E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Frankfurt am Main 25°C

Euphorie: Das WM-Fieber im Kreis Limburg-Weilburg steigt erst langsam

Von Die WM-Euphorie im Landkreis Limburg-Weilburg hält sich noch stark in Grenzen. Einen Tag vor dem ersten WM-Spiel liegen noch viele Devotionalien in den Regalen.
Christoph Pehlke (links) und Eduard Stephan kümmern sich im Limburger Globus-Markt um die Sonderverkaufsware zur Weltmeisterschaft. Foto: Robin Klöppel Christoph Pehlke (links) und Eduard Stephan kümmern sich im Limburger Globus-Markt um die Sonderverkaufsware zur Weltmeisterschaft.
Limburg-Weilburg. 

Vier Tage haben die Fans noch Zeit, sich für die WM bis zum ersten Deutschland-Spiel gegen Mexiko mit Trikots, Hüten oder Autofähnchen einzudecken. Diesmal scheint es aber deutlich später zu werden mit dem Start der WM-Euphorie, bis alle Limburg-Weilburger Teil von „Die Mannschaft“ werden. Wenn Limburg-Weilburg wirklich zum zweiten Mal in Folge Weltmeister werden will, dann ist mehr Schwarz-Rot-Gold-Beflaggung im Stadtbild nötig.

Selbst Eintracht-Legende Harald Karger sagt uns: „Wenn ich ehrlich bin, fühle ich mich noch gar nicht in WM-Stimmung“. Auch in seinem eigenen Umfeld werde noch wenig über die WM gesprochen. „Ich glaube, das kommt mit den ersten Spielen“, sagt der Kubacher. Hans-Peter Faßbender aus Dietkirchen muss man als altem Real-Madrid-Fan nach dem dritten Champions-League-Sieg in Folge nicht erzählen, was das Wort Fußball-Euphorie bedeutet. Er hat sich mit seiner Familie live im Stadion in Leverkusen Freitag den Test gegen Saudi-Arabien angesehen. „Da ist bei mir erst der Funke übergesprungen“, sagt „HP“. Der „Dickerischer“ hat sogar zwei Riesen-Chancen, Weltmeister zu werden, da er auch noch zu seiner „Zweiten Liebe“ Spanien hält. Andreas Nattermann aus Eschhofen ist einer, der WM-Euphorie wie die Luft zum Atmen braucht. Schließlich will er, dass sich die Limburger Markthalle bei den deutschen Partien beim Public Viewing füllt. Er sei aber guter Hoffnung, dass noch Stimmung aufkommt in Deutschland.

Pulled Pork, Weltmeister-Müsli und WM-Torte: Slavica Dauth ist im Karstadt-Restaurant im Fußballfieber. Bild-Zoom Foto: Robin Klöppel
Pulled Pork, Weltmeister-Müsli und WM-Torte: Slavica Dauth ist im Karstadt-Restaurant im Fußballfieber.

Angekommen ist die WM zumindest schon bei einigen Geschäften, die mit den Nationalfarben die kommenden Wochen für zusätzlichen Umsatz sorgen wollen. Dinka Zaborowski aus Hadamar ist eine, die das ganze Jahr über euphorisch wirkt. Vor der WM noch mehr, da sie als Kroatin und Wahldeutsche auch zwei Titelchancen in Russland hat. Die Deutschlandfahnen hängen schon in ihrer Kneipen „Bei Dinka“ und im Imbiss Olschok in Hadamar. Heute fährt sie aber extra nach Frankfurt, um sich noch mit Kroatien-Fahnen für ihre Kneipen einzudecken. „Wer bei mir Fußball schaut, bekommt für jedes Deutschland- und Kroatien-Tor gratis einen Schnaps“, verspricht sie. Und wenn Deutschland oder Kroatien ins Finale komme, lade sie ihre Gäste zum Grillen ein.

Frei-Schnäpse

Wer etwas gegen fehlende WM-Euphorie tun will, kann sich zu einer der Filialen der Westerburger Bäckerei Mühlenbäcker begeben. Dort gibt es bereits das Donut-Dream-Team in Deutschlandfarben mit Trillerpfeife und Ohrenstöpseln dazu. Slavica Dauth, stellvertretende Restaurantleiterin bei Karstadt, ist schon Berufs wegen WM-euphorisch, denn bereits am 4. Juni haben bei ihr in der Küche die WM-Wochen gestartet. Ob das Pulled Pork so gut läuft, weil es zur WM-Aktion gehört und in Schwarz-Rot-Gold garniert ist, bleibt fraglich. Wer will, kann sich aber im Obergeschoss von Karstadt ein deutsches WM-Trikot und den Original-FIFA-Ball schnappen und gestärkt durch ein WM-Müsli oder eine WM-Torte in deutschen Farben weiter zum WM-Schauen gehen. Im Globus-Markt steht direkt hinter dem Eingang ein Riesensortiment an Artikeln. Aktionsplaner Christoph Pehlke vom Markt sagt: „Wir haben sogar Klopapier mit Rasenduft.“ Pehlke ist sich sicher: „Nach dem ersten Deutschland-Spiel wird die WM-Euphorie wieder einsetzen“. Der Globus-Mann braucht genauso dringend wie Joachim Löw am Sonntag einen deutschen Sieg. Der erfahrene Produktpräsentator hofft, dass nicht alle zum Public Viewing gehen und sich lieber vom WM-Tisch noch Bier und Chips zum heimischen Schauen mitnehmen.

„Interesse wird kommen“

Kevin Greul von City Sport in der Limburger WerkStadt hatte im November schon die ersten Deutschland-Fans im Laden, die sich gleich als Erste das neue WM-Trikot der Mannschaft sichern wollten. „Ein bis zwei Wochen vorher fangen die meisten anderen dann an, sich langsam für eine WM zu interessieren“, weiß er. Von daher ist er optimistisch, dass sich bis Sonntag vor dem Mexiko-Spiel noch viele mit Trikots, Hula-Ketten und Fähnchen für den Autokorso durch die Stadt nach dem Sieg bei ihm eindecken.

Zur Startseite Mehr aus Limburg

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutz Über unsere WerbungRSS

© 2018 Frankfurter Neue Presse

Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen