einer heimischen Verwaltung. Foto: Arbeitsagentur Ein Rollstuhlfahrer an seinem Arbeitsplatz in einer heimischen Verwaltung.
Limburg-Weilburg. 

Das geht aus der Statistik von 2014 hervor. Die neuen Zahlen werden jetzt ermittelt. Deshalb haben im Kreis Limburg-Weilburg private und öffentliche Arbeitgeber mit mindestens 20 Beschäftigten Post von der Arbeitsagentur erhalten. Die Behörde prüft, ob diese Betriebe im vergangenen Jahr ihrer gesetzlichen Verpflichtung nachgekommen sind, auf mindestens fünf Prozent der Arbeitsplätze schwerbehinderte Menschen einzusetzen.

Arbeitgeber, die ihre Pflicht nicht erfüllt haben, müssen eine Ausgleichsabgabe zahlen. Die Höhe der Abgabe ist abhängig von der tatsächlichen Beschäftigungsquote und kann für jeden unbesetzten Pflichtplatz bis zu 320 Euro pro Monat betragen. Bis spätestens 31. März müssen die Arbeitgeber der Agentur für Arbeit ihre Beschäftigungsdaten für das Jahr 2016 anzeigen. Dies gilt auch für Unternehmen, die keine Aufforderung erhalten, die Grenze von 19 Mitarbeitern jedoch überschritten haben.

Wieviel Geld Unternehmen sparen, wenn sie einen behinderten Menschen einstellen oder ausbilden, können sie sich online anzeigen lassen.

Nach Angaben der Limburger Agentur für Arbeit waren 2014 (aktuell vorliegende Daten) im Landkreis insgesamt 280 Arbeitgeber verpflichtet, auf 1124 Arbeitsplätzen Schwerbehinderte zu beschäftigen. Tatsächlich waren es 1324. Die Quote lag bei 5,5 Prozent und somit 0,5 Prozentpunkte über dem gesetzlichen Soll sowie 0,2 Prozentpunkte über dem Hessenschnitt. Ralf Fischer, Pressesprecher der Arbeitsagentur, erklärt dazu: „Diese positiven Zahlen sind darauf zurückzuführen, dass viele unserer Unternehmen mehr Schwerbehinderte beschäftigten als gesetzlich gefordert. Dennoch gab es aber auch einige Arbeitgeber, die ihrer Pflicht nicht nachgekommen sind, so dass im Kreisgebiet trotzdem 198 Pflichtarbeitsplätze unbesetzt blieben.“

Weitere Informationen rund um das Anzeigeverfahren und die Beschäftigungspflicht schwerbehinderter Arbeitnehmer unter der Mailadresse Frankfurt-Main.OS-SBAV-AZV@arbeitsagentur.de. Unternehmen, die einen schwerbehinderten Arbeitnehmer oder Auszubildenden einstellen möchten, können sie sich unter der gebührenfreien Rufnummer 0800 4 5555 20 direkt an den Arbeitgeberservice der Arbeitsagentur Limburg wenden. (nnp)

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