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Dialysezentrum kommt

Für das "Dialysezentrum in den Klostergärten" soll der Flächennutzungsplan geändert werden. Die Vorlage für die Stadtverordnetenversammlung beschlossen die Mitglieder des Ausschusses für Stadtentwicklung, Wirtschaft und Verkehr nach einer kontrovers geführten Diskussion mehrheitlich.
Limburg. 

Grundsätzlich müsse geklärt werden, welche Auswirkung die Südumgehung auf die Verkehrsführung "In den Klostergärten" habe und wie die Anbindung geschaffen werden solle, verlangte SPD-Fraktionschef Peter Rompf im Ausschuss für Stadtentwicklung. Die Frage seines Parteikollegen Dr. Marius Hahn, ob die Alttrasse tangiert werde, beschied Bürgermeister Martin Richard (CDU) mit den Worten: "Wenn Sie den Flächennutzungsplan gelesen hätten, wüssten Sie, dass das nicht so ist." Zudem dauere es bis zur Realisierung der Südumgehung noch rund 15 Jahre. Solle deshalb das Dialysezentrum für weitere 15 Jahre zurückgestellt werden, fragte Richard.

Ihre grundsätzliche Zustimmung für die Änderung des Flächennutzungsplans zugunsten eines Dialysezentrums erklärten die FDP-Fraktionschefin Marion Schardt sowie der CDU-Fraktionsvorsitzende Michael Köberle. Dies sei eine wichtige Entscheidung für die Bürger Limburgs, "und wir waren immer dafür", sagte er. Zwar kritisierte Schardt die "desaströse Informationspolitik" in dieser Angelegenheit. Dennoch sei es besser, das Dialysezentrum von der Holzheimer Straße weg zu verlegen. Ebenfalls zustimmend äußerten sich Rompf sowie Werner Laux von der FWG.

Die Grünen-Politikerin Barbara Sylla-Belock schränkte indes ihre Zustimmung ein. Zwar unterstütze ihre Partei die Vorlage, weil sie die Einrichtung eines Dialysezentrums grundsätzlich für sinnvoll halte. Allerdings wolle sie noch einmal darauf hinweisen, dass die Südumgehung in jedem Fall sinnlos sei, und man endlich andere Verkehrskonzepte voranbringen müsse

Bei BZL-Sprecherin Sigrid Schmüser stieß das Vorhaben, ein Dialysezentrum in den Klostergärten einzurichten, dagegen auf völlige Ablehnung. Dass "die Pallottiner ihr Grundstück dafür hergeben", mache sie ihnen zum Vorwurf. Sie werde keineswegs zustimmen, weil ein Dialysezentrum bis in die späten Abendstunden für Lärm und Unruhe sorge.

Der Antrag wurde bei einer Enthaltung angenommen. abv

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