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Weltkatzentag am 12. August: Aus Liebe zur Katze

Süß, verspielt, verschmust - Katzen gehören zu den beliebtesten Haustieren weltweit, für viele Menschen sind sie sogar richtige Familienmitglieder. Deswegen wird seit 2002 am 8. August der Weltkatzentag ausgerufen.
»Eine Katze hat ihren Willen und lässt sich nicht erziehen«: Sylvia Fattibene-Zimmermann mit ihrem Kater Che.	Foto: Müller »Eine Katze hat ihren Willen und lässt sich nicht erziehen«: Sylvia Fattibene-Zimmermann mit ihrem Kater Che. Foto: Müller
Limburg/Elz/Diez. 

Auch in Limburg, Elz und Diez gibt es Menschen, die sich ein Leben ohne Katzen nicht mehr vorstellen wollen. „Zu Spitzenzeiten hatten wir 16 eigene Katzen“, sagt Sylvia Fattibene-Zimmermann aus Limburg. Die 62-Jährige arbeitet als Verwaltungsangestellte bei der Stadtgärtnerei Limburg und ist seit mehr als 30 Jahren Katzenliebhaberin.

„Angefangen hat alles mit meiner Tochter. Sie wollte gerne einen Hund, doch das ging nicht, da wir damals in einer Wohnung im 1.  Stock gewohnt haben“, erinnert sich Fattibene-Zimmermann. Stattdessen hätten sie dann drei Perserkatzen angeschafft.

 

Unabhängige Tiere

 

Bei einem Spaziergang im Linterer Wald habe sie dann einmal ein Katzenbaby gefunden und zu sich geholt, um es zu versorgen. „Im Frühjahr haben wir dann noch mal Babys dort gefunden. Wir haben dann angefangen, die erwachsenen Tiere mit einer Katzenfalle zu fangen, um sie sterilisieren zu lassen“, sagt Fattibene-Zimmermann.

Ihr Engagement für Katzen hat sich herumgesprochen, und sie wird mittlerweile oft von Leuten gerufen, die wilde Katzen gefunden haben. Die Jungtiere werden von Fattibene an andere Katzenhalter weitervermittelt, die erwachsenen Wildkatzen bleiben dagegen oft bei ihr. „Nicht zahme Katzen will keiner. Aber für uns war das nie ein Problem“, sagt Fattibene-Zimmermann.

Aktuell hat sie nur noch zwei eigene Katzen. Grund dafür sei vor allem auch ihr eigenes Alter: „Katzen können bis zu 20 Jahre alt werden. Da müssen wir zusehen, dass wir auch im Alter die Katzen noch angemessen versorgen können.“

Das Faszinierende an Katzen sei für sie vor allem deren Unabhängigkeit. „Eine Katze hat ihren Willen und lässt sich nicht erziehen. Irgendwann gibt man die Erziehungsversuche dann auf“, sagt Fattibene-Zimmermann. „Aber ohne Katzen könnten mein Mann und ich nicht mehr leben.“

 

Wie ein Familienmitglied

 

Für Heike Häuser bedeuten ihre zwei Katzen vor allem Gesellschaft. Ihr Ehemann ist Fernkraftfahrer und ihr Sohn bereits ausgezogen, sodass die 50-jährige Hausfrau oft allein zu Hause ist. „Es ist schön, wenn man nicht allein ist“, sagt Häuser.

Sie habe ihre erste Katze bekommen, als sie 17 Jahre als war. Seitdem habe sie nie längere Zeit ohne Katze gelebt. „Wenn eine Katze stirbt, dann kam nach ein paar Monaten der Trauer immer die nächste Katze“, sagt Häuser.

Der Tod eines ihrer Tiere sei dennoch immer sehr schwer für sie. Es sei ein Familienmitglied, welches da sterbe.

„Eigentlich wollte ich auch nach dem Tod der letzten Katze keine weitere mehr, aber mein Sohn hat erkannt, dass es mir nur mit einer neuen Katze besser geht“, sagt die Elzerin.

Neben der Gesellschaft schätzt sie auch das Verständnis der Katzen. Sie könne es den Tieren ansehen, wenn ihnen etwas fehle, aber ebenso würden die Katzen spüren, wenn es ihr nicht gutgehe. „Man muss sich auf die Tiere einlassen“, sagt sie.

Im Gegensatz zu Sylvia Fattibene-Zimmermann ist die Katzenhaltung für Heike Häuser eine Frage der Erziehung der Tiere; die Katzen würden sich sogar untereinander beibringen, was erlaubt und was verboten ist. „Bei uns gibt es kein Kratzen an den Möbeln. Das ist Erziehungssache wie bei einem Kind“, sagt Häuser.

Hätte sie mehr Platz, könne sie sich auch vorstellen, noch mehr Tiere bei sich aufzunehmen. Auf einem Bauernhof gebe es mehr Katzen. Diese Tiere seien wie eine positive Sucht. „Ich würde sie nicht wieder hergeben.“

 

Ein kleiner Ersatz

 

Wie es ist, mit jeder Menge Tiere zusammenzuleben, weiß Petra Kämpfer. Denn die Diezerin ist auf einem Bauernhof aufgewachsen. Nachdem sie von zu Hause ausgezogen sei, habe sie sich Katzen angeschafft. „Ich habe einfach die Tiere um mich herum vermisst. Ich mag auch Hunde, aber Katzen sind einfach praktischer, weil sie sich allein beschäftigen können“, sagt Kämpfer. Zurzeit hält sich die 40-Jährige zwei Hauskatzen, Kater Pepe und Katze Pewie. Kinder haben sie und ihr Ehemann keine. „Die Katzen sind ganz sicher ein kleiner Ersatz dafür“, sagt Kämpfer. Auch für sie sind ihre beiden Lieblinge vollwertige Familienmitglieder. Sie sei sich aber der Tatsache bewusst, dass es sich um Tiere und keine Menschen handele.

„Bei uns kommen die Tiere auch nicht ins Bett. Da gibt es Grenzen“, sagt Kämpfer. Der Tod der Tiere belaste sie zwar, aber sie könne ganz gut damit umgehen. „Auf dem Bauernhof habe ich viel kommen und gehen gesehen“, sagt sie. Nichtsdestotrotz trauere auch sie, wenn sie eines der Tiere verliere. „Das Tolle an Katzen ist, dass sie so lebendig sind und man mit ihnen spielen kann“, sagt Kämpfer. Da nehme man auch gerne die vielen Tierhaare in der Wohnung und hohe Tierarztkosten in Kauf.

„Ein Leben ohne Katze ist für mich nicht mehr vorstellbar“, sagt Kämpfer und ist sich dabei wohl mit den meisten Katzenhaltern einig.

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