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Sonntag: Denkmäler öffnen ihre Türen und Tore

Mehr als 7500 historische Baudenkmäler, Parks oder archäologische Stätten öffnen bundesweit am Tag des offenen Denkmals ihre Türen. 450 davon liegen in Hessen, immerhin rund 30 Denkmäler gibt es am kommenden Sonntag im Landkreis Limburg-Weilburg zu bestaunen.
Der Turm von St. Peter und Paul Bad Camberg kann am Sonntag bestiegen werden. Bilder > Der Turm von St. Peter und Paul Bad Camberg kann am Sonntag bestiegen werden.
Limburg-Weilburg. 

„Entdecken, was uns verbindet“ lautet das Jahresmotto der größten Kulturveranstaltung Deutschlands, die in diesem Jahr zum 25. Mal über die Bühne geht. Im heimischen Raum laden am Sonntag folgende Denkmäler zum Blick hinter die Kulissen ein:

  Die Gedenkstätte Hadamar hat von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Eine Führung um 14.30 Uhr gibt Einblick in die Bau- und Nutzungsgeschichte des Anstaltsgeländes auf dem Mönchberg. Gezeigt werden bauhistorische Merkmale und Besonderheiten, die in Zusammenhang mit der NS-„Euthanasie“ stehen. Hierfür wird die ehemalige „T4“-Busgarage, die Kellerräume mit ehemaliger Gaskammer und Krematorium, sowie die Gedenklandschaft der Gedenkstätte besichtigt. Die Teilnahme an der Führung ist ab 14 Jahren empfohlen.

  Stadtmuseum und Glasmuseum Hadamar sowie die Dorfmuseen Niederzeuzheim und Oberweyer : In der ehemaligen Wohnung des Fürsten Johann Ludwig sind Glasexponate von Hadamarer und internationalen Künstlern ausgestellt. Im Stadtmuseum sind die Scherenschnitte von Ernst-Moritz Engert und der Wandfries von Karl Wilhelm Diefenbach zu sehen. Darüber hinaus läuft die Sonderausstellung „Die Gestressten haben Uhren, die Glücklichen haben Zeit“ im Rahmenprogramm des Denkmals der grauen Busse. Im ehemaligen Rathaus Am Backhausberg in Niederzeuzheim werden Gegenstände aus dem früheren Dorfleben in Kirche und Gesellschaft gezeigt. Im Obergeschoss kann eine Wohnung aus der Zeit um 1900 besichtigt werden. Der Weg zum 5000 Jahre alten Steinkistengrab im Waldstück „Hohler Stein“ in Niederzeuzheim ist ausgeschildert.

  Im Heimatmuseum Münster (Altes Rathaus) zeigt der Geschichtsverein Hochzeitsbilder aus verschiedenen Jahrhunderten aus dem Fundus des Museums und aus Privatbesitz. Öffnungszeit: 14.30 bis 17 Uhr. Das Dorfmuseum Oberweyer öffnet von 14 bis 17 Uhr seine Pforten. Dort ist die Sonderausstellung über den Ersten Weltkrieg letztmalig zu sehen. Der Verschönerungsverein Oberweyer lädt ein.

  Der Verschönerungsverein Limburg bietet Führungen durch einige Keller der Altstadt an. Der Denkmalbeirat der Stadt beteiligt sich mit zwei kostenfreien Führungen: Die erste mit dem Kunsthistoriker und Vorsitzenden des Limburger Denkmalbeirats, Dr. Gabriel Hefele, beginnt um 10.30 Uhr in der Stadtkirche St. Sebastian . Die zweite Führung findet um 14 Uhr auf dem Hauptfriedhof statt (Treffpunkt Haupteingang) mit Steinmetz- und Bildhauermeister Alexander Herber. In Gewölbekeller in der Limburger Altstadt , unter anderem in den etwa fünf Meter hohen Keller des Hauses Römer 2-4-6, geht es bei je zwei Führungen um 11, 13 und 15 Uhr (maximal 25 Teilnehmer pro Gruppe, 6 Euro pro Person). Die Treffpunkte werden bei der Anmeldung beim Verschönerungsverein, Barfüßerstraße 6, Telefon:  (0 64 31) 61 66, mitgeteilt.

  Die Evangelisch-Lutherische St. Johannes-Kapelle (In der Erbach, Limburg) ist nach dem Gottesdienst, der um 9 Uhr beginnt, bis 18 Uhr geöffnet.

  Das Diözesanmuseum am Limburger Dom bietet unter dem Motto „Byzanz und der Westen“ um 14 Uhr eine Führung mit Melanie Scheidler an. Das Museum ist von 12 bis 18 Uhr geöffnet.

  Der Bad Camberger Amthof mit seiner 700-jährigen Baugeschichte und 145 Meter langem Sichtfachwerk ist Thema der Führung „Innen und Außen“ (Treffpunkt: 15 Uhr, Amthof-Innenhof) mit Stadtführer Manfred Kunz und Architekt Karlheinz Lamprecht. „Entdecken Sie Ihre Vorfahren!“ heißt es im Stadtarchiv , das am Sonntag von 14 bis 17 Uhr geöffnet hat (Am Amthof 15, erster Stock). Der Motor eines 1944 abgestürzten amerikanischen Bombers ist von 16.30 bis 18.30 Uhr im Alten Rathaus am Chambray-lès-Tours-Platz 1 ausgestellt. Um 17.15 Uhr berichten dort Zeitzeugen und Historiker. Dazu lädt der Verein historisches Camberg ein. Stadt- und Turmmuseum sowie die Hohenfeldkapelle haben von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Die alte Jüdische Schule (Hainstraße 21) kann von 14 bis 16 Uhr besichtigt werden (Führungen um 14.30 und 15.30 Uhr). Der seit Juli eingerüstete Kirchturm von St. Peter und Paul kann am Sonntag in der Zeit von 12 bis 18 Uhr bestiegen werden (nur bei gutem Wetter!). Der Zugang ist auf der Nordseite der Pfarrkirche. Zugelassen sind schwindelfreie Personen zwischen 18 und 70 Jahren ohne körperliche Beeinträchtigungen.

  Passend zum Jahresmotto „Entdecken, was uns verbindet“ hat sich der Hünfeldener Verein „Einst und Jetzt“ etwas Originelles einfallen lassen: Er hat die alte Ortsrufanlage , eine noch funktionsfähige Telefonanlage, im Museum aufgebaut. Außerdem findet ein Erzählcafé statt, bei dem über die einst in fast allen Ortsteilen des heutigen Hünfeldens vorhandene Ortsrufanlage gesprochen wird. Mit ihr wurden in Kirberg von 1952 bis 1971 wichtige Informationen an die Bürger weitergegeben. Die Ortsrufanlage war eine Beschallungsanlage mit Lautsprechern, die oftmals auch an privaten Hausfassaden angebracht waren. Im Alten Rathaus befand sich der Verstärker mit Mikrofon, Radio und Plattenspieler. Das Museum im Alten Rathaus in Kirberg (Burgstraße 38) ist von 10 bis 16 Uhr geöffnet, ab 11 Uhr gibt es Kaffee und Kuchen. Auch die evangelische Kirchengemeinde beteiligt sich am Tag des offenen Denkmals: Die Pfarrkirche kann nach dem Gottesdienst ab etwa 11 Uhr besichtigt werden. Von 10.30 bis 16.30 Uhr kann in Heringen die restaurierte barocke Kirche mit dem Orgelgehäuse aus Hadamar besichtigt werden. Die Kirche in Nauheim , ein traditionell nassauischer Kirchenbau mit Orgel über dem Altar und wuchtiger Gemeindeempore mit beschrifteten Brüstungsfeldern, ist von 14 bis 16 Uhr geöffnet. Von 12 bis 17 Uhr besteht Zugang zur Kirche in Neesbach mit ihren Wandmalereien und ihrer historischen Orgel. In Dauborn kann die Kirche von 15 bis 18 Uhr besucht werden; sie ist in ihrer Nüchternheit eine Vertreterin des reformierten Kirchenbaustils. In Verbindung mit dem Deutschen Orgeltag besteht in Dauborn die Gelegenheit, Einblick zu nehmen in die Technik von Orgel und Harmonium. In Führungen und einer kleinen Werkstatt werden Technik und Klang erläutert.

  Die Burg Freienfels öffnet von 11 bis 17 Uhr Tür, Tor und Verlies für Besucher. Der diesjährige Höhepunkt sind die Reifenberger Härmleins, die mittelalterliche Tänze vorführen. Die Tanzgruppe aus Oberreifenberg ist auch Bestandteil der Freienfelser Ritterspiele. Außerdem werden Burgführungen angeboten und mittelalterliche Waffen und Rüstungen ausgestellt. Kinder können sich mit verschiedenen Gewandungen in Ritter, Knappen und edle Hofdamen verwandeln. Auf der Bogenbahn können Kinder und Erwachsene den Umgang mit Bogen und Armbrust lernen oder Äxte und Speere werfen.

  In Weilburg können die Heilig-Grab-Kapelle mit Kalvarienberg und altem Friedhof sowie die Schlosskirche besichtigt werden. Veranstalter sind die evangelische Kirchengemeinde Weilburg, der Geschichtsverein und die Bürgerinitiative „Alt-Weilburg“. Der Veranstaltungsreigen beginnt um 10.30 Uhr mit einem Gottesdienst in der Schlosskirche. Ab 11.30 Uhr werden im Stundentakt bis einschließlich 14.30 Uhr Führungen in den Turm und den Dachstuhl der Schlosskirche angeboten. Außerdem steht an der Schlosskirche die Geo-Schatzsuche für Kinder und Jugendliche „Auf den Spuren Martin Luthers und der Reformation in Weilburg“ auf dem Programm. Die Schlosskirche mit einer Ausstellung zur Baugeschichte ist von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Um 12, 13 und 14 Uhr finden Führungen zu Heilig-Grab-Kapelle sowie Kalvarienberg und altem Friedhof an der Frankfurter Straße statt. Die Heilig-Grab-Kapelle ist von 11.30 bis 15.30 Uhr geöffnet. Um 16 Uhr lädt Dekanatskantorin Doris Hagel zum Orgelkonzert in die Schlosskirche ein.

  Die ehemalige Synagoge in Schupbach ist von 11 bis 17 Uhr geöffnet, der Förderverein erwartet Besucher in dem Gebäude in der Mittelstraße, das in mehrjähriger Arbeit restauriert und im April wiedereröffnet wurde. Von 11 Uhr an gibt es zu jeder vollen Stunde Erläuterungen über Verbindungen mit Nachkommen jüdischer Familien und ihre Geschichte. Kaffee und Kuchen wird auch serviert.

  Der Römerturm Idstein ist von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Besuchern wird im Turm eine kleine Führung zu den ausgestellten römischen Fundstücken angeboten. Um 11.30 Uhr beginnt eine Führung zum Limes im Idsteiner Land. Für Kinder gibt es römische Spiele, Kettenhemden zum Anprobieren und um 15.30 Uhr eine Kinderführung.

  Der Greifenstein-Verein eröffnet das Programm zum Denkmaltag bereits am Samstag um 18 Uhr in der Barockkirche auf Burg Greifenstein mit der Sopranistin Carola Reuter, dem Trompeter Roman Pacholek und dem Kantor Michael Poths (Eintritt: 10 Euro). Am Sonntag ist der Eintritt in die Burg, die Glockenwelt und in die Barockkirche frei. Spenden sind willkommen. Der Tag beginnt mit einem thematischen Gottesdienst um 11 Uhr in der Barockkirche. Um 15 Uhr berichten Sigrid Müller-Stahl und Michael Krekel im Marstall anhand von Lichtbildern über die internationalen Verflechtungen Greifensteins.

  Die Burg Merenberg liefert von 10.30 bis 16 Uhr interessante Einblicke. Die Burg Merenberg, die zurzeit aufwendig restauriert wird, liegt auf einem Basaltkegel hoch über dem Dorf und prägt mit ihrem runden Bergfried die Landschaft. Der sonst verschlossene Burgturm kann erklommen werden. Öffnungszeiten: 10.30 bis 16 Uhr. Um 11 Uhr ist ein Open-Air-Gottesdienst unter Mitwirkung der Grundschule. Die Landfrauen Merenberg und der Förderverein Burg Merenberg bieten Gegrilltes sowie Kaffee und Kuchen an.

Infos im Internet

Weitere Informationen zum Tag des offenen Denkmals finden sich unter www.tag-des-offenen-denkmals.de im Internet.

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