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Möbelhaus: Deswegen gibt Müllerland auf

Von Auch nach dem Verkauf von Müllerland an den Möbelhändler XXXLutz soll sich für die Mitarbeiter und Kunden nichts ändern, betont Stephan Müller, der derzeit noch gemeinsam mit seinem Bruder die Geschäfte des Möbelhauses führt.
Müllerland wird XXXLutz: Für die Kunden soll sich wenig ändern. Müllerland wird XXXLutz: Für die Kunden soll sich wenig ändern.
Görgeshausen. 

„Wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht“, teilt Müllerland-Geschäftsführer Stephan Müller schriftlich mit. Dennoch: „Im Hinblick auf den rasanten und sich immer weiter beschleunigenden Konzentrationsprozess im Möbelhandel haben wir uns nach langer und reiflicher Überlegung entschieden, die Möbelhandelsgruppe aus strategischen Gründen an die XXXLutz Unternehmensgruppe zu verkaufen.“

Für Mitarbeiter und Kunden soll sich der Verkauf des mehr als 100-jährigen Unternehmens indes nicht negativ auswirken, betont Stephan Müller, der derzeit noch die Geschäfte gemeinsam mit seinem Bruder Christoph führt. Die Übernahme werden die beiden Chefs „unterstützend“ begleiten, stellt er klar. Im zweiten Quartal dieses Jahres werde dann „die Tätigkeit als Geschäftsführer beendet“.

300 Mitarbeiter

Mehr als die Hälfte der insgesamt 300 Mitarbeiter der Müllerland-Häuser in Görgeshausen und Hennef arbeiten Stephan Müller zufolge im Westerwald. „Laut XXXLutz ist das Ziel, möglichst alle Mitarbeiter entsprechend ihrer Qualifikation und Erfahrung weiterhin einzusetzen. Sollte dies in Einzelfällen direkt vor Ort nicht möglich sein, bieten zum Beispiel auch die umliegenden XXXLutz-Standorte vielfältige Jobangebote. Auch kommen überregionale und zentrale Funktionen bei XXXLutz hinzu.“ Ganz nah sind die angesprochenen Standorte freilich nicht. Die nächstgelegenen XXXLutz-Filialen befinden sich in Eschborn, Wiesbaden und Freudenberg.

So weit werden die Kunden nicht pendeln müssen, sagt Stephan Müller. „Die Einrichtungshäuser, die Abteilungen und Sortimente werden in Struktur und Basis gleich bleiben. Zukünftig werden natürlich weitere Lieferanten hinzukommen, andere werden ausscheiden. Bei der Abwicklung der offenen Aufträge kommen keine Änderungen auf die Kunden zu. Alle offenen Aufträge werden wie gewohnt vom gleichen Team wie bisher abgewickelt.“ Dennoch: Mit der Übernahme des Unternehmens durch einen ebenfalls inhabergeführten Möbelhändler geht die Ära eines lokalen Mittelständlers zu Ende.

Als „Werkstätte“ gegründet

Die 1912 von Karl-Ludwig Müller gegründete „Möbelwerkstätte“ zog bereits wenige Jahre nach ihrer Gründung von Alpenrod im Westerwald nach Limburg. Karl-Ludwig Müllers Söhne eröffneten eine Werkstatt und ein Ladengeschäft. Der Möbelverkauf kam in Schwung. Werner Müller, der Vater der jetzigen Geschäftsführer Stephan und Christoph, expandierte mit der Firma, errichtete ein Möbelhaus mit einer Verkaufsfläche von 17 000 Quadratmetern und wollte in Limburg weiterwachsen. Als es dazu nicht kam, zog er in den Westerwald zurück, nach Görgeshausen in unmittelbare Nähe der Autobahn. Mitte der 1990er Jahre begann Werner Müller, sein Müllerland zu schaffen, baute an und aus. „Wir haben heute die Marktführerschaft der gesamten Region und werden diese nicht mehr abgeben“, sagte Werner Müller. Das war im Jahr 2004.

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