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Aar-Umgehung: Bürger mit im Boot

Das Raumordnungsverfahren zur Aar-Umgehung wird von einer vorgezogenen Bürgerbeteiligung begleitet. Das kündigte Lutz Nink für den Landesbetrieb Mobilität (LBM) beim Sachstandbericht am Mittwochabend im Verbandsgemeinderat Hahnstätten an.
Hahnstätten. 

Das Raumordnungsverfahren zur Aar-Umgehung wird von einer vorgezogenen Bürgerbeteiligung begleitet. Das kündigte Lutz Nink für den Landesbetrieb Mobilität (LBM) beim Sachstandbericht am Mittwochabend im Verbandsgemeinderat Hahnstätten an.

Eigentlich ist es ein internes Verfahren mit den Trägern öffentlicher Belange, durchzuführen von der Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord auf Antrag des LBM. Weil die Straßenplaner in der Umgehung Niederneisen/Flacht aber ein großes öffentliches Interesse sehen, möchte der Landesbetrieb möglichst frühzeitig ein Stimmungsbild aus der Bevölkerung einholen. Steht das Ergebnis fest, und sind die Stellungnahmen in einem öffentlichen Termin erörtert, "soll beraten werden, wie es dann weitergeht".

Vor dem Verbandsgemeinderat sprach der stellvertretende Leiter von einem "großen Aufwand", der aber durch das hohe Interesse an dem Projekt gerechtfertigt sei. Die frühe Beteiligung der Bürger bleibt indes nicht ohne Auswirkungen auf den "Fahrplan". Das raumordnerische Verfahren, regulär abzuwickeln in einem halben Jahr, dürfte sich um einige Monate verlängern. Auf Herbst 2013 schätzt Nink bei "umgehendem Beginn" den Abschluss, "vielleicht".

Variante vier

Der Landesbetrieb hat das Kostenmanagement zur sogenannten Aar- Umgehung zusammen mit den Voten der beteiligten Ortschaften beim Bundesverkehrsministerium (dort liegen auch die Unterlagen zum Diezer Tunnel) angemeldet, wo nach den Vorplanungen eine Zwischenprüfung erfolgt. Momentan sei die Nachbewertung der Kosten-Nutzen-Analyse in Arbeit, parallel würden die Unterlagen beim Landespflegereferat geprüft, sagte Nink in der Sitzung. Liege das Okay vor, könne das raumordnerische Verfahren mit allen sechs Varianten bei der SGD Nord, wo anschließend die Stellungnahmen ausgewertet würden, beantragt und eingeleitet werden. Ein Vorgespräch habe bereits stattgefunden, für das Verfahren werden derzeit die Unterlagen erstellt.

Dem Verbandsgemeinderat berichtete der stellvertretende LBM-Leiter von ersten positiven Signalen aus dem Verkehrsministerium. Aus straßenplanerischer Sicht erscheine für das im vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans enthaltene Projekt die Variante vier aussichtsreich. Nink geht davon aus, dass nach Verzögerungen im Ministerium – es gab dort Personalwechsel – die Zwischenprüfung 2012 abgeschlossen werden kann. Anfang 2013 könnte dann mit der Raumordnung begonnen werden.

13 200 Fahrzeuge

Aus Sicht des Landesbetriebs haben sich Prognosen über die Belastung der Bundesstraße bestätigt, "der Verkehr steigt mit der Zeit weiter an", erklärte Nink. Laut einer nicht repräsentativen 24-Stunden-Zählung passierten den Ortseingang Flacht 13 200 Fahrzeuge. Dem stehen aus der letzten Verkehrszählung 2005 12 000 Fahrzeuge gegenüber. Dass sich die Belastung durch den Betrieb der Aartalbahn ab 2015 spürbar verringert, glaubt der LBM-Vize nicht: Es gebe nur geringe Auswirkungen, das sei zu vernachlässigen, hieß es auf Nachfrage. Bei durchschnittlich 1200 Fahrgästen auf der Schiene – dabei handele es sich im Wesentlichen um Fahrgäste, die heute schon den öffentlichen Personennahverkehr nutzten – verringere sich die Anzahl der Fahrten in der Ortsdurchfahrt allenfalls um 100 pro Tag.

Bürgermeister Volker Satony kündigte an, spätestens in einem halben Jahr zum nächsten Sachstandsbericht einzuladen, Lutz Nink versprach, über Neuigkeiten sofort zu informieren. hbw

(Burkhard Westerweg)
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