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Alttrasse als Ausrede

Es gibt Bewegung in der Limburger Stadtpolitik. Zum ersten Mal zeichnet sich eine breite politische Mehrheit für eine Variante der Südumgehung ab: Nach der SPD hat nun auch die CDU bekundet, sich für
Johannes Laubach Johannes Laubach

Es gibt Bewegung in der Limburger Stadtpolitik. Zum ersten Mal zeichnet sich eine breite politische Mehrheit für eine Variante der Südumgehung ab: Nach der SPD hat nun auch die CDU bekundet, sich für einen Verlauf der Straße auf der so genannten Alttrasse auszusprechen. Damit schwenken die Christdemokraten um, denn bisher setzten sie auf eine Umfahrung von Blumenrod. Es soll ein Signal an das Bundesverkehrsministerium sein, dass es die Limburger nun ernst meinen und der Vorschlag für eine Umgehung auf der Alttrasse von einer breiten politischen Mehrheit getragen wird. Und das ganze Prozedere nur, damit das Projekt im Bundesverkehrswegeplan endlich in den vordringlichen Bedarf eingestuft und eine Verwirklichung damit nicht ganz auf den Sankt-Nimmerleins-Tag verschoben wird.

Doch bei realistischer Einschätzung bleibt die Südumgehung das, was sie die vergangenen 20 Jahre war: Ein Ventil, eine Ausrede, um die in der Stadt bestehenden Verkehrsprobleme bloß nicht selbst anzugehen, um weiter frisch fromm fröhlich frei neuen Verkehr in die Stadt zu ziehen. Die Umgehung bleibt weit entfernt, weil eine Klagewelle über die Planer und die Stadt einbrechen wird, weil die Straße gegen den Willen der Bewohner von Alt- und Neu-Blumenrod gebaut werden soll. Und weil das sicher einmal vorhandene Vertrauen in die Straßenverkehrsbehörde, unter deren Regie die Planung läuft, und lokale Politik längst aufgebraucht ist.

Über Jahre ist die Umgehung um Blumenrod herum geplant und verfolgt worden. Und nun soll es, hopplahopp, die Alttrasse werden. Wer sagt denn, dass es dort keine Kostenexplosion geben wird?

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