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Aus Grünschnitt soll Strom werden

Die Stadt Runkel erwägt derzeit den Betrieb eines sogenannten Pyreg-Reaktors, der Strom aus Grünschnitt erzeugen kann. Einen Betreiber gibt es bereits: Der Neu Isenburger Energiedienstleister Gespa hat Interesse an einem solchen Projekt, das auf der Runkeler Herrnwiese entstehen könnte. Es wäre der erste solche Reaktor in ganz Hessen.
Runkel. 

Die Stadt Runkel erwägt derzeit den Betrieb eines sogenannten Pyreg-Reaktors, der Strom aus Grünschnitt erzeugen kann. Einen Betreiber gibt es bereits: Der Neu Isenburger Energiedienstleister Gespa hat Interesse an einem solchen Projekt, das auf der Runkeler Herrnwiese entstehen könnte. Es wäre der erste solche Reaktor in ganz Hessen.

Bei dem Pyreg-Reaktor handelt es sich um ein preisgekröntes Verfahren, bei dem wertlose Biomasse in Energie umgewandelt werden kann, erläuterte Gespa-Geschäftsführer Karl-Walter Eberlein vor dem Stadtparlament. Der Reaktor habe lediglich die Größe eines halben Frachtcontainers (2,50 mal 2,50 mal acht Meter) und würde weitgehend lärm- und geruchsemissionsfrei arbeiten. Als Abfallprodukt entsteht Bio-Kohle, die unter anderem zum Grillen verwendet werden kann.

Wie Jörg Sauer, ehemaliger Bürgermeister von Löhnberg und heute Geschäftsführer der "AGena Energie", erläuterte, rechnet sich der Betrieb eines Pyreg-Reaktors für die Stadt Runkel, weil sie ihren Grünschnitt künftig kostenfrei entsorgen könnte. Die Stadt würde somit rund 15 000 Euro jährlich einsparen, rechnete Sauer vor. Auch die Bürger könnten ihren Grünschnitt kostenlos in der Anlage entsorgen. Außerdem würde die Stadt zu einer Verbesserung der Atmosphäre beitragen, weil der Pyreg-Reaktor beim Umwandeln von Grünschnitt in Kohle klimaschädliches Kohlendioxid verbraucht. Ein weiterer Vorteil für die Stadt wäre: Sie könnte bisherige Grünschnitt-Lagerflächen anderweitig nutzen.

Bürgermeister Friedhelm Bender (SPD) erklärte, dass die Investition in die Anlage rund 500 000 Euro kosten würde. Bezahlen würde die Betreiberfirma, während sich die Stadt Runkel lediglich zur kostenlosen Anlieferung der Grünabfälle verpflichten müsste. Laut Eberlein ist ein Betrieb des Reaktors bereits ab dem Frühjahr 2013 möglich.

Technisch möglich wäre laut Sauer auch die Verbrennung von Klärschlamm, allerdings zum Preis eines aufwendigen Trocknungsverfahrens, das vermutlich teurer wäre als die eigentliche Anlage. Auch wäre die in Runkel anfallende Klärschlamm-Menge wahrscheinlich zu gering. goe

(Rolf Goeckel)
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