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Das steht in keinem Schulbuch

Im Herbst waren wieder Schüler-Reporter für die NNP unterwegs und verfassten im Rahmen des Projektes Zeitung in der Grundschule (ZING) Artikel über Interessantes und Wissenswertes aus der Region.
Limburg-Weilburg. 

613 Schüler aus 34 Klassen waren es im vergangenen Herbst, die beim Projekt Zeitung in der Grundschule mitmachten. Zum vierten Mal bot die NNP den Grundschulklassen in ihrem Verbreitungsgebiet an, drei Monate lang mit der Zeitung im Unterricht zu arbeiten und wie "echte" Journalisten eine Reportage zu verfassen, die dann in der NNP veröffentlicht wurde.

Zum dritten Mal geschah dies mit Unterstützung der Kreissparkasse (KSK) Limburg, die auch wieder Grundschülern ihre Türen geöffnet und den Kindern die Möglichkeit geboten hatte, die Sparkasse genau kennenzulernen.

Die Unterrichts-Arbeit mit der Zeitung, die drei Monate lang den teilnehmenden Klassen kostenlos in die Schulen geliefert wird, die Recherche der Schüler für ihre eigene Reportage und natürlich das Verfassen des Artikels bedeuten für die Lehrerinnen und Lehrer einen großen Arbeitsaufwand und Mehrarbeit. "Sie lassen sich da auf ein Abenteuer ein", sagte Dr. Markus Moog vom Aachener IZOP-Institut, das das Projekt pädagogisch betreut, vor dem Projektstart beim Seminar für die teilnehmenden Lehrer in der Limburger Kreissparkasse.

Warum sich wieder so viele Lehrer auf dieses Abenteuer ZING eingelassen hatte, berichteten sie bei diesem Seminar: Es waren die positiven Rückmeldungen von Kollegen, die in den vergangenen Jahren am Projekt teilgenommen hatten, und es ist das Bestreben der Schulen, die Lesekompetenz ihrer Schüler zu fördern, sie mit dem Medium Zeitung vertraut zu machen, da viele Haushalte keine Tageszeitung beziehen. Auch die Eltern sind begeistert vom Projekt, wenn sie sehen, wie die Kinder stolz ihren ZING-Presseausweis tragen und motiviert und engagiert an ihre Aufgabe als Nachwuchs-Reporter herangehen.

"Wir freuen uns ausgesprochen, dass wir wieder gemeinsam mit der NNP das ZING-Projekt ausrichten", sagte Patrick Ehlen, Vorstands-Mitglied der KSK Limburg. Es sei spannend zu erleben, welche Fragen die Schüler stellten und dass sie auch mal dem KSK-Chef "Löcher in den Bauch" fragten. Mit der Förderung der Lesekompetenz könne nicht früh genug begonnen werden, und der Kreissparkasse im Altkreis Limburg sei das Engagement in Schulen und Bildung ausgesprochen wichtig. Die Kreissparkasse hofft auch, Schüler für den Beruf des "Bankers" begeistern zu können, denn es sei inzwischen schwer, qualifizierte Mitarbeiter zu finden, sagte Ehlen.

"Wir sind schon 30 Jahre im Bereich der Medienerziehung und Leseförderung tätig und sind es noch nicht müde geworden. Denn der Erfolg gibt uns recht", sagte Bianca Haag, die Marketing-Chefin der Frankfurter Societät, zu der die NNP gehört.

Sie dankte der KSK für die gute Zusammenarbeit und verwies auf eine ganz besondere Aktion zum Jubiläum: Es gibt jetzt ein ZING-Maskottchen, das zum Projektstart am 12. September in alle teilnehmenden Klassen kam. Haag: "Wir freuen uns jedes Jahr auf’s Neue, so viele Klassen bei ZING begrüßen zu können. Ich wünsche sehr viel Spaß beim Projekt." Kurt Meteling vom Staatlichen Schulamt in Weilburg, das das ZING-Projekt in jedem Jahr sehr interessiert verfolgt, verwies auf die hohe Motivation, die die Schüler innerhalb des Projektes zeigten. Für die Lehrer bedeute es wesentlich mehr Aufwand als "normaler" Unterricht. Auf die Schüler-Berichte, die in der NNP erscheinen, freue er sich immer sehr, sagte Meteling.

Die Lernziele des Projektes sind: selektives Lesen, kontinuierliche Zeitungslektüre, kritische Medienrezeption und das Wecken neuer Interessen. Die Grundschulkinder seien oft sehr stolz, Zeitung lesen zu dürfen wie die Erwachsenen. Dr. Moog sagte, mit der regionalen Tageszeitung hätten die Klassen Unterrichtsmaterial, das sich an der Lebenswirklichkeit der Kinder orientiere. "Das findet man in keinem Schulbuch." cz

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