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Elektronische Gebührenmarken: Der Landkreis liefert neue Abfallbehälter aus

Rund 12 500 von insgesamt etwa 55 000 Grundstücksbesitzern im Landkreis Limburg-Weilburg haben bereits neue Abfallbehälter mit Chips (Transponder) bekommen. In Weilmünster, Selters und Bad Camberg ist die Auslieferung abgeschlossen, derzeit läuft sie in Hünfelden. Bis Mitte Dezember soll das Projekt abgeschlossen sein; als letzte Kommune ist Beselich dran. Worum geht es?
. Foto: Frank Rumpenhorst (dpa) .
Limburg-Weilburg. 

Fast ein Viertel der Städte und Gemeinden im Landkreis sind in den vergangenen Wochen mit neuen Rest- und Biomülltonnen sowie Altpapierbehältern ausgestattet worden. Die Gefäße verfügen über Chips, sogenannte Transponder, die quasi als elektronische Gebührenmarke fungieren, und ein Etikett, auf dem Standort, Abfallart und Behältergröße vermerkt sind. Dadurch sollen die Mülltonnen zuverlässiger den Grundstücken zugeordnet und mehr Gebührengerechtigkeit erreicht werden.

Gebühren unverändert

„Am derzeitigen System und der Höhe der Abfallgebühren ändert sich durch die neuen Behälter nichts“, sagt AWB-Chef Bernd Caliari. „Die Abfallgebühren für Haushalte werden wie bisher entsprechend

clearing

Der Abfallwirtschaftsbetrieb (AWB) des Landkreises in Beselich kann durch den Datenchip feststellen, ob ein Behälter registriert ist, die richtige Größe hat und natürlich auch, ob die Gebühren bezahlt werden.

Die Haushalte werden vorher schriftlich informiert – trotzdem tauchen viele Fragen auf.

AWB-Leiter Bernd Caliari will die Bürger beruhigen. „Der Chip enthält lediglich eine Nummer, durch die der jeweilige Behälter unverwechselbar durch den Abfallwirtschaftsbetrieb identifiziert werden kann. Auf dem Chip sind keine Personen bezogenen oder andere Daten gespeichert“, sagt er. Die Transponder dienten vor allem dazu, stets einen Überblick über den aktuellen Gefäßbestand zu erhalten sowie Daten über die tatsächliche Bereitstellung und Entleerung der einzelnen Abfallfraktionen zu gewinnen.

Nach Abschluss des Projekts werden laut Caliari nur noch gechippte und veranlagte Behälter geleert.

Tonnen aus vier Jahrzehnten

Mitarbeiter des AWB haben ein Team des externen Unternehmens bei der Auslieferung begleitet und den Ablauf des Chippens, also des Anbringens der Transponder an die Abfallsammelbehälter, beobachtet.

Ergebnis: Was in der Theorie sehr einfach klingt, erweist sich in der Praxis mitunter als komplexe Aufgabe. Die Tatsache, dass die Abfallsammelbehälter im Landkreis aus vier Jahrzehnten stammen, erschwert das Arbeiten. Die Tonnen wurden von unterschiedlichen Herstellern gefertigt und stammen aus verschiedenen Produktgenerationen. Dies bedeutet, dass die Transponder nicht immer nur in das sogenannte Chipnest – wie bei modernen Behältern üblich – eingepresst werden können. In zahlreichen Gefäßen fehlt das Chipnest.

Deshalb gibt es unterschiedliche Methoden, um die Chips zu befestigen. Die Palette reicht vom einfachen Einpressen über Einkleben unter den Behälterrand (von oben nicht sichtbar) bis hin zum Einsetzen in ein von oben in den Behälterrand gefrästes Chipnest. Bei letzterer Variante sieht man den Chip dann auch deutlich von oben.

Nicht nur dieses Prozedere sorgte für Verwirrung. Der AWB gibt deshalb Antworten auf häufig gestellte Fragen.

Wichtige Informationen

  „Ich bin am angekündigten Ausrüstungstermin nicht zu Hause. Was muss ich tun, damit meine Tonnen dennoch gechippt werden?“

Es sollen alle Gefäße auf dem Grundstück frei zugänglich und mit dem zuvor erhaltenen Aufkleber versehen bereitgestellt werden, damit die Mitarbeiter an die Gefäße gelangen können.

Bei längerer Abwesenheit (Urlaub etc.) kann die Bereitstellung auch von einem Nachbarn übernommen werden.

 

  „Ich kann auf meiner neuen Tonne keinen Chip sehen. Wie soll ich vorgehen?“

Die Chips können, wie beschrieben, mit unterschiedlichen Methoden angebracht werden. Bitte den Behälterrand von oben und unten in Augenschein nehmen und prüfen, ob ein Chip vorhanden ist. Sollte seitlich ein Aufkleber angebracht worden sein, ist das Gefäß gechippt.

  „Ich besitze mehr Tonnen als ich Aufkleber erhalten habe. Was muss ich tun?“

Die zusätzlichen Tonnen können formlos mit einem Aufkleber, auf dem die Straße und die Hausnummer anzugeben ist, gekennzeichnet werden. Diese Gefäße werden ebenfalls gechippt und erfasst.

 

  „Ich habe gar keine Aufkleber erhalten. Was soll ich machen?“

Sofern der Ausrüstungstermin bereits bekannt ist, können die Gefäße formlos aber wasserfest gekennzeichnet werden. Dazu reicht ein einfacher Notizzettel oder ein Haftetikett aus, auf dem Straße und Hausnummer notiert sind.

 

(oh)

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