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ZING-Reporter als Geschichtsforscher unterwegs: Das Leben vor 400 Jahren

Die Schüler der 4a aus Niederhadamar beschäftigten sich mit dem Leben vor 400 Jahren und fanden heraus, dass damals die Kinder nur im Winter zur Schule gingen.
Die Klasse 4a der Grundschule Niederhadamar hat beim Projekt Zeitung in der Grundschule jede Menge über die Vergangenheit gelernt. Bilder > Die Klasse 4a der Grundschule Niederhadamar hat beim Projekt Zeitung in der Grundschule jede Menge über die Vergangenheit gelernt.
Hadamar. 

Vor 400 Jahren führten die meisten Menschen ein sehr armes Leben. Sie mussten viel mehr arbeiten als heutzutage. Auch die Kinder mussten mithelfen. Die Schule wurde nur während der Winterzeit besucht, weil zu dieser Zeit nichts auf dem Feld wuchs. Die Ernährung bestand aus Kartoffeln und Brot. Nicht nur das Essen, sondern auch die Arztversorgung war anders. Ein Arzt war häufig zu weit entfernt oder konnte nicht bezahlt werden. So starben viele. Der Alltag begann sehr früh. Bereits um fünf Uhr musste jemand aufstehen, um das Feuer im Ofen anzuzünden. Dieser stand nur in der Küche. Es war der einzig warme Raum im Haus. Meistens wurde die Wärme des Ofens auch zum Kochen genutzt. Nur wenige Familien hatten damals einen Backofen. Häufig wurde der fertige Brotteig zum nächsten Bäcker gebracht, dessen Öfen meist größer waren. Das Wasser musste aus einem Brunnen oder dem nächsten Fluss geholt werden. Fließendes Wasser konnten sich nur die sehr reichen Leute leisten. Die Toilette gab es deswegen auch nicht im Haus, sondern draußen in einer kleinen Hütte. Auch elektrischen Strom gab es nicht. Als Lichtquelle wurden Kerzen angezündet. Deshalb kam es oft zu Hausbränden. Diese zu löschen war sehr schwierig, da die Menschen eine lange Kette bilden mussten und das Löschwasser dann Eimerweise weitergaben, bis sie am Brand angekommen waren. Das dauerte lange. Da früher nur Fachwerkhäuser gebaut wurden, konnte sich das Feuer auch gut ausbreiten. Die Häuser bestanden damals zu einem großen Teil aus Holz, meistens aus der Fichte, damit keine Fäulnis entstand. Um ein Fachwerkhaus zu bauen, benötigte es sehr viel Zeit. Ein kleines Haus benötigte ein Jahr, größere Häuser zwei Jahre. Zunächst wurde ein Fachwerkgerüst aus Holz aufgebaut. In die Hohlräume, welche man Gefache nennt, wurden geflochtene Haselnusszweige gesetzt. Dann mischten die Bauleute Lehm, Stroh und Ochsenblut mit Wasser. Die Zutaten wurden alle in eine kleine Grube geschüttet. Die Leute liefen mit ihren nackten Füßen so lange darauf rum, bis alles gut vermischt war. Anschließend wurde die Mischung auf das Flechtwerk geworfen und glattgestrichen. Manche Fachwerkhäuser wurden auch besonders schön bemalt und geschmückt.

Birhat Oltan, Marvin Wilfer, Til Stanjek, Jana Dyear Dawod, Isabel Morim, Tasmin Sahbani, Maryam Kouki, Bahar, Gürcan, Tobias Dölling, Colin Ahlbach, Lea Sofie Holzenthal, Lukas Schwarz, Kevin Przwloka, Julian Thüringen, Morena Georg-Muthweiss.

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