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Politik: Bendel will nicht mehr Landrat werden

Von Selbst wenn sie ihn wählen würden, will Andreas Bendel aus Mengerskirchen nicht mehr Landrat des Kreises Limburg-Weilburg werden. Das erklärte er auf Anfrage dieser Zeitung.
Andreas Bendel (56) würde seine Kandidatur gerne zurückziehen, darf aber nicht. Andreas Bendel (56) würde seine Kandidatur gerne zurückziehen, darf aber nicht.
Limburg-Weilburg. 

Der Landratskandidat der Freien Wäh- ler Andreas Bendel (56) aus Mengerskirchen würde gerne von seiner Bewerbung für das höchste Amt im Kreis zurücktreten, darf es aber nicht. Dies bestätigte er gestern auf NNP-Anfrage.

Kreiswahlleiter Dr. Thomas Orth erläuterte, dass nach der Zulassung der Wahlvorschläge kein Rückzug von der Kandidatur mehr möglich ist. Die Wahlvorschläge wurden laut Orth bereits am 31. August zugelassen. Danach bleibt jeder Kandidat auf der Wahlliste – ob er will oder nicht. Dieser Sachverhalt sei Andreas Bendel auch erläutert worden, so der Kreiswahlleiter.

Zu den Motiven seines überraschenden Schrittes wollte sich Bendel nicht näher äußern. „Es gab familienintern einen Krankheitsfall; da fängt man schon an zu überlegen“, sagte er. Bendel bestritt auf Nachfrage ausdrücklich, dass sein geplanter Rückzug von der Landratskandidatur im Zusammenhang mit dem laufenden Insolvenzverfahren seiner in Solms ansässigen Firma „Baustil“ steht. „Das hat damit überhaupt nichts zu tun“, sagte er.

Zahlungsunfähig

Laut einer amtlichen Bekanntmachung des Amtsgerichts Wetzlar von 7. September 2018 ist das Generalbauunternehmen „Baustil“ zahlungsunfähig. Andreas Bendel war einer von zwei Geschäftsführern der Firma. Seinen Rückzug von der Kandidatur wollte der Mengerskirchener Unternehmer nach eigenen Angaben vor etwa drei Wochen einleiten.

Obwohl Andreas Bendel seine Bewerbung nun gezwungenermaßen aufrechterhalten muss – Landrat werden will er auf keinen Fall. Selbst für den aus seiner Sicht höchst unwahrscheinlichen Fall, dass er gewählt wird: „Ein Amtsantritt käme für mich nicht in Frage“, erklärte er. Darüber habe er auch den Vorstand der Freien Wähler im Landkreis Limburg-Weilburg bereits informiert.

Neben Bendel treten zur Landratswahl am 28. Oktober vier weitere Kandidaten an: Für die CDU kandidiert Michael Köberle (52) aus Limburg, Stadtverordnetenvorsteher in der Domstadt und von Beruf Diplom-Ingenieur für Elektrotechnik. Er arbeitet als Bereichsleiter Betriebsmanagement beim Hessischen Rundfunk in Frankfurt. Die SPD schickt den ehemaligen Löhnberger Bürgermeister Jörg Sauer (55) ins Rennen. Sauer ist Inhaber eines Büros, das Unternehmen und Kommunen berät. Er gilt als Experte für erneuerbare Energien mit Schwerpunkt auf Biomasse und Solartechnologie. Dr. Klaus Valeske tritt für die FDP als Landratskandidat an. Der 55-jährige Arzt ist am Kinderherzzentrum Gießen tätig. Er ist Vorsitzender der FDP-Kreistagsfraktion, des FDP-Stadtverbands, Stadtverordneter in Limburg und wohnt in Linter.

Für die Linke stellt sich Jörg Zimmermann aus Waldbrunn zur Wahl. Der 60-jährige gelernte Maschinenschlosser lebt im Ortsteil Hausen und war Gewerkschaftssekretär bei der IG Metall. Er ist Kreistagsabgeordneter.

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