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Glanzvolle Premiere: Die Limburgerin Julia Kleiter singt an der Scala

Von Nach der Met in New York nun die Scala in Mailand: Julia Kleiter etabliert sich an den weltberühmten Opernhäusern. In Italien glänzt die Limburger Sopranistin als „Agathe“ im „Freischütz“ – ihre Lieblingsrolle ist aber eine andere. . .
Julia Kleiter als naive Braut „Agathe“ bei der Premiere auf der weltberühmten Bühne der Mailänder Scala. Foto: Brescia/Amisano - teatro alle Scala Julia Kleiter als naive Braut „Agathe“ bei der Premiere auf der weltberühmten Bühne der Mailänder Scala.
Limburg. 

„Leise, leise. . . “ besingt Julia Kleiter als „Agathe“ das Birkenlaub und die schöne Natur bis hoch zum Sternenkreise.

Leise und still, aber nicht heimlich greift die Limburgerin nach den musikalischen Sternen. Ihren Aufstieg in die Weltklasse der Sopranistinnen setzt sie jetzt an der Mailänder Scala fort. In einer Neuinszenierung der romantischen Oper „Der Freischütz“ von Carl Maria von Weber singt die 37-Jährige die weibliche Hauptrolle der „Agathe“.

Zur Person

Julia Kleiter hat ihre musikalischen Wurzeln in Limburg. Zwei Jahre sang sie in der Mädchenkantorei und lange im Domchor. In der Jugend nahm die Stipendiatin der Musikstiftung der

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Am Dienstagabend war glanzvolle Premiere im ausverkauften Opernhaus. Mehr als 2000 Besucher feierten Julia Kleiter, darunter auch ihre beiden Kinder und ihre Eltern; Ehemann Eric Cutler kommt nach. Die Familie ist es denn auch, warum Julia Kleiter nicht so laut wie viele bekannte Kolleginnen in der Szene auftritt und wahrgenommen wird. Ob die „Pamina“ in Mozarts „Zauberflöte“, die „Zdenka“ in Strauss’ „Arabella“, die „Sophie“ im „Rosenkavalier“ oder jetzt die „Agathe“: Alles tolle Hauptrollen, doch ihre Lieblingsrolle ist eine andere: „Ich bin gerne Mama“, sagte uns die vielgefragte Konzert- und Opernsängerin gestern – auf einem Spielplatz. In den nächsten Tagen stehen Kindermuseen auf dem Freizeitprpogramm.

Im TV und in Frankfurt

Wegen der Kleinen will sie die in der Regel zeitaufwendigen Opern-Engagements auch künftig einschränken. Aus diesem Grund hat Julia Kleiter zuletzt Angebote aus Amerika, wo sie unter anderem an der Met in New York sowie Chicago gastierte, abgesagt. „Das ist mit dem Mama-Sein nicht vereinbar“, erklärt die Künstlerin. Mailand passt dagegen gut in den Tournee- und Terminplan. Tochter und Sohn haben Ferien. Fiona hat ihre Mutter am Dienstagabend zum ersten Mal auf der Bühne erlebt, Henry (8) war schon einmal in Paris dabei. Die Kinder durften auch mit zur Premierenfeier.

Die zweite Aufführung am Dienstag wird ab 20.15 Uhr live von ServusTV übertragen. Der österreichische Fernsehsender ist in Deutschland über Kabel, Antenne und Satellit zu empfangen. Danach folgen noch fünf Vorstellungen bis zum 2. November. In der Neuinszenierung von Regisseur Matthias Hartmann und unter der musikalischen Leitung von Dirigent Nyung-Whun Ching wirken neben renommierten Solisten Chor und Orchester der Mailänder Scala mit.

„Die Agathe ist eine wunderschöne Rolle, das Ensemble hervorragend. Ich freue mich sehr“, sagt Julia Kleiter. Die Frau, die bereits in den meisten großen Häusern und unter berühmten Dirigenten von Nikolaus Harnoncourt über Claudio Abbado bis Ricardo Muti gesungen hat, war bei ihrem Partiendebüt „sehr aufgeregt“. „Aber es hat alles gut geklappt“, sagt sie. Die „Agathe“ liege ihr als lyrische Sopranistin sehr. Die beiden Arien „Leise, leise“ und „Und ob die Wolke sie verhülle“ kennen nicht nur Fachleute.

Am 11. November ist Julia Kleiter in der Alten Oper in Frankfurt mit Mahlers 4.Symphonie zu hören.

 

Das ist Julia Kleiter

Julia Kleiter hat ihre musikalischen Wurzeln in Limburg. Zwei Jahre sang sie in der Mädchenkantorei und lange im Domchor. In der Jugend nahm die Stipendiatin der Musikstiftung der Kreissparkasse in Limburg Gesangunterricht bei Alison Browner, nach dem Abitur 1999 an der Tilemann-Schule studierte sie an den Musikhochschulen bei Prof. William Workmann und Prof. Klesie Kelly-Moog in Hamburg und Köln. Die Preisträgerin mehrerer Wettbewerbe erregte 2004 erstmals international Aufsehen (an der Opera Bastille in Paris als „Pamina“). Damit begann ihr rasanter Aufstieg, der sie schon im Jahr darauf nach New York und Washington brachte. Weitere Stationen waren unter anderem die großen Häuser in Zürich, Tokio, Madrid, Verona und Salzburg.

(hei)

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